Magische Orte
Rönsitten
Zu finden: Im Söhrer Bauernholz (Feldmark) am Fuße des Tosmarberges, zwischen Söhre und Diekholzen
Wenn man vom Tosmarberg ins Tal schaut, sieht man am Waldrand und zwischen den Feldern mehrere Teiche, die von großen Bäumen umgeben sind: die Rönsitten. Der Name hat sich im Laufe der Jahrhunderte verändert, früher wurden sie Rühensiek oder Rüensiek genannt, was auf die Entstehung der Teiche hindeutet: „Siek“ bedeutet Senke und „Rühe“ könnte von Rehe kommen und auf den guten Reh-und Wildbestand hier zurückgehen.
Diese Söhrer Teiche, die auch Rönsitten genannt werden, sind Erdfälle, deren Ursache in Auswaschungen im Gestein liegt. Der Höhenzug des Tosmarbergs besteht aus Buntsandstein und wird durch ein Muschelkalkband an der Oberfläche durchbrochen. Unter dieser Muschelkalkschicht befanden sich Salzeinlagerungen, die vom unterirdischen Wasser ausgespült wurden und schließlich einstürzten. Heute sind diese tiefen Gruben mit Wasser gefüllt, das so dunkel und unergründlich scheint, dass sich zahlreiche Sagen und Geschichten um diesen magischen Ort ranken.
Die Rönsitten sind auch ein Naturdenkmalfür Flora und Fauna und man findet hier seltene Pflanzen z.B.: Wollgras, Sonnentau, Bitterklee und Heidekraut.