Sehenswert
Aussichtspunkte
Spaziergang zum „Forscher“
Ein kurzer Spaziergang führt von der evangelischen Kirche zu einem kleinen Wäldchen mit schönem Blick auf Nettlingen. Vom Kirchplatz aus folgt man der Straße Hinterm Dorf bis kurz vor den Friedhof. Dort biegt man rechts in die Glockruthallee ein und folgt ihr bis zum Ende. Anschließend führt der Weg links in den Forscherweg, der direkt zum Wäldchen und zum Aussichtspunkt am „Forscher“ leitet.
Von der Bundesstraße
Wenn man aus Richtung Bettrum kommt und in Richtung Nettlingen fährt, lohnt es sich, kurz rechts anzuhalten und einen Blick auf das Dorf zu werfen. Von hier aus eröffnet sich eine gute Übersicht: Die Marienkirche und das Schloss prägen deutlich das Ortsbild und sind schon von weitem sichtbar.
Monumente
Das Nettlinger Kruzifix
Zu finden: im Landesmuseum Hannover, Willy-Brandt-Allee 5, Hannover
Das Nettlinger Kruzifix ist eine bedeutende mittelalterliche Christusdarstellung aus der Zeit um 1200 und zählt zu den ältesten erhaltenen Holzskulpturen der Region. Ursprünglich befand sich das Kruzifix in der St.-Marien-Kirche Nettlingen. Heute wird es im Landesmuseum Hannover aufbewahrt.
Es handelt sich um ein sogenanntes Triumphkreuz – ein monumentales Kruzifix, das im Mittelalter meist erhöht am Triumphbogen vor dem Chor einer Kirche angebracht war. Solche Kreuze prägten besonders zwischen 1100 und 1300 die Ausstattung romanischer Kirchen.
Das Nettlinger Kruzifix zeigt Christus nicht als leidenden Menschen, sondern als erhabenen und siegreichen Erlöser. Hinweise auf Schmerz oder Todeskampf fehlen bewusst. Stattdessen wirkt die Darstellung ruhig, würdevoll und von göttlicher Autorität geprägt. Damit verweist das Kreuz auf die Auferstehung Jesu, seine Herrschaft im Himmel und sein Wiederkommen am Jüngsten Tag – zentrale Vorstellungen der romanischen Bildwelt.
Im 19. Jahrhundert wurde das Kruzifix kunsthistorisch entdeckt und wegen seiner besonderen Bedeutung gesichert. Um das wertvolle Original vor Schäden zu schützen, gelangte es schließlich in das Niedersächsische Landesmuseum Hannover, wo es heute aufbewahrt und ausgestellt wird. Kunsthistorisch wird das Werk in die Tradition der großen ottonischen und frühromanischen Kruzifixe eingeordnet. Seine klare Formensprache und die monumentale Wirkung machen das Nettlinger Kruzifix zu einem herausragenden Zeugnis.
Im Rahmen der „Sommerkirche“ lädt St. Marien-Kirche Nettlingen immer wieder zu besonderen Ausstellungen ein. So war 2022 unter anderem eine bildliche Kopie des berühmten Nettlinger Kreuzes in Originalgröße zu sehen. Außerdem konnten Besucherinnen und Besucher einen Blick auf den historischen Totenschild des Ritters Heinrich von Nettlingen werfen.
Der Totenschild des Heinrich von Nettlingen
Zu finden: zurzeit noch in der Michaeliskirche Hildesheim, auf Anfrage zu sehen
Quellen aus der Zeit um 1570 belegen, dass Heinrich von Nettlingen in Nettlingen einen Wohnsitz hatte, Jagdrechte ausübte und Abgaben an das Amt Steuerwald leisten musste. Teile seines Besitzes waren verpfändet, unter anderem an das Michaeliskloster, was nach seinem Tod zu Streitigkeiten über Nutzungsrechte führte.
Heinrich von Nettlingen starb 1520 vermutlich an der Pest als letzter männlicher Vertreter seiner Familie und war Vasall des Klosters mit einem befestigten Adelssitz und umfangreichem Besitz. Besonders bedeutend ist sein Totenschild in der Michaeliskirche in Hildesheim, der sein Wappen zeigt und ihn als letzten seines Geschlechts bezeichnet – ein wichtiges Zeugnis für das Ende der Familie von Nettlingen.
Totenschilde hatten im Mittelalter eine wichtige Funktion für das familiäre Gedächtnis und die Repräsentation verstorbener Männer. Sie erinnerten dauerhaft an den Toten und hielten ihn symbolisch in der Gemeinschaft präsent. Gleichzeitig sollten sie dazu beitragen, dass der Verstorbene in Gebete eingeschlossen wurde, um seine Zeit im Fegefeuer zu verkürzen.
Der Totenschild von Heinrich von Nettlingen wurde vermutlich von ihm selbst oder von seinen Hinterbliebenen in Auftrag gegeben. Der Künstler verwendete dabei das Wappen der Adelsfamilie. Ein besonderes Erkennungszeichen der Familie von Nettlingen ist ein z-förmiger Doppelhaken, auch Wolfshaken genannt. Dieses Symbol gehört zur sogenannten Wolfsangel und wurde ursprünglich als Jagdgerät zum Töten von Raubtieren eingesetzt.
In neuerer Zeit wurde der Totenschild wissenschaftlich untersucht und restauriert: Die Studentin Christine Schwarzenberg widmete sich im Rahmen ihrer Masterarbeit an der HAWK seiner Konservierung. Das Objekt besteht aus Lindenholz, die Helmbänder wurden aus verleimtem Leinengewebe gefertigt und enthalten Lindenbast, ein ungewöhnliches Material. Dabei wurde das Objekt gründlich analysiert und fachgerecht gesichert. Pünktlich zum 1000-jährigen Jubiläum des Dorfes Nettlingen im Jahr 2022 konnte der Totenschild in konserviertem Zustand der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dies geschah im Rahmen der jährlich stattfindenden „Sommerkirche“, einer Veranstaltung der St.-Marien-Kirchengemeinde, bei der sich die Dorfgemeinschaft bei Kaffee und Kuchen trifft.
Statue von Heinrich von Nettlingen
Zu finden: Am klaren Wasser
Mitten im Ort „Im Klaren Wasser“ befindet sich eine über zwei Meter hohe Steinfigur des Heinrich von Nettlingen, die 2022 anlässlich des 1000-jährigen Dorfjubiläums errichtet wurde.
Das Rittergeschlecht derer von Nettlingen ist das einzige urkundlich belegte Adelsgeschlecht der Gemeinde Söhlde und lässt sich bis 1166 zurückverfolgen. Als Vasallen des Stifts Hildesheim übernahmen sie über mehrere Jahrhunderte administrative Aufgaben und besaßen einen Gutshof in Nettlingen.
Mit Heinrich von Nettlingen endete die Familienlinie im Jahr 1520, als er vermutlich an der Pest starb, nachdem er sich der Pflege Kranker gewidmet hatte.
Die vom Steinbildhauer Raclis Licourt geschaffene Statue erinnert an die Tugenden und den karitativen Einsatz Heinrichs von Nettlingen und hat zugleich eine identitätsstiftende Bedeutung für den Ort.
Gedenkstätte Gefallenendenkmal
Zu finden: Marienburger Straße
Das denkmalgeschützte Kriegerdenkmal in Nettlingen erinnert an die Gefallenen der Kriege von 1870/71, 1914-1918 und 1939-1945. Es wurde als Ort des Gedenkens errichtet und später erweitert, um die Opfer aller drei Konflikte zu würdigen. Heute mahnt es zugleich an die Folgen von Krieg und Gewalt und steht als Symbol für Frieden.
Gedenkstein mit Lindenbaum
Zu finden: Kornstraße/Raiffeisenstraße
An der Ecke Kornstraße/Raiffeisenstraße in Nettlingen steht eine große Linde mit einer schwarzen Gedenktafel mit goldener Schrift. Gepflanzt wurde sie 1913 vom örtlichen Kriegerverein, der zugleich den Gedenkstein aufstellte.
Kriegervereine entstanden im 19. Jahrhundert als Zusammenschlüsse ehemaliger Soldaten. Sie kümmerten sich unter anderem um Kameradschaft, Unterstützung von Hinterbliebenen und würdige Bestattungen verstorbener Mitglieder.
Die genaue Bedeutung des Gedenksteins ist nicht sicher. Er könnte an die Befreiungskriege gegen Napoleon und die Völkerschlacht bei Leipzig 1813 erinnern oder das 100-jährige Bestehen des Kriegervereins im Jahr 1913 markieren.
Historische Baulichkeiten
Evangelische St.-Marien-Kirche
Zu finden: Marienburger Straße 32
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© Gudrun Kmoch
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© Hans-Juergen Thoms
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© Hans-Juergen Thoms
Die romanische St.-Marien-Kirche Nettlingen prägt als bedeutendes Bau- und Kunstdenkmal das Ortsbild. Im Inneren befindet sich ein nahezu 1000 Jahre alter mittelalterlicher Wandfries mit Szenen aus dem Neuen Testament. Nach einem Brand im Jahr 1970 blieb dieser historische Bildzyklus erhalten und wurde zum Ausgangspunkt für eine außergewöhnliche künstlerische Ergänzung.
2010 gestaltete die Bremer Künstlerin Sibylle Springer die gegenüberliegende Wand neu. Ihr zeitgenössischer Fries greift Themen des Alten Testaments auf und steht in direktem Dialog mit den mittelalterlichen Darstellungen. Von der Berufung Abrahams bis zum Weinberg im Gelobten Land entfaltet sich die Geschichte in chronologischer Folge. Dynamische Figuren und bewegte Szenen betonen die dramatischen Ereignisse des Alten Testaments und verbinden moderne Kunst mit der jahrhundertealten Geschichte der Kirche.
Der Fries beginnt an der Altarseite mit der Berufung Abrahams und endet am Kircheneingang mit dem Weinberg im Gelobten Land. Betrachtet man ihn von links nach rechts, setzt er die Chronologie der Ereignisse nach dem Einzug ins verheißene Land fort. Parallel zum gegenüberliegenden Fries des Neuen Testaments verläuft er wie eine Welle, deren Höhen und Tiefen die dramatischen Wendungen des Alten Testaments spiegeln.
Bei einem Brand im Jahr 1970 wurde die Kirche weitgehend zerstört, doch der barocke Altar blieb erhalten und auch der historische Wandfries konnte restauriert werden. Turm und Dach stürzten ein, die Innenausstattung, Glocken und große Teile der mittelalterlichen Ausmalung gingen verloren. Nach dem Wiederaufbau konnte die Kirche 1973 wieder geweiht werden. Restaurierungen der Wandmalereien, ein neuer Glockensatz, eine neue Orgel sowie spätere Ergänzungen wie die Chorausmalung (2007) und ein moderner Wandfries (2010) prägen heute ihr Erscheinungsbild.
Die Marienkirche in Nettlingen besitzt einen barocken Altar von 1712/13, geschaffen von Jobst Heinrich Lessen aus Goslar. Der zweistöckige Aufbau ist reich verziert mit gedrehten Säulen, Girlanden, Engelsfiguren und Schnitzereien. In der Predella (bemalter oder geschnitzter Sockel auf dem Altar) ist das Abendmahl dargestellt, im Mittelfeld ein Bronzerelief der Kreuzigung, flankiert von den Evangelisten Matthäus und Markus. Im oberen Bildfeld zeigt ein Bronzerelief die Grablegung Christi, begleitet von den Evangelisten Johannes und Lukas, während der Giebel die Figur des auferstandenen Christus trägt. Der Altar wurde beim Brand von 1970 stark beschädigt, später aber restauriert.
Der stehende Taufengel von 1941, geschaffen von Friedrich Buhmann, konnte beim Brand gerettet werden. Teile der früheren Altarausstattung, darunter ein Altarbild mit Kreuzigungsszene und einige Schnitzfiguren von 1685 aus Marburg, sind ebenfalls erhalten. Die Kanzel von 1681 wurde beim Brand zerstört.
Besonders bemerkenswert ist das Nettlinger Kruzifix aus der Zeit um 1100. Die bedeutende romanische Christusdarstellung befand sich ursprünglich in der St.-Marien-Kirche, wird jedoch seit 1930 im Landesmuseum Hannover als eines der ältesten Exponate der Landesgalerie aufbewahrt. In der Kirche selbst befindet sich heute kein Original mehr. Im Rahmen der „Sommerkirche“ werden jedoch gelegentlich bildliche Darstellungen des Kruzifixes gezeigt.
Die Orgel der Kirche stand ursprünglich unter Denkmalschutz, wurde aber beim Brand am 11. März 1970 zerstört. 1979 bauten die Gebrüder Hillebrand aus Altwarmbüchen eine neue Orgel, die 1983 erweitert wurde. 2007 wurde das Instrument überarbeitet, um die Pflege zu erleichtern.
Bemerkenswert ist, dass die Kirche zugleich als Gemeindehaus dient. Nach entsprechenden Umbaumaßnahmen kann der Kirchenraum heute auch als Sitzungs- und Ausstellungsraum genutzt werden, ohne dass sein sakraler Charakter verloren gegangen ist.
Im Jahr 2004 schlossen sich mehrere Kirchengemeinden zum Gemeindeverband Söhlde zusammen, um Aufgaben gemeinsam wahrzunehmen. Seit 2023 bilden Himstedt, Nettlingen und Söhlde die „Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Söhlde-Himstedt-Nettlingen“.
Rund um die Kirche befindet sich der alte kirchliche Friedhof. Der neue Friedhof Im Glockenfeld wird seit 1967 genutzt.
Maria vom Heiligen Rosenkranz
Zu finden: Helmerser Straße 3
Die Rosenkranzkirche in Nettlingen ist die römisch-katholische Kirche des Ortes und heute Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Ottbergen.
Katholiken aus Nettlingen besuchten nach der Reformation zunächst die Kirche in Dingelbe. 1934 richtete die Familie Henze im Schloss Nettlingen eine Kapelle ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der Gläubigen stark an, und 1955 konnte die eigene Kirche Maria vom Heiligen Rosenkranz geweiht werden. Zum Einzugsgebiet gehörten Nettlingen, Bettrum, Feldbergen und Helmersen. 2014 wurde die Gemeinde in die neue Pfarrgemeinde Ottbergen eingegliedert.
Die Ausstattung der Kirche Maria vom Heiligen Rosenkranz Nettlingen ist schlicht und zugleich symbolisch gestaltet. Im Mittelpunkt steht der Altarraum, der 1983 neu gestaltet wurde. Über dem Altartisch hängt ein Holzkreuz mit einem Bronzekorpus, das von einem Doppelkranz aus Messing umgeben ist. Zehn Bronzescheiben zeigen die Geheimnisse des Rosenkranzes.
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© Gudrun Kmoch
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Ergänzt wird die Ausstattung durch zwei Seitenaltäre mit Figuren der Gottesmutter Maria und des Heiligsten Herzens Jesu, die aus Dinklar stammen. Die Kirche verfügt außerdem über eine Orgel aus dem Jahr 1995.
Historische Wassermühle
Zu finden: Kornstraße 1
Die historische Wassermühle in Nettlingen lässt sich bis ins Jahr 1022 zurückverfolgen: In einer Urkunde bestätigte Heinrich II. den Besitz des von Bernward von Hildesheim gegründeten Michaelisklosters Hildesheim, zu dem auch Land und eine Mühle in Nettlingen gehörten.
An der Klunkau existierten vermutlich drei Wassermühlen. Besonders bedeutend ist die obere, 1581 errichtete Mühle, die dank des 1988 gegründeten Vereins zur Erhaltung der historischen Wassermühle e. V. bis heute funktionstüchtig erhalten ist und als Kulturdenkmal besichtigt werden kann. Im Jahr 1801 erhielt sie ein neues Fachwerkobergeschoss, wobei wahrscheinlich auch das Mahlwerk modernisiert wurde.
Seit 1928 war die Mühle als Handelsmühle zugelassen und arbeitete als Schrotmühle. Mit einem oberschlägigen Wasserrad, einem 15-PS-Elektromotor und zwei Schrotgängen konnte sie täglich bis zu 100 Doppelzentner verarbeiten. Wie das Innenleben der Mühle aussieht, sieht man hier.
Über Jahrhunderte hinweg stand die Mühle im Besitz verschiedener Herren, zunächst der Familie von Nettlingen. Bereits 1166 wurde Udo von Nettlingen urkundlich erwähnt. Die Familie blieb lange präsent, bis mit Henrik von Nettlingen, der 1520 an der Pest starb, die männliche Linie erlosch. Danach wechselte die Mühle mehrfach den Besitzer, blieb jedoch bis 1967 ununterbrochen in Betrieb.
Zu Pfingsten im Jahr 2018 feierten die Nettlinger anlässlich des Deutschen Mühlentages ein besonderes Jubiläumsfest: Der Verein zur Erhaltung der historischen Wassermühle blickte auf sein 30-jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlass wurde ein abwechslungsreiches Programm organisiert, das zahlreiche Besucher anzog.
Das Mühlenlied wurde von Frau Schweppe aus Nettlingen gedichtet und trug zur festlichen Stimmung sowie zur Würdigung der langen Tradition und des Engagements für den Erhalt der historischen Wassermühle bei.
Schloss Nettlingen
Zu finden: Am Park 4
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Das Schloss Nettlingen gehört zu den bedeutendsten historischen Bauwerken des Dorfes. Der Renaissancebau entstand um 1570 unter Kurt von Saldern auf den Resten einer älteren befestigten Anlage. Besonders auffällig sind bis heute der hohe achteckige Treppenturm und das reich verzierte Renaissanceportal aus Sandstein, die dem Schloss seinen charakteristischen Eindruck verleihen. Früher war die Anlage zusätzlich durch Wall, Graben und Mauern geschützt und erinnerte an eine kleine Wasserburg.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer. Besonders bekannt sind die Familien von Saldern, von Wobersnow, von Wrede und später von Cramm. Sogar Zar Peter der Große soll hier 1717 auf seiner Reise von Paris nach Moskau übernachtet haben. Auch der berühmte Tennisspieler Gottfried von Cramm wurde 1909 auf dem Gut geboren.
Zusammen mit Gutshof, Wirtschaftsgebäuden und Park bildet das Schloss noch heute ein eindrucksvolles historisches Ensemble im Ort. Heute befindet sich das denkmalgeschützte Schloss in Privatbesitz und wird als Wohngebäude genutzt. Der historische Renaissancebau mit seinem markanten Treppenturm ist äußerlich noch gut erhalten und erinnert an die lange adelige Geschichte des Dorfes.