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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Der Hildesheimer Mariendom, eine der ältesten Bischofskirchen in Deutschland, ist eine dreischiffige aus Werk- und Bruchsteinen erbaute Basilika. An die Hauptapsis schließt sich der Kreuzgang an, eine doppelgeschossige Dreiflügelanlage, deren Innenhof seit Jahrhunderten als Begräbnisstätte des Domkapitels dient. Hier befindet sich auch der sagenumwobene 1000-jährige Rosenstock, der einer alten Überlieferung folgend eng mit der Entstehung des Bistums und der Stadt verbunden ist.

Die Überlieferung besagt, dass Ludwig der Fromme auf der Jagd an der Stelle des heutigen Doms eine heilige Messe abgehalten hat. Der kaiserliche Hofkaplan vergaß ein Marienreliquiar in einem Baum und als es kurze Zeit später wieder gefunden wurde, konnte es nicht mehr aus den Zweigen des Baumes gelöst werden, in dem es hing. Der Kaiser sah dies als göttliches Zeichen und beschloss an der Stelle eine Kirche zu errrichten. Die 1985 erfolgte Erhebung in den Rang eines Weltkulturerbes würdigt vor allem das reiche mittelalterliche Inventar, das in seiner erstaunlichen Vielfalt den unmittelbarsten Zugang zum Verständnis der Einrichtung romanischer Kirchen vermittelt.

Dazu zählen die monumentalsten Bronzegüsse des frühen Mittelalters: Die Christussäule und die Bernwardstür. Diese stellt Szenen aus dem Alten und Neuen Testament dar. Die im Jahr 1015 geschaffenen Türflügel bestehen aus 16 Bildfeldern, die jeweils fast fünf Meter hoch und über einen Meter breit sind. Sie wurden aus einem Stück gegossen - eine für die damalige Zeit bahnbrechende Leistung und technische Neuerung.

Der zweite monumentale Bronzeguss, der in seiner Entstehung um 1020 datiert wird, ist die Christussäule. Bis ins 19. Jahrhundert stand die Säule in der Michaeliskirche, bevor sie in den Dom überführt wurde. Die Säule zeigt auf ihrem spiralförmig aufsteigenden Reliefband vierundzwanzig Szenen aus dem Leben Jesu. Die Bilderzählung beginnt mit der Taufe Jesu im Jordan und endet mit dem triumphalen Einzug des Messias in Jerusalem. (Während der Zeit der Restaurierung des Doms steht die Säule wieder in der Michaeliskirche.)

Zum Schluss sei noch ein Abstecher ins Dom-Museum empfohlen. Es bewahrt mit dem Domschatz eine der bedeutendsten Sammlungen sakraler Kunst.

Als herausragende Beispiele romanischer Baukunst wurde 1985 der Dom zu Hildesheim zusammen mit St. Michael von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen. Die Stadtführergilde Hildesheim bietet für interessierte Besucher eindrucksvolle und ausgefallene Führungen zu den UNESCO-Welterbestätten an. Auskünfte erteilt die tourist information Hildesheim.

Öffnungszeiten Dom

Mariendom und Domfoyer sind täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, Besuche im Dom und Besichtigungen des Rosenstocks sind in dieser Zeit möglich. Das Domfoyer bleibt am 24.12. und 31.12. geschlossen.

Impressum

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Bischof-Janssen-Str. 31
31134 Hildesheim
Telefon: 0 51 21/ 309 6010
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