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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Ein Soldat beugt auf dem Kriegerdenkmalspostament sein Knie, beugt und betet. Er trägt Kampfanzug und Sturmgepäck, seine gefalteten Hände umfassen das vor ihm stehende Gewehr. Das Denkmal an der Itzumer Hauptstraße links vor der St.-Georg-Kirche ist in Form eines Trapezes angelegt.

Wie ein Triptychon sind darauf zwei Stelen und ein Pfeiler angeordnet. Unter dem Kapitell wurden die Jahreszahlen „1914 = 1918“ erhaben herausgearbeitet. Darunter ist ein Kranz aus Eichenlaub dargestellt. Er hängt über der erhabenen Inschrift „Unseren im Weltkriege gebliebenen Toten gewidmet. Gemeinde Itzum. R. I. P.“. Die Namen der Toten sind in Majuskeln in den Stein eingemeißelt.

Dieser Teil des Denkmals stammt aus dem Jahr 1923. Damals hatte die Gemeinde Itzum es in Auftrag gegeben, Entwurf und Ausführung übernahm der Hildesheimer Steinmetzmeister Wilhelm Dräger.

Im Jahr 1958 wurde das Denkmal erweitert. Vor dem vorhandenen Ehrenmal wurde eine schräg abfallende Gedenkplatte für alle Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs angebracht. Links und rechts vor dem Denkmal befinden sich seitdem zwei Steinhocker mit den Jahreszahlen 1939 und 1945.

Im Dezember 2004 schließlich wurden beidseitig zwei Stelen aus hellem Granit und geschliffener Oberfläche ergänzt. Die linke listet die Namen und Todestage der Gefallenen auf, denen Georg Reichel, 8.4.1949, hinzugefügt wurde. Die rechte enthält die Namen und Todesjahre der Vermissten und darunter eine kleine Metalltafel mit der Gravur „Den Opfern von Unrecht / Krieg und Gewalt // 2004“.

Jedes Jahr am Volkstrauertag wird am Denkmal auf Einladung des Ortsrats eine Gedenkstunde durchgeführt, bei der der Ortsbürgermeister spricht und einen Kranz niederlegt. Die Feuerwehr pflegt die Gedächtnisstätte. Der erste Vorsitzende der 1902 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr, Josef Haarstrick, kam 1916 im Ersten Weltkrieg ums Leben. Auch seinen Namen bewahrt das Denkmal vor dem Vergessen.

Quelle: Hartmut Häger, Kriegstotengedenken in Hildesheim. Geschichte, Funktionen und Formen. Mit einem Katalog der Denkmäler für Kriegstote des 19. und 20. Jahrhunderts. Hildesheim 2006

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