Spuren von historischen Produktionsstätten
Alte Gärtnerei
Zu finden: Bäckerstr. 3
Mehr Informationen finden sich hier.
Riedemühle
Zu finden: An der Riedemühle 1
Schon am Ortseingang werden Besucher darauf hingewiesen, dass Wallenstedt an der Niedersächsischen Mühlenstraße liegt. Um die Wallenstedter Riedemühle zu finden, muss man den Ort jedoch in Richtung Süden über den „Hungerbrink“ wieder verlassen. Die schmale Straße führt durch Wiesen und Felder leicht bergauf und schon bald hat man sie erreicht.
Die Mühle gehörte ehemals zum Kloster Haus Escherde und war später im Besitz der Herren von Rheden. Das oberschlächtige Rad der Wassermühle hatte einen Durchmesser von 6,30 m. Vom eigentlichen Mühlengebäude ist heute nichts mehr erhalten, lediglich alte Fotos können noch einen Eindruck von der Mühlenanlage vermitteln. Die zur Mühle gehörenden Fachwerkgebäude entstanden im 19. und 20. Jh.
Der Mühlenbetrieb wurde zu Beginn des 2. Weltkrieges eingestellt. Letzter Müller war Karl Lampe aus Rheden, der durch die Heirat mit der Müllerstochter Hedwig Hagemann in den Besitz der Mühle kam, das Müllershandwerk jedoch erst erlernen musste. Karls und Hedwigs Tochter Christa, die mit einem Rhedener Landwirt verheiratet war, erbte die Mühle und verkaufte sie später an die heutigen Besitzer. Von ihrem Vater erzählt sie, dass dieser eigentlich gern Architekt geworden wäre und außerdem ein sehr belesener und handwerklich geschickter Mann gewesen sei. Zeit seines Lebens schrieb er seine Erfahrungen und Erinnerungen in Tagebüchern nieder, die bis heute erhalten gebliebenen sind. Karls besonderes Hobby aber sei die Schnitzkunst gewesen.
Die noch verbliebenen Gebäude der Riedemühle werden heute privat genutzt und bewohnt und sind nicht zu besichtigen.