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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Manch ein Passant eilt geradewegs darüber hinweg, andere bleiben stehen und schauen neugierig auf den Boden: ein schillerndes Blaues Pferd, gesäumt von einem bronzefarbenen Trapez schreitet über den ehemaligen Hildesheimer Pferdemarkt zwischen Scheelen-, Juden- und der Schuhstraße. Der gepflasterte Platz wird von diesem Relief unterbrochen, auf welchem neben dem Blauen Pferd auch allerlei sinnverwandte Worte für den Begriff "Pferd" zu erblicken sind: "Rappe", "Märe", "Roß", "Mustang", "Klepper" und einige mehr. Zudem wird über den historischen Hintergrund des Platzes innerhalb des Trapezes aufgeklärt: "Der Pferdemarkt Hildesheim wird erstmals in einer Urkunde vom 14. Juli 1358 als ,perdemarkede’ erwähnt. Bis etwa 1900 wurde hier mit Pferden gehandelt. Spätestens 1406 ist der Platz ganz oder teilweise gepflastert worden, wie die Kämmerei-Rechnungen des Hildesheimer Rates ausweisen. 1414 und 1425 werden Unratsbeseitigungen ....unde den perdemarkede einigenden.... erwähnt und 1427 errichten Zimmerer einen Verschlag."

Im 20. Jahrhundert gab es dort keine Hinweise mehr auf die Jahrhunderte andauernde Tradition des Hildesheimer Pferdemarktes, seit Januar 2006 wird jedoch offiziell mit diesem Relief daran erinnert; gestaltet hat es der in Dormhagen geborene Künstler Siegfried Neuenhausen aus Bronze, Glasgranulat und Beton. Neuenhausen verweist in seinem Relief anbei auch auf den Maler, Zeichner und Kupferstecher Hans Sebald Beham, der im 16. Jahrhundert in der Werkstatt Albrecht Dürers gearbeitet hat und der Nachwelt ungefähr 270 Kupferstiche und 300 Holzschnitte hinterlassen hat. Neuenhausen kennt diese und lehnt seine "Konstruktion des Pferdekopfes" an Sebalds Hinterlassenschaft an. Die Hildesheimer besitzen nun im Museum zwar kein "Blaues Pferd" von Franz Marc, aber immerhin ein Blaues Pferd von S. Neuhausen auf einem öffentlichen Platz.

(Text: Myriam Naumann/© Kulturbüro Landkreis Hildesheim)

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