Draußen in der Natur
Gärten und Parkanlagen
Gottfried-von-Cramm-Park
Zu finden: Am Park 3
Der Gottfried-von-Cramm-Park in Nettlingen erinnert an den berühmten Tennisspieler Gottfried von Cramm, der 1909 im Ort geboren wurde und zu den bedeutendsten deutschen Sportlern des 20. Jahrhunderts zählt. In unmittelbarer Nähe zum Schloss gelegen, verbindet die Grünanlage Ortsgeschichte mit internationaler Sportgeschichte.
Die Benennung des Parks geht auf eine Initiative des Ortsrates zurück und soll einen dauerhaften Erinnerungsort für den „Tennisbaron“ schaffen. Von Cramm war in den 1930er Jahren Teil der Weltspitze, gewann große Turniere und wurde auch über den Sport hinaus für seine Haltung und Persönlichkeit geschätzt.
Zugleich hat der Park eine wichtige Funktion im Alltag des Ortes: Er liegt direkt an der Grundschule und wird häufig von Schulklassen genutzt – etwa für Pausen, Bewegung oder Aktivitäten im Freien. Ein aufgeschütteter Rodelberg macht die Anlage auch im Winter attraktiv und wird dann gerne von Kindern und Familien genutzt. So verbindet der Park Erinnerungskultur mit lebendigem Gemeindeleben und dient als Ort der Begegnung für Jung und Alt.
Freibad Nettlingen
Zu finden: Nettlinger Straße
Das Freibad in Nettlingen wurde im Jahr 1938 eröffnet und entstand als gemeinsames Projekt mehrerer umliegender Gemeinden, da die finanziellen Mittel für einen einzelnen Ort nicht ausgereicht hätten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage schrittweise erweitert und modernisiert, unter anderem durch den Bau eines Nichtschwimmer- und eines Kinderbeckens. In den 1990er Jahren stand das Bad vor der Schließung, konnte jedoch durch das Engagement der Bevölkerung gerettet werden: Seit 1994 wird es von der „Bürgeraktion Freibad Nettlingen e.V.“ betrieben und gepflegt.
Das Freibad liegt am Ortsrand von Nettlingen in ruhiger, naturnaher Umgebung und ist über die Nettlinger Straße gut erreichbar. Die Anlage bietet ein großes Schwimmbecken (ca. 25 × 30 m) mit Sprunganlagen (1-Meter-Brett und 3-Meter-Turm), ein separates Nichtschwimmerbecken sowie Kinder- und Babybereiche mit Planschbecken und kleiner Rutsche. Ergänzt wird das Angebot durch einen Spielplatz, ein Beachvolleyballfeld, großzügige Liegewiesen sowie die üblichen Einrichtungen wie Umkleiden, Duschen und einen Kiosk. Insgesamt ist das Freibad ein typisches, überschaubares Dorfbad mit langer Tradition, das vor allem durch das ehrenamtliche Engagement der Einwohner erhalten geblieben ist. Kontakt finden Sie hier.
Grillhütte Nettlingen
Zu finden: Neben der Ortschaft Nettlingen, direkt am Sportplatz – Nordasseler Straße
Die Grillhütte Nettlingen ist eine beliebte Veranstaltungslocation im Dorf. Sie liegt am Waldrand in ruhiger Lage und dient als Treffpunkt für Feiern, Vereinsveranstaltungen und Dorffeste. Besonders durch ihre Nähe zum Sportplatz und den großzügigen Außenbereich ist sie ein zentraler Ort für gesellschaftliche Aktivitäten im Dorfleben.
Die Grillhütte befindet sich am Rand des Waldes neben Nettlingen und ist nur etwa zehn Gehminuten von der nächsten Bushaltestelle entfernt. Ein großer Parkplatz direkt am angrenzenden Sportplatz sorgt für gute Erreichbarkeit auch bei größeren Veranstaltungen. Ihre Lage im Grünen macht sie ideal für Feste im Sommer, Vereinsfeiern und private Feiern im Freien.
Die Anlage wird regelmäßig für örtliche Feste genutzt, etwa das von der Junggesellenschaft Nettlingen veranstaltete Oktoberfest. Auch Geburtstage, Grillpartys und Dorfgemeinschaftsfeiern finden hier statt. Dank ihrer offenen Struktur eignet sich die Hütte besonders für gesellige Abende mit Musik, Grillbuffet und Getränken und kann online gebucht werden.
Die Grillhütte ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Nettlingen. Sie bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern eine unkomplizierte Möglichkeit, gemeinschaftliche Erlebnisse in naturnaher Umgebung zu gestalten. Als Ort für Begegnung und Freizeit steht sie beispielhaft für das aktive Vereinsleben und die starke Dorfgemeinschaft. Informationen erhalten Sie hier und bei Instagram unter @grillhuette_nettlingen.
Spielplätze
- Spielplatz Forscherweg
- Spielplatz Helmerser Straße
- Spielplatz Nordasslerstraße
Biotope
Die Biotope bei Nettlingen liegen verteilt in der Feldmark rund um den Ort, vor allem in Senken, an Gräben und kleinen Gehölzstreifen. Besonders typisch sind sie am und rund um den Nettlinger Rücken, wo sich naturnahe Bereiche in der sonst intensiv genutzten Agrarlandschaft erhalten haben.
Besondere Vegetation
Der typische Bewuchs in Nettlingen ist stark von der Lage in der Hildesheimer Börde und dem Nettlinger Rücken geprägt.
Die Landschaft ist überwiegend eine offene, intensiv genutzte Ackerlandschaft mit sehr fruchtbaren Lössböden. Dadurch dominiert hier kaum natürlicher Wald, sondern vor allem Landwirtschaft. Typisch sind großflächige Felder mit Weizen, Zuckerrüben, Gerste und Raps.
Kurz gesagt: Nettlingen ist typisch „Börde“ – viel Acker, wenig Wald, dazwischen Hecken, einzelne Bäume und kleinere Grünflächen.
Magische Orte
Ding Dong – ungewohnte Klänge am Waldrand
Wer am Waldrand bei Nettlingen unterwegs ist, kann plötzlich ungewöhnliche Klänge hören: Die Klanginstallation „Ding Dong“ überrascht Spaziergänger und Radfahrer mit metallischen Tönen, leisen Geräuschen und kreativen Klangobjekten mitten in der Natur. Geschaffen wurde das Kunstwerk vom Nettlinger Künstler und Musiker Timo Schaper, der dafür alte Materialien und Fundstücke zu einer besonderen Klanglandschaft zusammengestellt hat.
Besonders in der Adventszeit fällt der Bereich durch geschmückte Bäume mit Weihnachtsdekoration und kleinen Überraschungen ins Auge. Dadurch entsteht ein besonderer Ort zwischen Kunst, Natur und Dorfleben. Die Installation lädt dazu ein, stehenzubleiben, genauer hinzuschauen und die Umgebung einmal mit anderen Ohren wahrzunehmen.
Gerade durch seine versteckte Lage am Forst wirkt das „Ding Dong“ fast wie ein kleiner magischer Ort, irgendwo zwischen Kunstwerk, Klangspiel und Waldgeheimnis. Kinder und Erwachsene entdecken hier immer wieder neue Details und Geräusche.
Naturdenkmäler
Linde mit dem Gedenkstein
Zu finden: An der Kreuzung Kornstraße/Raiffeisenstraße
Dort befindet sich eine große, ausladende Linde, an der ein schwarzer Gedenkstein mit goldener Schrift angebracht ist. Der Baum wurde 1913 vom damaligen Kriegerverein gepflanzt und prägt diesen Platz bis heute als kleiner Erinnerungsort im Dorf.
Aussichtspunkte
Spaziergang zum „Forscher“
Ein kurzer Spaziergang führt von der evangelischen Kirche zu einem kleinen Wäldchen mit schönem Blick auf Nettlingen. Vom Kirchplatz aus folgt man der Straße Hinterm Dorf bis kurz vor den Friedhof. Dort biegt man rechts in die Glockruthallee ein und folgt ihr bis zum Ende. Anschließend führt der Weg links in den Forscherweg, der direkt zum Wäldchen und zum Aussichtspunkt am „Forscher“ leitet.
Von der Bundesstraße
Wenn man aus Richtung Bettrum kommt und in Richtung Nettlingen fährt, lohnt es sich, kurz rechts anzuhalten und einen Blick auf das Dorf zu werfen. Von hier aus eröffnet sich eine gute Übersicht: Die Marienkirche und das Schloss prägen deutlich das Ortsbild und sind schon von weitem sichtbar.
Die Innerste
Von der Klunkau zur Innerste
Die Klunkau entspringt westlich des Ortes Nettlingen unterhalb der Bundesstraße und tritt dort als kleine Quelle verborgen im Gebüsch zutage. Sie fließt zunächst zum Forellenteich mit dem „Bulderlah“, einer Quelle, die mit der lokalen Storch-Sage verbunden ist. Dort soll der “Klapperstorch” der Sage nach die Nettlinger Kinder herausgeholt haben. Anschließend vereinigt sie sich im Bereich des „Klaren Wassers“ mit weiteren Quellen und treibt weiter die „Obere Mühle“ an, bevor sie teils unterirdisch durch den Ort verläuft.
Im weiteren Verlauf umfließt die Klunkau das Gutsgelände und das Schloss sowie den Gottfried-von-Cramm-Park. Danach verläuft sie durch Wiesen und Felder in Richtung Freibad, wo sie früher eine weitere Mühle antrieb und zur Wasserversorgung der Anlage beitrug.
Außerhalb Nettlingens fließt sie weiter über Dingelbe und Schellerten nach Ahstedt, wo sie sich mit der Dinklarer Klunkau zum Bruchgraben vereinigt. Dieser mündet südlich von Sarstedt in die Innerste und gehört damit zum Einzugsgebiet von Leine, Weser und Nordsee.
Rad- und Wanderwege
In und um Nettlingen gibt es ein gut ausgebautes Netz aus Rad- und Wanderwegen, das vor allem durch die offene Landschaft der Hildesheimer Börde führt. Die Strecken verlaufen überwiegend über ruhige Feld- und Wirtschaftswege und verbinden Nettlingen mit den Nachbarorten wie Söhlde, Bettrum, Dingelbe und Hoheneggelsen. Besonders beliebt sind Rundtouren durch die Gemeindeflächen sowie Verbindungen Richtung Salzgittersee oder in die Innerste-Region für längere Ausflüge. Wanderer nutzen vor allem die einfachen Wege durch die Feldmark und die Verbindungswege zwischen den Dörfern, die sich gut für kurze Spaziergänge oder ausgedehnte Rundgänge eignen. Insgesamt bietet die Region ruhige, leicht zu begehende und gut kombinierbare Strecken für Radfahrer und Fußgänger.
Praktische Tipps und Routen findet man auf der Homepage der Gemeinde www.soehlde.de oder unter www.nette-innerste.de. Dort gibt es Flyer mit Vorschlägen für Wanderungen und Radtouren.
Spaziergang zum „Forscher“
Ein kurzer Spaziergang führt von der evangelischen Kirche zu einem kleinen Wäldchen mit schönem Blick auf Nettlingen. Vom Kirchplatz aus folgt man der Straße Hinterm Dorf bis kurz vor den Friedhof. Dort biegt man rechts in die Glockruthallee ein und folgt ihr bis zum Ende. Anschließend führt der Weg links in den Forscherweg, der direkt zum Wäldchen und zum Aussichtspunkt am „Forscher“ leitet. Das kleine Waldstück Forscher liegt in einer Ebene und ist von allen Seiten von Feldern umschlossen.
Jakobsweg
Der Jakobsweg verläuft durch Nettlingen als Teil einer regionalen Pilgerroute, die sich an bestehenden Wegen und historischen Verbindungen orientiert. Von Osten kommend erreichen Pilger den Ort meist über Feld- und Wirtschaftswege aus Richtung Söhlde. Der Weg führt dabei durch die offene Landschaft mit weiten Blicken über die Felder, bevor er den Ortsrand von Nettlingen erreicht.
Innerhalb des Dorfes verläuft die Strecke in Richtung Ortsmitte zur St.-Marien-Kirche, die als Pilgerstation einen zentralen Anlaufpunkt bildet. Hier bietet sich eine Rast an, bevor der Weg weitergeführt wird. Die Route folgt anschließend den ruhigen Dorfstraßen und verlässt Nettlingen in westlicher Richtung.
Hinter dem Ort setzt sich der Jakobsweg wieder über landwirtschaftlich geprägte Wege fort und führt weiter in Richtung der nächsten Ortschaften, etwa nach Holle und in Richtung Hildesheim. Typisch für diesen Abschnitt ist die abwechslungsreiche Kombination aus kleinen Straßen, Feldwegen und kurzen Passagen durch Siedlungsbereiche. Die Strecke ist durch die gelbe Muschel als Wegzeichen markiert und fügt sich unauffällig in die gewachsene Kulturlandschaft ein.