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Der Huckup im Duinger Walde

Eine Frau aus Duingen erzählte: Meine Großmutter wohnte einst in Coppengrave. Da kam sie eines Abends vom Nachbardorf und hatte Mehl geholt. Es war schon dämmerig, und sie musste durch den Duinger Wald gehen. Aber Angst hatte sie nicht.


AIs sie tapfer den düsteren Waldweg entlangschritt, schrie auf einmal etwas hinter ihr: „Huck up! Huck up!“ Immer wieder rief das Gespenst. Sie sah sich um. Es war kein Mensch und kein Tier zu sehen. Nun wurde ihr unheimlich. Sie trat schneller aus, und wieder rief es hinter ihr: „Huck up! Huck up!" Schließlich sagte sie: „Zum Teufel! Huck up!“ Da wurde ihre Kiepe immer schwerer, sie musste sich krümmen. Kaum konnte sie weiter, so schwer war die Last. Es wurde auch dunkler. Sie schleppte und schleppte. Und immer wieder rief es: „Huck up!"

Zuletzt setzte sie sich auf einen alten Baumstamm und wollte ausruhen. Da krächzte es von neuem: „Huck up!“ Aber nun konnte sie nicht mehr und verzweifelt fluchte sie: „Kreuz Donnerwetter noch einmal!“ Da stürzte sie plötzlich in einen Abgrund. Dort lag sie besinnungslos. Als sie wieder zu sich kam, suchte sie schnell ihre Kiepe und das MehI zusammen und floh mit letzter Kraft ihrem Heimatdorfe zu.

Niemals ist sie abends wieder den Waldweg gegangen.