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Draußen in der Natur 


Gärten und Parkanlagen

Gutspark Walshausen

Zu finden: Walshausen 1

Der Gutspark von Walshausen mit einer Größe von knapp fünf Hektar wurde in seiner Grundstruktur bereits vor 1840 angelegt und schließt sich im Osten und Süden an die Wohn-und Wirtschaftsgebäude des Gutes an.

Nach der Zeit als Obödienz-Gut des Hildesheimer Domkapitels, in der der Gutspark vornehmlich als Anlage mit wirtschaftlicher Nutzung (Holzgewinnung, Obst- und Gemüsegarten) diente, veränderte er sich im 19. Jh. und insbesondere während der Zeit der Gräfin Schwicheldt zu einem Landschaftsgarten nach englischem Vorbild. Wer mit der Planung des Gartens beauftragt war, lässt sich heute nicht mehr ermitteln. Möglicherweise konnte sie aber auf die Kenntnisse und Planungen der Gärtner ihres Schwiegersohnes Ernst August Freiherr von Steinberg-Bodenburg zurückgreifen. Nachweisbar ist jedoch, dass nicht nur die Villa, sondern auch der Park in seiner heutigen Form fertiggestellt war, als die Gräfin ihren ersten Sommer im Jahre 1832 ins Walshausen verbrachte.

Der Gutspark erstreckt sich bis hinunter zum Fluss Innerste. Es wurden die naturräumlichen Gegebenheiten innerhalb des Geländes für die Gestaltung genutzt. Den Park durchfließt ein Bach, der an zwei Stellen zu Teichen aufgestaut ist und am Südrand des Parkgeländes in die Innerste mündet.

Von der Terrasse der Villa Walshausen blickt man auf die obere Wiese und einen der beiden Teiche. Der sich anschließende und von mehreren Wegen durchzogene Wald wird von mächtigen und zum Teil 300 Jahre alten Laubbäumen wie Kastanien, Blutbuchen, Buchen, Linden, Platanen und Eichen geprägt. Aufgrund ihres Alters und ihrer Schönheit sind einige von ihnen als Naturdenkmale ausgewiesen.

Bereits auf historischen Landesaufnahmen aus den Jahren 1830/1840 (Gaußsche Landesaufnahmen) sind ein Wegenetz und zwei von der Villa nach Süden führende Wege zu erkennen, über die man den Park früher mit einer kleinen Kutsche durchfahren konnte. Von hier aus und aus anderen Winkeln des Parks rückt die Laves-Villa immer wieder ins Blickfeld.

Östlich der Villa befindet sich am Weg ein Rondell aus Rosskastanien, dieser führt weiter in Richtung Süden zu einem Lindenrondell.

Am südwestlichen Ende des Parks liegt am äußeren Rand eines kleinen Laubwäldchens auf einer Kuppe die sogenannte Bastion, ein Aussichtspunkt, der zur Zeit der Gräfin von Schwicheldt entstand und auf dem einst eine riesige Eiche Schutz und Schatten spendete. Dieser Baum hat in den vergangenen Jahren aufgrund des zunehmend warmen und trockenen Klimas seine mächtige Krone verloren und nur sein umfangreicher Stamm lässt heute noch seine ehemals beeindruckenden Ausmaße erahnen. Von der Bastion aus hat man einen schönen Blick auf das Tal der Innerste und die südlich gelegenen Höhenzüge.

Am Westrand des Parks liegt eine Schafweide, die nach wie vor als solche genutzt wird und daher eingezäunt ist.

An diesen Bereich schließen sich der Obstgarten sowie die ehemalige Pferdeweide im Norden an. Zwei Sandsteintorpfeiler mit den Wappen der Inhaber des Gutes im 18. Jh. (von Giesenberg, von Hörde, von Brabeck, von Twickel und von Wenige) markieren noch immer den Eingang zu dieser Weide. Mehr dazu erfährt man hier. An diese Pferdeweide grenzt ein von Buschwerk zugewachsenes Areal, die damalige Gärtnerei.

Noch in der Zeit der Grafen von Wallmoden und bis 1900 wurde der Park für die Allgemeinheit geöffnet und zu einem beliebten Ausflugsziel. Zeitweise wurde vom ansässigen Gärtner im Palmarium/der Orangerie eine Kaffeewirtschaft betrieben. Heute ist der Park nur zeitweise und eingeschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich. Bis in die 70er Jahre erfolgte noch eine Pflege des Parks, danach verfiel der Gutspark zunehmend.

Zwischen 1997 und 2002 wurde der Gutspark von Walshausen mit Unterstützung der Stiftung Historische Gärten Niedersachsens, der Kreissparkasse Hildesheim und Volksbank Heinde saniert. Er wird erhalten durch den Eigentümer, die Pächter und den 1991 gegründeten Förderverein Walshausen e.V.

Seit 2023 ist, mit der Erbin Maria Gräfin v. Kielmansegg und ihrem Ehemann Karl Freiherr von Twickel, einem gelernten Forstwirt, die Familie von Kielmansegg wieder in die Villa Walshausen zurückgekehrt und die Pflege des Parks in professionelle Hände gekommen. Unterstützung erfahren die Gutsinhaber weiterhin durch den Förderverein Walshausen.

Der Gutspark von Walshausen ist vom 1. Mai bis zum 31. Oktober jeweils freitags zwischen 10 und 18 Uhr für Besucher zugänglich und über einen schmalen Weg vom Ostparkplatz aus zu erreichen. Um die Privatsphäre der Gutsbewohner zu wahren, werden interessierte Besucher darum gebeten, den Park ausschließlich zu diesen Zeiten zu betreten und die  angelegten Wegen nicht zu verlassen. Der Park kann auch über einen Zugang im Süden von der Innerste aus verlassen und betreten werden. Die Begehung des Parks geschieht auf eigene Gefahr. Eltern haften für ihre Kinder. Fahrräder, Hunde und Pferde sind im Park nicht zugelassen.


Naturdenkmäler

Lindenallee zwischen Heinde und Listringen

Zu finden: Am Kirchberg, beginnt am neuen Friedhof von Heinde

Die Lindenallee ist ein historischer Kirchweg zwischen Heinde und dem Nachbarort Listringen, der auf einem nördlich des Innerstetals verlaufenden Höhenrücken angelegt ist. Die östlich an das Friedhofsareal der Heinder Kirche angrenzende Allee wurde um 1870 von Karl August Ludwig von Wallmoden (1792-1883) angelegt. Auf einer Länge von etwa einem Kilometer ließ er damals ca. 670 Winterlinden im Abstand von nur drei Metern zueinander pflanzen. Damit ist die Allee in Niedersachsen mit ihrer Pflanzdichte wohl einmalig. Sie ist als Naturdenkmal geschützt und steht der Öffentlichkeit nach wie vor als Kirch- und Spazierweg zur Verfügung. Bis heute werden Allee und Bäume vom Gut gepflegt und instandgehalten.

Gutspark Walshausen

Zu finden: Walshausen, L499/Itzumer Straße zwischen Heinde und dem Hildesheimer Ortsteil Itzum

Der Gutspark von Walshausen, ein historischer Landschaftspark, geht in seiner heutigen Gestalt auf eine Anlage aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Der Park ist bekannt für eine Vielzahl unterschiedlicher Bäume, die zum Teil bereits vor über 300 Jahren gepflanzt wurden.  Aufgrund ihres Alters und ihrer Schönheit sind einige von ihnen als Naturdenkmale ausgewiesen. Mehr dazu erfährt man hier.


Aussichtspunkte

Von der Lindenallee auf Heinde

Zu finden: Auf dem Kirchberg am Beginn der Lindenallee nach Listringen

Das oberhalb des Ortes liegende Kirchenareal bietet wunderbare Möglichkeiten, sowohl auf Heinde als auch in das Innerstetal und die im Süden liegenden Höhenzüge und Dörfer zu schauen. Besonders gute und freie Sicht hat man von der nach Listringen führenden Lindenallee aus.

Schöne Aussichten Bad Salzdetfurth

Zu finden: am Spielplatz Meisterberg, Zugang/Zufahrt über Karl-Burgdorf-Weg

Die Installation großer „Fensterrahmen“ in der Landschaft war Mittelpunkt der Aktion der Jugend- und Kulturarbeit der Stadt Bad Salzdetfurth. „Schöne Aussichten“ soll die unterschiedliche Landschaftsprägung der Stadt Bad Salzdetfurth hervorgehoben und Einwohnern und Besuchern hiermit in besonderer Weise die Attraktivität ihrer abwechslungs­reichen Umgebung deutlich gemacht werden.  

In jedem Ortsteil der Stadt Bad Salzdetfurth wurde dafür eine Stelle in der Landschaft festgelegt, von der aus der Betrachter durch einen „Fensterrahmen“ einen perspektivisch besonders schönen Blick genießen kann.

Aussichtspunkt (Bastion) im Park von Gut Walshausen

Zu finden: an der Süd-West-Ecke des Gutsparkes, ausschließlich zu Fuß zu erreichen über die öffentlich nutzbaren Wege von Mai bis Ende Oktober

Bei der Planung des englischen Landschaftsparks von Gut Walshausen wurde besonderer Wert auf verschiedene Blickachsen innerhalb des Parkes und auf die Villa gelegt, aber auch ein Aussichtspunkt geschaffen, von dem aus man einen reizvollen Blick in das Tal der Innerste, auf das benachbarte Groß Düngen und die umliegenden Hügel und Höhenzüge hat. Hierzu wurde damals, von einer Mauer gestützt, Erdreich rund um eine große Eiche aufgeschüttet. Das so entstandene Aussichtsplateau wird zum Tal hin von einer halbmondförmig verlaufenden Metallballustrade gesichert. Eine steinerne Bank an der Eiche lädt zu einer geruhsamen Pause ein. Leider hat die uralte Eiche im Laufe der vergangenen und extrem trockenen Jahre sehr gelitten und ihre mächtige und schattenspendende Krone vollständig verloren. Verblieben von diesem einst wunderschönen Baum sind nur noch der kräftige Stamm und einige der unteren Äste.


Die Innerste 

Die Innerste ist ein 105 Kilometer langer Nebenfluss der Leine, der am südlichen Rand von Heinde durch das Innerstetal fließt. In der Geschichte von Heinde war die Innerste von Bedeutung, eine Mühle und Fischteiche sind mindestens für die Mitte des 15. Jahrhundert nachweisbar.

Heute ist die Innerste beliebtes Ziel für Spaziergänge, Wanderungen, Fahrrad- und Kanu-Touren. Der Innerste-Radweg zwischen Harz und Hildesheim ist ganzjährig nutzbar. An einem Rastplatz direkt am Innerste-Radweg bei Walshausen nahe der Lavesbrücke kann man über zwei Informationstafeln mehr über die Innerste erfahren.

Seit 2026 wird der Weg entlang der Innerste auch über die Outdoor-Plattform Komoot in einer „Komoot-Collection“ beschrieben.

Ab der Brücke Heinde/Groß Düngen bietet die Innerste ebenfalls eine ganzjährig befahrbare, abwechslungsreiche Strecke für erfahrene Paddler. Von hier aus kann man das Johanniswehr in Hildesheim erreichen. Darüber hinaus ist der Flusslauf durch die Region Lebensraum vieler Fischarten.

Der NLWKN Pegelonline überwacht an einer Messstelle an der Innerste-Mühle in Heinde den Wasserstand des Flusses, was für Tourenplanungen hilfreich, aber insbesondere bei Hochwasserlagen von großer Bedeutung ist. Denn immer wieder erleben an der Innerste liegende Städte und Dörfer im Landkreis Hildesheim Hochwasserlagen mit Höchstwerten deutlich über der Warnstufe 3, die bei einen Pegelstand von 5,30 m gemeldet wird. Die letzten Höchstwerte, die in vielen Haushalten zu zum Teil erheblichen Schäden führten, wurden in der Messstation in Heinde 2007 mit 6,75 m, 2013 mit 6,42 m und 2017 mit 7,14 m ermittelt.

Seitdem wurden vom Hochwasserschutzverband Innerste Konzepte gegen Hochwasser über die Schaffung von Rückhaltebecken erarbeitet.


Rad- und Wanderwege

Kleine Wanderung über die Heinder Lindenallee und durch das Innerstetal

Start: Parkplatz an der Heinder Kirche

Den schönsten Spaziergang macht man vom Heinder Kirchhof aus über die Lindenallee nach Listringen. Für diesen Weg benötigt man eine knappe halbe Stunde.

Wer nicht über denselben Weg zurückgehen möchte, kann am Ortsrand von Listringen rechts zur Innerste hinunter abbiegen und wunderbar am Fluss entlang Richtung Heinder Mühle zurückwandern. Von der Mühle aus führt ein schmaler Weg wieder zum Kirchberg hinauf, den man über Treppenstufen und durch die historische Wasserpforte erreicht.

Innerste-Radweg ab Heinde

Start: Heinder Mühle (Innerste-Mühle)

Da Heinde an der Innerste liegt, bietet es sich natürlich an, das Netz des Innerste Radweges zu nutzen. Auf der Website des ADFC werden schöne Radtouren angeboten und beschrieben.

In der Nähe der Lavesbrücke kann man außerdem an einem Rastplatz vom Rad steigen und sich näher über die Innerste informieren.