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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Im Jahr 1146 erstmals erwähnt, geht das Gut Walshausen mit Hofbereich und weitläufigem Landschaftspark in seiner heutigen Gestalt im Wesentlichen auf die Neuplanung und Umgestaltung durch den hannoverschen Hofbaumeister G.L.F. Laves 1829ff zurück. Es entstand ein wohlgeordnetes Gebäudeensemble, das sich mit dem zeitgleich angelegten Park zu einer kunstvoll inszenierten Gesamtschöpfung der Bau- und Landschaftsgestaltung vereinte.

Mangelhafte Pflege und unterlassene Instandhaltung durch fehlende Nutzung hatten die Gutsanlage in den Nachkriegsjahrzehnten in einen bedenklichen Zustand gebracht. Seit Mitte der neunziger Jahre ist durch ein gezieltes Nutzungskonzept dem Verfall Einhalt geboten und die schrittweise Sanierung der Gebäude- und Parkarchitektur gesichert worden. Nach den Sanierungsmaßnahmen der Jahre 1998 und 2002 ist der Park wieder in seiner Gesamtgestaltung erlebbar, d.h. die Idee der Anlage vom Zusammenspiel der Architektur mit der Natur, die scheinbar zufälligen Wechselbeziehungen und Blickverbindungen untereinander und die Darstellung verschiedener Landschaftsbereiche auf kleinem Raum sind wieder erfahrbar.

Das Besondere am Park Walshausen sind die alten Baumbestände: Mächtige Hainbuchen, Rosskastanien, Eichen und Linden haben hier seit vielen Jahrzehnten ihre Wurzeln geschlagen. Zwei Teiche sorgen für eine idyllische Atmosphäre. Angelegt wurde der knapp 8ha große Park im 19. Jahrhundert nach englischem Vorbild.

Im Gegensatz zu den damals bislang vollständig in Fachwerk erstellten Bauten und Umbauten des Gutes, zeichnet sich das 1861 entstandene Glashaus besonders durch die moderne, völlig andersartige und großzügige Konstruktion in Gusseisen, Glas und Ziegel aus. Die auf eine extensive Nutzung ausgelegten Sanierungs- und Umbaumaßnahmen blieben bewusst zurückhaltend, um geringst möglich in die bestehende Substanz einzugreifen und die Raumwirkung sowohl im Inneren als auch nach Außen zu erhalten.

Der Gebäudeflügel des wahrscheinlich um 1790 entstandenen Kornhauses schließt im Nordwesten den Hof der klassizistischen Gutsanlage zur Straße hin ab. Als Kornspeicher wurde der Fachwerkbau mit den typischen, relativ geringen Geschosshöhen und großen Lagerböden und breiten Schleppgauben in zwei Lagen übereinander erbaut. Unverzichtbar für die Architektur der Gesamtanlage ist der Gebäudeflügel als Eröffnungsbau und Abschluss für den Hofraum in der Nähe der Toröffnung. Mit den vor kurzem abgeschlossenen Maßnahmen konnte das Kornhaus in der bestehenden Substanz gesichert und für die spätere Nutzung bestmöglich erhalten und vorbereitet werden.

Besonders sehenswert ist die Laves-Architektur der Villa Walshausen, die allerdings nicht zugänglich ist, da sie sich in Privatbesitz befindet.

Öffnungszeiten des Parks

  • Mai bis Oktober freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr.
  • Gruppen werden gebeten, sich anzumelden

Impressum

Raum B 100
Bischof-Janssen-Str. 31
31134 Hildesheim
Telefon: 0 51 21/ 309 6010
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