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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Die im 12. Jahrhundert errichtete romanisch-gotische Klosteranlage Derneburg erlebte eine wechselvolle Geschichte. Sie beginnt mit einem Mord, den der Graf Hermann von Winzenburg an seinem Lehnsmann Burchard von Loccum begangen hat. Aus Sühne für diese Tat übertrug er 1143 seinen Hof in Derneburg dem Bischof Bernward von Hildesheim mit dem Wunsch, "dass an diesem Orte für das Gedeihen der heiligen Religion vom Bischöfe Maßregeln genommen und befestigt würden". So wurde der Besitz bis 1443 von dem Konvent der Augustiner-Nonnen genutzt und danach von dem Reformorden der Zisterzienserinnen. In den folgenden Jahrhunderten machten dem Kloster Derneburg weltliche und religiöse Kriege sowie weitere Besitzwechsel schwer zu schaffen.

Als Derneburg nach dem Wiener Kongress 1814 an das welfische Königreich fiel, fand der neue Besitzer, Graf zu Münster, das ehemalige Kloster in einem völlig verwahrlosten Zustand vor. Da ihm der Sinn nach einem romantischen Schloss stand, ließ er 1846 das Kloster von dem Architekten Laves zu einem Schloss im englisch-gotischen Stil umbauen.

Seit 1974 war das Schloss im Besitz des bekannten deutschen Künstlers Georg Baselitz, der hier seinen Wohnsitz hatte und im Schlosspark außerdem ein großes Atelier errichten ließ.

Im Jahre 2006 wurde der amerikanischen Kunstsammler Andrew Hall neuer Besitzer, der auch Gutsschänke, Fischerhäuser und Domäne erwarb. In seinem Auftrag wurden Schloss und Domäne grundlegend saniert und restauriert.

Seit 2017 ist das Schloss als Kunsthalle wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Ausschließlich im Rahmen von Gruppenführungen sind Exponate und Kunstwerke aus der Sammlung von Christine und Andrew Hall, aus der Hall Art Foundation und aus den Galerien im Schloss und anderen Gebäuden zu einem Ausstellungsprogramm zusammengefügt worden. Zu diesem gehört die umfangreiche Kunstsammlung von Georg Baselitz sowie zahlreiche Werke der Nachkriegszeit und zeitgenössischer Kunst.

Für den Besuch der Ausstellung ist eine rechtzeitige Ticketreservierung notwendig. Führungen durch die Ausstellung werden derzeit nicht angeboten.

Nähere Informationen zur Sammlung, zur aktuellen Ausstellung und zur Reservierung von Tickets sind hier zu finden.

Impressum

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Bischof-Janssen-Str. 31
31134 Hildesheim
Telefon: 0 51 21/ 309 6010
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