Heimat, wie bist du so schön,
Mit deinen Tälern, deinen Höhen,
Mit deinen bunten Wäldern,
Und deinen weiten Feldern.
Da kann man gut spazieren gehen,
Bei Sonnenschein die Harzberge sehen.
Heimat, du bist es wert,
Daß man dich liebt und ehrt.
Wenn ich vom hohen Knick herunterschau,
In unsern schönen Ambergau,
Möcht ich singen immerzu:
O Heimat, hier find' ich meine Ruh!
Heimat, dich hab' ich lieb!
Dir bin ich gewogen.
Dich hab' ich für mich auserkoren.
Hier möcht' ich bleiben
Und mich an dir erfreuen.
Seh ich hinab in's Nettetal,
Wird mein Herz mir weich - allemal.
Von hier oben bist du romantisch anzuschauen,
Hier können wir im Geiste Luftschlösser bauen.
Gern mag ich die grünen, satten Weiden
Mit den bunten Kühen und den Gabelweihen.
Jedoch, viele Wiesen sind leider verschwunden.
Der Ackerpflug kann das bekunden.
Wir hörten von Königdahlum die guten Seiten.
Im Sommer aber die Gewitter uns Kummer bereiten.
Kommt über den Meineberg oder Knick ein Donnerwetter,
Dauert es nicht lange, dann rufen alle nach dem Retter.
Kommt das Wasser in Strömen den Berg herunter,
Dann geht unten im Dorfe alles drüber und drunter.
Die Rüben kommen angeschwommen,
Auch die Kartoffeln werden mitgenommen.
Lehm und Schlamm begleiten die Früchte vom Feld.
Die Keller voller Wasser laufen,
Die Königsdahlumer sich die Haare raufen.
Im Nu sind die Gärten wie eine große Quelle,
Feuerwehrmänner sind dann schnell zur Stelle.
Sie pumpen das Wasser, so schnell es geht,
Da sie es ihnen schon bald in den Stiefeln steht.
Auch pumpen sie aus den Kellern heraus,
Aber der Schlamm auf den Straßen macht Kummer - O Graus -.
Weil wir wohnen so tief im Tal,
überrascht uns das Hochwasser öfter mal.
Ist die Nette dann bis zum Rand gefüllt,
Spielt sie wieder mal ganz wild.
Tritt sie dann auch noch über die Ufer,
Hört man dort unten die klagenden Rufer.
"Land unter!"
Hete Waßmann
Königsdahlum 1985