Magische Orte
Ehemalige Burganlage und Brunnen der Herren von Rautenberg
Von der Burganlage der Rautenberger Ritter ist bis heute kein Gebäude erhalten geblieben. Die Burg wurde um das Jahr 1000 errichtet, im Jahre 1268 allerdings zerstört. Die Ritter verlegten ihren Sitz daraufhin nach Rethmar (Sehnde).
Im Rautenberger Messbuch aus dem Jahre 1492 wird diese Burg wie folgt erwähnt: „It(em) im Jare m°cccc°lxxx° do warth maket de hinderste grave vm(m)e dat dorp to rutenberge den leth hinrick vam rutenberghe Bartholdes Sone maken und dat nye dore na borzem und den graven schult holden de mehne und dat bruken to orem behoyne etc.“
Die Rautenberger Burg entstand, wie um diese Zeit üblich, auf einem künstlich angelegten Burghügel, der von einem quadratisch um die Burg angelegten Wassergraben umgeben war. Die Burganlage hatte vermutlich drei Tore in Richtung Adlum, Borsum und Clauen. Der Burgwall war mit zwei Reihen Dornenhecke bepflanzt, zwischen denen ein Wallweg lag.
Während der Burggraben 1853 zugeschüttet wurde, ist der Hügel der Burganlage noch heute zu erkennen. Dieses alte, von Gebüsch zugewachsene Areal wird als abenteuerliches Spielgelände seit Generationen von Rautenberger Kindern geliebt.
Bei Baumaßnahmen im Untergrund des ehemaligen Burggeländes wurde in den 1970er Jahren ein sehr alter hölzerner Brunnenaufbau freigelegt. Dieser könnte der Wasserversorgung innerhalb der Burg gedient haben. Auf dem Grund des Brunnens wurden mittelalterliche Waffen, Metflaschen und Gebrauchsgegenstände gefunden.
An der Stelle dieses Fundortes haben die Rautenberger ein steinernes Brunnenbecken gemauert und dieses mit einer Wasserpumpe ausgestattet.
Der noch heute mit Buchen und Eichen bestandene Hügel wird in Rautenberg auch Hahnewall genannt. Aufgrund seiner Höhe von etwa drei Metern ist er in schneereichen Wintermonaten als Rodelberg mit einer „Teufelsbahn“, einer „Huckelbahn“ und einer „Babybahn“ sehr beliebt.