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Spuren von historischen Produktionsstätten

Alte Ziegelei

Zu finden: Ziegeleistr.

Im Jahr 1890 nahm die Ziegelei der Familie Vespermann die Produktion besonders leichter und poröser Hohlziegel auf. Nach einem Brand im Jahre 1924 wurde die Ziegelei jedoch nicht wieder aufgebaut und die Familie verkaufte das Gelände an eine Siedlungsgesellschaft. In den Folgejahren erwarben Weenzer Bürger dort Grundstücke, auf denen Häuser entstanden, für die sie zum Teil alte Backsteine aus der Ziegeleiruine verwendeten. Heute erinnert nur noch ein Straßenschild an die Ziegelei in Weenzen.

Ehemalige Gipsbrennerei

Zu finden: Duinger Str.

Anders erging es der Gipsbrennerei von Weenzen, in der noch bis Anfang des 21. Jh. produziert wurde.

Nachdem man den Gipsabbau in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg einstellte, entwickelte sich die ehemalige Gipskuhle zur Freude der Weenzer Bürger bis 1934 zu einem Badesee, den man im Ort den Kleinen Königssee nannte und an dessen Ufer es für einige Jahre eine Waldschänke gab. Nach dem 2. Weltkrieg bekundete der Duinger Fabrikant Niemeyer jedoch die Absicht, den Gipsabbau wieder aufzunehmen, wofür der Weenzer Gemeinderat ihm 1947 die Genehmigung erteilte. Dafür musste das Wasser des Kleinen Königssees wieder abgelassen werden. Fortan wurden die gewonnenen Gipssteine durch einen neu entstandene Tunnel per Diesellok und Lore über eine Rampe zur Gipsbrennerei von Weenzen transportiert und dort weiterverarbeitet. Die Brennereigebäude mit hohem Schornstein sind bis heute erhalten geblieben. Man passiert sie, wenn man in Weenzen von der B240 auf die Landstraße nach Duingen abbiegt.