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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Die St.-Andreas-Kantorei Hildesheim wurde 1955 von Kantor Reinhold Brunnert gegründet. Bereits ein Jahr später gelang ihr mit der Aufführung von Händels „Messias“ eine nachhaltig beeindruckende Konzertleistung. Mit der Übernahme des Kantorats durch Bernhard Römer begann 1989 ein neuer Abschnitt in der Kantoreigeschichte. Kontinuierlich formte er den heute etwa 65 Personen umfassenden Chor weiter zu einem allgemein anerkannten Vokalensemble von beachtlicher musikalischer Qualität. Die Kantorei sah und sieht ihre Hauptaufgabe in der musikalischen Verkündigung innerhalb des Gottesdienstes. Mit der beständigen Erarbeitung großer Oratorienwerke sowie der anspruchsvollen A-cappella-Literatur aller Stilepochen stellt sie die hohe Leistungsfähigkeit regelmäßig in geistlichen Konzerten unter Beweis. Unter den Kulturträgern Hildesheims nimmt sie eine achtbare Stellung ein.

Zu den bis heute erarbeiteten und teilweise mehrfach aufgeführten Werken gehören u.a. die „Marienvesper“ von Monteverdi, die „Weihnachtshistorie“ von Schütz, die Passionen, das „Weihnachtsoratorium“ und die „h-Moll-Messe“ von Bach, die Oratorien „Josua“ und „Saul“ von Händel, das „Requiem“ und die „Große Messe c-Moll“ von Mozart, die Oratorien „Paulus“ und „Elias“ sowie der „Lobgesang“ von Mendelssohn, das „Requiem“ von Brahms, die „Messe f-Moll“ von Bruckner und die „Chichester Psalms“ von Bernstein. Mit dem „War Requiem“ von Benjamin Britten in einer Gemeinschaftsaufführung mit der Göttinger Stadtkantorei am 22. März 1995 zum Gedenken an die Zerstörung Hildesheims, der choreografierten „Johannes Passion“ von Bach mit dem Ballett des Staatstheaters Braunschweig als Expo-Projekt 2000 und der szenischen Uraufführung des Weihnachtsoratoriums „El Pessebre“ von Pablo Casals in Gemeinschaft mit dem Stadttheater Hildesheim unter der Regie von Pierre Léon im Jahre 2003 hat die Kantorei in herausragender Weise die Musiklandschaft in Hildesheim und darüber hinaus geprägt. Als tragende musikalische Säule war die St.-Andreas-Kantorei auch an der im zweijährigen Turnus stattfindenden und viele Spielstätten der Stadt umfassenden „Romantischen Nacht” auch mit musikalischen Neuentdeckungen beteiligt.

Mehrmals hat der Chor in Produktionen für den NDR mitgewirkt und in CD-Einspielungen sein breites Leistungsspektrum dokumentiert. Im Rahmen der Städtepartnerschaft war es die St.-Andreas-Kantorei, die erstmals 1967 eine Konzertreise nach Südwest-Frankreich und in die Partnerstadt Angoulême unternahm. Mehrere Reisen dorthin, zuletzt mit der „Matthäus-Passion“ von Bach, folgten. Mit der Konzertreise nach St. Petersburg im Jahre 1997 setzte der Chor ein weiteres Zeichen freundschaftlich-musikalischer Gemeinschaft über Ländergrenzen hinaus. Zuletzt unternahm der Chor eine Reise nach Flandern mit Regers „100. Psalm” und Konzerten in der Kathedrale von Brügge und in Kortrjik.

Die Stimmbildung der St.-Andreas-Kantorei, die parallel zu den Chorproben in kleinen Gruppen stattfindet, liegt in den Händen von Andrea Schäl.

Gerne nimmt die St.-Andreas-Kantorei neue Mitglieder auf, vorzugsweise in der Altersgruppe von zwanzig bis Mitte vierzig. Die Voraussetzungen sind entsprechende Chorerfahrung, die Bereitschaft und die Fähigkeit auch große Werke in verhältnismäßig kurzer Zeit zu erarbeiten und Freude daran, an einem besonderen Ort der Kirchenmusik diese zusammen mit hervorragenden Solisten und Instrumentalisten aufzuführen.

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