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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Der Huckup ward an verschiedenen Stellen in Hildesheim gesehen und trieb dort sein Unwesen, so am Tosmarberg (Hildesheimer Wald) oder im Itzumer Wald. Entfernt von menschlichen Ansiedlungen werden Wanderer vom Huckup nicht nur des nachts, sondern auch am helllichten Tag heimgeholt. Wie ein Mehlsack hängt der Huckup plötzlich auf dem Nacken der Menschen und möchte getragen werden; sieht sich der Wanderer um, dreht der Huckup ihm den Hals um.

In der Innenstadt, Schuhstraße/ Ecke Hohe Straße, verhält es sich mit dem Huckup, also einem Aufhocker, etwas anders. Nach einer Skizze von Herrmann Prell von 1905 hat der Bildhauer Roeder aus Dresden ein Huckup-Statue gestaltet, bei dem der Huckup einem Apfeldieb auf der Schulter sitzt. Gebeugt von der schweren Last des Huckups, kullern dem Schurken die Äpfel aus dem Sack und drohen ihn zu entlarven. Der Huckup ist hier das schlechte Gewissen und hält zu gerechter Tat an. So wundert es nicht, dass eine Tafelrunde von Juristen die Statue den Hildesheimer Bürgern stiftete. Der im klassischen Hildesheimer Platt geschriebene Spruch auf dem Sandsteinsockel macht nochmals deutlich, dass in Hildesheim nicht gut Äpfel zu klauen ist:

Junge, lat dei Appels stahn,
Suß packet deck dei Huckup an.
Dei Huckup is en starken Wicht,
Hölt mit dei Stehldeifs bös Gericht.

(Junge, lass die Äpfel stehn, sonst packt dich der Hockauf an. Der Hockauf ist ein starker Wicht, hält mit den Dieben bös Gericht.)

(Text: Myriam Naumann/ © Kulturbüro Landkreis Hildesheim)

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