Inhalt


Aussichtspunkte

Ehrenmal

Ein ausführlicher Text zum Deinser Ehrenmal findet sich unter „Monumente“.

Cölleturm

Südwestlich von Eime liegt der Höhenzug Külf. Der Cölleturm ist ein 8,50 m hoher Aussichtsturm auf dem höchsten der nördlichen drei Hügel des Külfs. Die drei Hügel waren seit Jahrhunderten durch intensive Holznutzung und Viehbeweidung unbewaldet. Die letzten Bäume sollen Soldaten der Truppen Tillys gefällt haben, als sie 1623 in den Leineniederungen lagerten. Als man ab 1890 wieder mit der Aufforstung begann, wurden Waffen aus der Zeit des 30-jährigen Krieges gefunden.

Zuvor war der Anwalt und Landwirt Friedrich Rautenberg Besitzer von einem Teil dieser Flächen. Um 1840 baute er dort oben zu seinem Privatvergnügen den 8,50 m hohen Turm, legte außerdem am Nordosthang des Külfs einen Weinberg an und trieb einen Weinkeller in den Berg, um die Trauben an Ort und Stelle keltern und den jungen Wein in Fässern reifen lassen zu können. Wegen der rauhen klimatischen Verhältnisse war diese Unternehmung nicht von Erfolg gekrönt und die Rebstöcke verschwanden bald unter wucherndem Gestrüpp und Bäumen. Einzig der Turm blieb erhalten.

1895 wurde Carl Cölle aus Banteln neuer Besitzer des bis dahin noch namenlosen Turms. Cölle eröffnete am Waldrand in der Nähe eine Sommerwirtschaft, die sich schnell großer Beliebtheit erfreute und der nun nach ihm benannte Turm war fortan für die Öffentlichkeit zugänglich. Fast zwanzig Jahre lang war „Cölles Höhe“ in den Sommermonaten ein beliebtes Ausflugslokal, wurde aber zu Beginn des ersten Weltkrieges geschlossen und später abgerissen.

Heute ist das Land Niedersachsen Eigentümer des Waldstücks und des Cölleturms, der 1952 grundsaniert und 1995 nochmals saniert wurde. Mittlerweile wird er von Bäumen überragt und die ursprüngliche Rundumsicht ist nicht mehr möglich. In Richtung Norden reicht der Blick aber noch immer weit über das Leinetal hinaus bis in die Hildesheimer Börde.

Wer diesen Blick genießen möchte, kann mit dem PKW einen Parkplatz auf dem Külfkamm zwischen Deinsen und Banteln anfahren und von dort den Turm schnell und bequem zu Fuß erreichen. Zwei Wanderparkplätze am Ortsrand von Deinsen sind außerdem gute Startpunkte für einen Aufstieg.

Eine schöne und landschaftlich reizvolle Wanderung ist auch direkt von Eime aus möglich und wird gleich im nächsten Abschnitt beschrieben.

Leineberglandbalkon am Duinger Berg

Der Leineberglandbalkon ist eine von der Samtgemeinde Duingen finanzierte Schutzhütte im Leinebergland, die auf der Ostseite des Duinger Berges und in unmittelbarer Nähe des Lübbrechtser Steinbruches über dem Külftal liegt. Auf alten Fundamenten des Steinbruchs entstand eine 6,30 m x 5,60 m große Hütte, von deren 303 m über dem Külftal hängendem Balkon man eine wunderbare Aussicht über die Landschaft des nordöstlichen Leineberglandes und die darin liegenden Dörfer hat. Bei gutem Wetter und klarer Sicht sind in der Ferne Hannover, Alfeld und sogar der Brocken zu sehen.

Der Leineberglandbalkon ist zu Fuß und mit dem Fahrrad problemlos zu erreichen, denn er liegt als Kreuzungspunkt auf mehreren Wanderrouten der Region: dem Ith-Hils-Weg, dem Kansteinweg und dem auch als Panoramaweg bezeichneten Pottlandweg 1. Geplant ist außerdem eine Anbindung an den Königsweg Brüggen – Höxter. Die Patenschaft für die Schutzhütte mit Balkon in luftiger Höhe hat der Heimatverein Külftal übernommen.

Von Deinsen aus ist der Duinger Berg mit dem PKW oder Fahrrad am besten über den Nachbarort Lübbrechtsen zu erreichen. Man fährt die Lange Str. Ri. Süden Ri. Lübbrechtsen. Am Ortsrand von Lübbrechtsen hält man sich rechts und folgt der Straße (Ahe), bis man den Wanderparkplatz erreicht. Zu Fuß startet man am Deinser Dorfgemeinschaftshaus über den Schlesierweg. Hinter den letzten Häusern biegt man links in den Feldweg ein und folgt diesem bis zum Wanderparkplatz.

Darüber hinaus erhält man unter Tourenplaner auf der Website des Leinebergland-Tourismus hilfreiche Informationen zu dieser und vielen interessanten Wanderrouten in der Region.