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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Südlich von Hildesheim, im Tal der Nette, liegt das Gut Henneckenrode. Das Gesamtensemble umfasst das Schloss von 1579 - von Heinrich Saldern erbaut - das Gut mit Kirche und Nebengebäuden, Wiesen- und Gartenanlagen und aufgestautem Fischteich. Das im Stil der Weserrenaissance errichtete Schloss wurde 1850 vollendet. Besonders sehenswert sind die Kirche St. Joseph mit spätgotischem dreiteiligen Flügelaltar und der neu entstandene Renaissancegarten.

Seit 1836 werden Schloss und Gartenanlagen nach dem Willen des ehemaligen Eigentümers Friedrich Blum als Waisenhaus bzw. Jugendhilfeeinrichtung genutzt. Etwa 45 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können in Henneckenrode leben oder außerhalb betreut werden. Das Haus wird nach christlichen Grundsätzen lebensweltorientiert geführt. Dabei sind der Bezug zur Umwelt und die Nutzung des Freigeländes mit dem Garten ein wichtiger Aspekt.

In den vergangenen Jahrzehnten erfolgte die Gestaltung und Pflege der Gartenanlagen nicht unter gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunkten. Es wurde eine Minigolfanlage im Parterre vorgefunden, viele Gartenbereiche waren stark verwildert und die zum Konzept gehörende Teichanlage war durch stark aufgewachsene Gehölze vom Garten aus unkenntlich.

Im Auftrag des Bischöflichen Generalvikariats sollten die Grundstrukturen des Gartens mit einem begrenzten Mitteleinsatz erhalten bzw. sichtbar gemacht werden. Der südwestliche Teil mit dem überkommenen geometrischen Parterre erhält Priorität unter gartendenkmalpflegerischen Aspekten. Die Planung sieht einen schlichten Gartenraum vor, in dem das ehemalige Wegekreuz und eine Sichtverbindung zum Teich wiederhergestellt werden. Die südlichen Parterreflächen werden weiterhin als Gartenland bewirtschaftet, die nördlichen Flächen bleiben als schlichte Rasenfläche erhalten.

Nach umfangerichen Restaurierungsarbeiten konnte sich der Renaissancegarten des Henneckenroder Schlosses im Jahre 2003 wieder als gartengeschichtliche Schmuckstück präsentieren. Der nahezu quadratische Garten liegt zwischen der Rückseite des Schlosses und einem Teich, der durch den kleinen Fluss Nette gespeist und durch ein Wehr gestaut wird.

Im Laufe einiger Monate wurde nicht historischer Baumbestand gefällt, zahlreiche Ziersträucher gerodet und das ursprüngliche, gekreuzte Wegesystems nach den Plänen von Anton Adolph Doumergue aus dem Jahre 1788 wiederhergestellt. Die Obstbaumreihen entlang der Hauptwege wurden durch neue Exemplare ergänzt, der Garten mit Hainbuchenhecken eingefasst und Schlossgartenmauer und Sandsteintreppe instandgesetzt. Eine Marienstatue aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert hat im Garten ihren Platz gefunden.

Im Rahmen weiterer Arbeiten wurde in den Jahren 2012/13 auch der fast vollständig verlandete Teich hinter dem Schloss ausgebaggert und unter Berücksichtigung des Natur- und Denkmalschutzes in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Nun verfügt der Teich mit seiner kleinen Insel wieder über Fischbestände. Schwäne, die Wappentiere Henneckenrodes, sowie andere Wasservögel haben hier eine neue Heimat. Mit seiner glitzernden Wasserfläche erfüllt er außerdem wieder seine Funktion als Spiegelteich, in dem sich Schloss und Natur gleichermaßen abbilden.

Garten und Teich entsprechen somit wieder weitgehend dem Zustand der Anlage des 18. Jahrhunderts.

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