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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Die Veröffentlichung zeichnet anschaulich die geschichtliche Entwicklung der Glashütten in Deister-Süntel-Region und deren Bedeutung für den heimischen Raum nach. Im Fokus stehen die Glashütten in Steinkrug, in Klein Süntel sowie die zwei in der Kernstadt Bad Münder. Der Autor Klaus Vohn-Fortagne erläutert die Standortfaktoren, die ausschlaggebend für die Gründung der Glashütten waren. Mit der Erschließung preisgünstiger Rohstoffe wie Sand, Kalk und Flussmittel (Pottasche oder Soda) aus der näheren Umgebung sowie vor allem durch den Einsatz von Kohle bildeten sich wirtschaftliche Zentren in abseitsgelegenen Regionen heraus.


Im Untersuchungsgebiet wurde zum Schmelzen des Glasgemenges seit der Entstehung der Glashütten Kohle genutzt, was seinerzeit als Innovation galt. Bereits um 1620 wurde aller Wahrscheinlichkeit nach erstmalig in Klein Süntel Kohle – zunächst vorübergehend – zur Glasschmelze eingesetzt. Nach bisheriger Quellenlage könnte Kohle bei der Glasherstellung im niedersächsischen Klein Süntel sehr früh – wenn nicht sogar zuerst – verwendet worden sein. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaute der Freiherr Knigge in Steinkrug seine kohlenbasierte Glasfabrik. Bis auf Spiegelglas wurden alle Glassorten hergestellt. Trotz ihrer regionalen Zuschnitte war die wirtschaftliche Bedeutung der Glashütten beachtlich und die Produkte eroberten die Weltmärkte. Eine Folge davon war, dass ein verstärktes Engagement finanzkräftiger Personen einsetzte, die natürlich auf profitable Gewinne hofften. Dadurch bildete sich ein neuer kapitalorientierter Unternehmertyp heraus. Ein Vertreter war J. E. Hentig, der 1815 die Glashütte in Klein Süntel wieder in Betrieb nahm.


Die Glasfabriken werden einzeln mit ihren Besonderheiten vorgestellt. Nach gründlichen Recherchen liegt nun eine umfassende Darstellung der Glashütten in der Deister-Süntel-Region vor, die auf konkret belegten Fakten basiert. Durch die aufwendige grafische Gestaltung wird die Geschichte augenscheinlich und lebendig.

 

Die Veröffentlichung ist nicht nur für Glasinteressierte eine Empfehlung, sondern für alle, die sich für die Geschichte der Deister-Süntel-Region interessieren.

Das Buch umfasst 200 Seiten mit 190 Abbildungen und erscheint im März 2016. Bestellungen nehmen entgegen:
Hermann Wessling Tel.: 0 50 42/ 92 94 16 E-Mail: hermann.wessling@t-online.de oder
Klaus Vohn-Fortagne Tel.: 0 51 09/ 42 18 E-Mail: vohn-fortagne@t-online.de

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