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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Dort, wo sich im Hildesheimer Ostkreis die Rübenblätter als „höchste Erhebung der Landschaft“ (Carl Carstens, 1980) in verschiedensten Grüntönen vor dem Messeberg im Winde biegen, da liegt in einer kleinen Mulde nördlich der B1 die kleine Ortschaft Mölme, erstmals 1260 urkundlich erwähnt. 

Unter dem damaligen Vorsitzenden des Kreisheimatbundes, Herrn Superintendent Hans Meyer-Roscher, wurde 1983 durch Ortsansässige der Ruf nach einem örtlicher Arbeitskreis des Kreisheimatbundes laut. Schon wenige Wochen später gab sich die Heimatbund-Arbeitsgruppe Mölme, wie sie sich jetzt nannte, eine „Geschäftsordnung“. Man war sich einig, dass die Arbeit und Verantwortung auf möglichst viele Schultern verteilt werden sollte, so dass Arbeitskreise mit thematischen Schwerpunkten gebildet wurden, die bis heute aktiv sind. Mit 29 Gründungsmitgliedern entstand 1995 der Heimatbund Mölme e.V. unter Leitung von Karl Schünemann. Im Jahr 2013 weist der Verein 24 Mitglieder bei 130 Einwohnern im Ort auf.

Die Ziele des Vereins haben sich seit 1883 nicht verändert: „Heimatpflege als Pflege der historischen, kulturellen und ökologischen Werte des Menschen durch die Mitwirkung bei der Festigung und Weiterentwicklung der Dorfgemeinschaft und Mithilfe bei der Lösung von Gegenwarts- und Zukunftsproblemen in Mölme“.
Ob „Seniorenbetreuung“ oder „Jugendpflege“, „Dorf und Umwelt“ - ehemals mit dem Augenmerk auf der Mölmer Erdölförderung von 1934 bis 1958 - oder „Kapelle und Schule“, sie alle tragen ihren Teil zur Gestaltung des Vereinslebens bei. Alljährlich finden vier Seniorennachmittage statt. Nach Bedarf werden Bastelnachmittage für die Kinder angeboten. Darüber hinaus gestaltet der Verein wichtige Pfeiler im Jahresablauf mit der Mölmer Fastnacht, der Feier unter dem Pfingstbaum, dem Hagelfeiertag am 1. Juli und dem Besuch des Weihnachtsmannes bei den Mölmer Kindern. Der Zusammenhalt der Mitglieder wird durch gemeinschaftliche Exkursionen in die Umgebung ebenso gefördert wie durch Veranstaltungen vor Ort. Regelmäßige Kontakte bestehen zum Kreisheimatbund und ebenso beteiligt sich der Verein an den Entdeckertagen der Region.

1992 wurde die seit Schulschließung 1965 von der Gemeinde als Büro genutzte alte Schule ihres offiziellen Dienstes enthoben. Das Engagement der Mölmer Heimatfreunde galt nun dem Anliegen, die alte Schule zur Heimatstube umzugestalten, deren Einweihung im Frühjahr 2002 gefeiert werden konnte. Zum 25-jährigen Jubiläum wurde sie im Jahr 2008 wieder als Schulklasse rekonstruiert und für bzw. mit heutigen Schülern mit Leben erfüllt.

Mölme gilt aufgrund der Erdölförderung zwischen 1927 und 1958 als das Deutsche Dallas. Einiges im Dorf erinnert an diese Zeit. Der Heimatbund Mölme ist bei der Erhaltung und auch Erinnerung an diese Zeit aktiv, z.B. mit einer Ausstellung über die Erdölförderung der 30er Jahre, die während des Entdeckertages 2012 gezeigt wurde. Auch andere Themen wurden durch den Verein präsentiert, so beispielsweise Schule in der einklassigen Dorfschule (2008 zum 25. Jubiläum des Vereins) und Schöne Ansichten: Gemälde Mölmer Motive zum Entdeckertag 2010.

Der Verein bietet auf Anfrage auch Dorfführungen an.

Projekte

  • Archivierung des in der Heimatstube gesammelten Materials aus der Dorfgeschichte
  • Restaurierung des ältesten Hausbalkens der Ortschaft
  • Restaurierung des Harmoniums, das von 1888 bis 1991 in der Kapelle stand und 2011 dem Heimatbund übergeben wurde
  • Historische Dokumentation zu den Mölmer Gebäuden

Verwandte Links

  • Über Sehenswertes in Mölme lesen
  • auf Radio Tonkuhle gesendeten Beitrag über den Heimatbund Mölme e.V. hören

Kontakt

Raum B 100
Bischof-Janssen-Str. 31
31134 Hildesheim
Telefon: 05121 309-6010
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