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Gedicht des Heimatdichters Wilhelm Kaune zur Schlacht bei Dinklar

Prolog

(600-Jahrfeier der Schlacht bei Dinklar)

Ich grüße euch, ihr Männer und ihr Frauen,
Die ihr von nah und fern gekommen seid,
Um hier getreu und wahr ein Bild zu schauen,
Aus unseres Harsums großer, alter Zeit!

Sechshundert Jahre sind seitdem vergangen,
Daß die Historie sich hier ereignet,
Als die von Braunschweig in das Stift eindrangen,
Und Not und Elend ihren Weg bezeichnet.

Wohin der Feinde Scharen sich auch wandten,
War ihr Begleiter stets der rote Hahn.
An vierzehn Dörfer rings im Lande brannten!
Das rief auch uns're Väter auf den Plan.

Bei Dinklar war es, Bischof Gerhards Mannen,
Sie stellten sich der Feinde Übermacht,
Und deren Übermut brach dort zusammen.
Der Sieg ward Hildesheim in blutiger Schlacht.

Die starken Männer, von Harsum waren,
Voran ihr Schmied, wie die sich dort geschlagen,
Und trotzend allen Nöten und Gefahren,
Entscheidend zu dem Siege beigetragen!

Den Reihemännern, die so brav sich schlugen,
Ward von des Bischofs Gnaden reicher Lohn:
Durch sechs Jahrhunderte die "Hundertvierzig" trugen
Ein einmaliges stolzes Recht davon.

Für Harsum dürfen sie den Pfarrherrn wählen,
In Urkunden verbrieft und festgemacht
Ist dieses Recht, und laßt es euch erzählen:
Das ist der Siegerpreis der Dinklarschlacht!

In diesem Sinne laßt das Spiel beginnen.
Und eure Herzen mögen recht erfassen,
Seht ihr die alte Zeit vorüberrinnen:
Die starken Kierls un dän "Smett von Hassen"!

Wilhelm Kaune