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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Auch heute noch berufen sich Lehrer der Biologie des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum in Hildesheim auf Professor Johannes Leunis, der im Jahr 1824 seinen „Naturgeschichtlichen Unterricht“ an diesem Ort zu lehren begann. Erwähnenswert ist daran, dass dieses neue Schulfach erst sechs Jahre später, also 1830 an den allgemeinbildenden Schulen im Königreich Hannover offiziell eingeführt wurde. Grundsätzlich kann mit diesen Unterrichtseinheiten Leunis’ die Geburtsstunde des Unterrichtsfaches „Biologie“ bestimmt werden.

Leunis selbst schreibt damals in seinem Analytischen Leitfaden für den ersten wissenschaftlichen Unterricht in der Naturgeschichte: „In neuester Zeit scheint man die Wichtigkeit des naturhistorischen Unterrichts als ein Mittel zur Bildung des Verstandes und der Veredelung des Herzens, zur Förderung wissenschaftlicher Kenntnisse so wie zur Erstarkung religiöser Überzeugungen immer mehr zu fühlen und immer deutlicher einzusetzen, daß nebst Religionskenntniß die Kenntnis der Natur für jeden Menschen eines der dringendsten Bedürfnisse ist.“

Die Kenntnisse der Naturgeschichte und die Religion bestimmen das Menschenbild Leunis’, der neben seiner Tätigkeiten am Josephinum auch Geistlicher war. Er selbst begann als 13-jähriger Schüler am hiesigen Josephinum zur Schule zu gehen, wo er auch ab 1822 seine theologische Ausbildung erhält und als Klassenlehrer tätig wird. Vier Jahre später wird er als Priester in Paderborn geweiht, knapp zwei Jahrzehnte danach wird er Domvikar in Hildesheim. Zugleich ist er immer Lehrer am Josephinum für Geschichte, Naturgeschichte und Geographie und verfasst zur Naturgeschichte zahlreiche Bücher.

Im Hintergrund umgeben von Heckenrosen, später im Jahr von Hagebutten, erinnert eine Büste an den am 2. Juni 1802 in Mahlerten geborenen und am 30. April 1873 in Hildesheim verstorbenen Johannes Leunis. Im Innenhof des Gymnasiums Josephinum läd die Marmorstele, versehen mit den schlichten Lettern LEUNIS und der Büste Leunis’ zur Betrachtung und Erinnerung an den Lehrer, Geistlichen und Naturforscher ein. Gertrud Küsthardt-Langenhan hat diese Büste geschaffen, welche 1960 zum Josephinerfest enthüllt wurde. Damals jedoch stand die Büste noch auf dem Kleinen Domhof, welcher 1970 umgestaltet wurde,  im Zuge dessen erhielt die Leunis-Büste ihren jetzigen Ort .

Text: Myriam Naumann / © Kulturbüro Landkreis Hildesheim

Mehr zu Johannes Leunis

  • Johannes Leunis stammt aus Mahlerten bei Hildesheim. Mehr über ihn lesen Sie hier.

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