Sehenswert
Aussichtspunkte
Barbecker Berg
Zu finden: südlich von Söhlde, Aufstieg über „Hinterm Knick“
Vom Barbecker Berg hat man einen weiten Blick über die Umgebung von Söhlde. Der Aufstieg beginnt an der Martin-Luther-Kirche in Söhlde: Von der Wolfenbütteler Straße führt der Weg über „Hinterm Knick“ vorbei an Sportanlagen, Hallenbad und Oberschule hinauf. Oben angekommen, öffnet sich zwischen den Kreidewerken Dammann und Loges ein weiter Blick bis nach Bad Salzdetfurth.
Ein Stück weiter entlang der Landstraße 475 bietet sich rechter Hand ein imposanter Ausblick auf die Steinbrüche der Kreidewerke. Auf der gegenüberliegenden Seite reicht die Sicht bis Woltwiesche und Lengede.
Am höchsten Punkt des Berges führt ein Feldweg in ein kleines Wäldchen, wo der Gedenkstein der alten Bockmühle an die 1970 abgebrannte Kreidemühle erinnert – einst das Wahrzeichen von Söhlde.
Monumente
Denkmäler am Friedhof der Martin-Luther-Kirche
Zu finden. Martin-Luther-Straße 1
Direkt an der Martin-Luther-Kirche in Söhlde befindet sich der historische Friedhof mit mehreren Gedenksteinen. Ein Ehrenmal erinnert an die Gefallenen des Krieges von 1870/71, zwei weitere an die Bombenopfer der beiden Weltkriege. An die Völkerschlacht bei Leipzig 1813 mahnt ein Findling, der auf einem Sockel aus Feldsteinen ruht. Die Denkmäler sind eingebettet in eine Umgebung mit zahlreichen Grabmalen des 19. Jahrhunderts und altem, schattenspendenden Baumbestand.
Gedenkstein zur Erinnerung an die “Alte Bockmühle”
Zu finden: Lesser Straße, ca. 200 m nach dem Ortsschild rechts abbiegen
Am Waldrand oberhalb von Söhlde erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ehemalige Kreidebockmühle, die bis zu ihrem Brand im Jahr 1970 als Wahrzeichen des Ortes galt. Die Mühle war Teil der bedeutenden Söhlder Kreideindustrie und prägte lange Zeit das Landschaftsbild. Heute markiert der Gedenkstein an der Stelle am Hang die Erinnerung an dieses wichtige Stück Ortsgeschichte.
Historische Baulichkeiten
Ev.-luth. Martin-Luther-Kirche
Zu finden: Martin-Luther-Straße 1
Die Kirche in Söhlde zählt zu den ältesten Bauwerken des Dorfes. Ihr Ursprung liegt im 14. Jahrhundert, als erstmals ein Pfarrer erwähnt wurde, der vermutlich vom Hildesheimer Domkapitel eingesetzt wurde. Der erste Bau war noch bescheiden, wurde aber 1428 umgestaltet. 1553 fiel Söhlde einem Brand durch feindliche Truppen zum Opfer, bei dem auch das Kircheninnere völlig zerstört wurde. Im Dreißigjährigen Krieg blieb sie hingegen weitgehend verschont. 1730 entstand ein neuer Glockenstuhl, 1743 wurde die Kirche umfassend renoviert. Um 1820 war besonders der Kirchturm stark baufällig und drohte einzustürzen. Deshalb wurde er 1837 abgetragen und 1840 aus Hoheneggelsener Bruchsteinen neu errichtet – bis heute ein markantes Wahrzeichen Söhldes. Während der Bauarbeiten fanden die Gottesdienste im heutigen „Buddes Hof“ statt. Mit dem starken Bevölkerungswachstum im 19. Jahrhundert erhielt die Kirche zudem ein neues Längsschiff, um den rund 1.000 Einwohnern Platz zu bieten.
Mit der Reformation wurde die Kirche evangelisch. Besonders sehenswert ist der neugotische Retabelaltar mit Kruzifix und den Figuren von Maria, Johannes dem Evangelisten, Petrus und Paulus. Über dem Taufbecken hängt ein prächtiger Kronleuchter, gestiftet von Heinrich Dammann nach seiner Genesung von einem schweren Unfall. Links vom Altar steht ein Taufengel mit Schale, darunter eine wertvolle Lutherbibel von 1660, die vom Ehepaar Dammann gestiftet wurde. Den Chorraum zieren farbige Glasfenster mit biblischen Szenen, während große Rundbogenfenster im Langhaus für Helligkeit sorgen. Eine historische Orgel, im 19. Jahrhundert erneuert, begleitet bis heute Gottesdienste und Konzerte. Ein Taufstein aus dem 17. Jahrhundert erinnert an frühere Generationen. Bedeutende Kunstschätze besaß die Kirche nicht, außer einem Abendmahlsgerät und Kerzenleuchtern von 1666.
Seit dem Lutherjahr 1983 trägt sie den Namen Martin-Luther-Kirche. Damals wurde sie im Osten erweitert, und neben einer bereits 1883 gepflanzten Luthereiche auf dem Friedhof kam eine zweite hinzu. Teile der neoromanischen Ausstattung sind bis heute erhalten.
So vereint die Martin-Luther-Kirche in Söhlde Spuren aus vielen Jahrhunderten, von den mittelalterlichen Ursprüngen bis zur Neuzeit. Sie ist damit nicht nur das geistliche Zentrum, sondern auch ein wichtiges Kulturerbe und ein prägendes Wahrzeichen des Ortes.
Alter Friedhof der Martin-Luther-Kirche
Zu finden. Martin-Luther-Straße 1
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© Gudrun Kmoch
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© Gudrun Kmoch
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© Gudrun Kmoch
Direkt an der Martin-Luther-Kirche in Söhlde befindet sich der historische Friedhof mit mehreren Gedenksteinen. Ein Ehrenmal erinnert an die Gefallenen des Krieges von 1870/71, zwei weitere an die Bombenopfer der beiden Weltkriege. An die Völkerschlacht bei Leipzig 1813 mahnt ein Findling, der auf einem Sockel aus Feldsteinen ruht. Die Denkmäler sind eingebettet in eine Umgebung mit zahlreichen Grabmalen des 19. Jahrhunderts und altem, schattenspendenden Baumbestand.
Neuer ev.-luth. Friedhof und Friedhofskapelle
Zu finden: Am Steinbrücker Weg
Zwischen Söhlde und Steinbrück befindet sich am Steinbrücker Weg seit 1930 der „Neue Friedhof“ mit alten Familiengräbern, aber auch Rasengräbern mit Namensplatten. 1953 wurde hier eine Kapelle errichtet mit einem Altar und einem Kreuz aus Söhlder Kreidestein. Hinter der Kapelle findet man auch die Denkmäler und Grabsteine der Opfer eines Bombenangriffs auf Söhlde in der Nacht vom 12./13. August 1944.