Historische Baulichkeiten
Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Zu finden: Kirchweg 4
Die Grundlagen der Söhrer Kirche entstanden im 14. Jahrhundert, aber von der mittelalterlichen Kirche, die sicherlich kleiner war, ist nur noch der große Turm erhalten, der auch jetzt noch das Ortsbild prägt. Sein Mauerwerk und die Fenster sind ganz der Romantik verpflichtet. Über dem Glockenstuhl befand sich eine Wachstube, von der aus man sehr gut den Hildesheimer Wald beobachten konnte. Während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) diente der Turm unter Reitergeneral Pappenheim als Wehr-und Beobachtungsturm. Vor drohender Gefahr konnte so schnell gewarnt werden.
Die mittelalterliche Kirche wurde baufällig und war auch für die wachsende Söhrer Gemeinde zu klein geworden. 1877 wurde daher ein neues Kirchenschiff gebaut und mit kunstvoller Malerei im romanischen Stil versehen – sowohl an der Decke als auch im Chorraum. Ein fast sechs Meter hoher Hochaltar mit reichen Verzierungen rundete das Bild ab.Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte ein Abbau dieser wertvollen Kunstwerke, so dass von dieser historischen Ausstattung nur noch Fragmente erhalten sind.
Vier Reliefs des neuromanischen Hochaltars mit Szenen aus dem Alten Testament wurden an der Südwand der Kirche angebracht. Die Figuren der Muttergottes und des Hl. Josef von den Seitenaltären sind ebenfalls noch erhalten.
Das ehemalige Taufbecken wird heute als Weihwasserbecken benutzt und auch die Orgel der Firma Schaper aus Hildesheim kommt bei den Gottesdiensten zum Einsatz. An der Westwand der Kirche, bei der Orgelempore, stehen zwei große Figuren – Maria und Apostel Johannes – aus dem 19. Jahrhundert. Vermutlich gehörten sie zu einer großen Kreuzigungsgruppe, deren Herkunft nicht geklärt ist.
Besonders hervorzuheben ist eine Pietà aus dem 18. Jahrhundert, die in den 1930er Jahren in die Kapelle auf dem Mühlenberg gebracht wurde, wo sie bis in die 1980er Jahre stand. Heute befindet sich in der kleinen Wegekapelle zwischen Söhre und Barienrode die Kopie einer Skulpturengruppe, die Maria und Johannes unter dem Kreuz darstellt.
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© Gudrun Kmoch
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© Gudrun Kmoch
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© Gudrun Kmoch
In den 1970er Jahren wurde die Kirche umfassend renoviert und bekam eine einfache und schlichte Innenausstattung: einen neuen Altar, Ambo, Tabernakel und Taufstein. Auch die Verglasung einschließlich des Fensters im neuen Vorraum des Beichtzimmers wurde erneuert und stellt die Heimsuchung dar. Während dieser Umbauarbeiten fanden die Gottesdienste zwischenzeitlich in der Schule statt.
Im Chor der Kirche gibt es zwei neugotische Holzreliefs des Bildhauers Anton Mormann aus Wiedenbrück, die die Anbetung des Kindes durch die Hirten und Könige zeigen. Sie waren ursprünglich Teile eines Altarretabels der Kirche in Geblingerode, wie auch die Figuren des Hl. Petrus und des Hl. Paulus, die ebenfalls im Chor zu finden sind.
Friedhofskapelle
Zu finden:
Hauptstraße, Eingang gegenüber der Hausnummer 34
In der modernen Friedhofskapelle finden wir farbige Bleifenster, die der Hildesheimer Künstler Paul König im Jahr 1963 gestaltet hat. Der neue Friedhof hat durch seine Bäume und Lage fast ein toskanisches Flair.