Inhalt

Sehenswert


Aussichtspunkte

Rönsitten

Zu finden: Diekholzener Straße (K302) Richtung Diekholzen, zweite Straße links abbiegen und dann ungefähr 800 Meter geradeaus.

Man sieht eine Baumgruppe und davor ein Hinweisschild für die Rönsitten. Viele Sagen und Geschichten ranken sich um diese Teiche am Fuße des Tosmarbergs und man hat eine wunderbare Sicht auf Söhre. Gleich daneben steht eine Stele, die den geographischen Mittelpunkt der Gemeinde Diekholzen markiert. Sie besteht aus Egenstedter Eiche, wurde 2003 vom CDU-Gemeindeverband gestiftet und von dem Egenstedter Holzkünstler Robert Stigge in liebevoller Handarbeit gefertigt.

Mühlenberg

Zu finden: Zwischen Söhre und Barienrode.

An der Hauptstraße Richtung Diekholzen rechts in den Mühlenberg einbiegen. Dort kann man parken und dann auf den Mühlenberg spazieren, um hier die Aussicht in die Umgebung zu genießen.

Röderhof

Zu finden: Von Söhre aus mit dem Auto erreichbar auf der B243 Richtung Bad Salzdetfurth. Hinter Egenstedt rechts abbiegen (ausgeschildert) und der Straße bis zur „Heimstatt Röderhof“ folgen. Dort, auf der Anhöhe, gibt es eine Bank am Wäldchen mit Blick auf Söhre. Wenn man dem Weg folgt, kommt man nach einem kleinen Spazierweg mit toller Aussicht zum Söhrer Forsthaus.

Tosmarberg

Zu finden: siehe „Rad- und Wanderwege“.

Eine weite Aussicht über die ganze Umgebung hat man vom 320 Meter hohen Tosmarberg.


Monumente

Kleine Wegekapelle

Am Hang des Mühlenberges oberhalb des Dorfes findet man die kleine Wegekapelle als freistehendes Bauwerk. Sie wurde 1937 zu Mariä Himmelfahrt geweiht und dort gedenkt man der Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Auf Gedenktafeln findet man die Namen der Gefallenen. Heute befindet sich in der Kapelle die Kopie einer Skulpturengruppe, die Maria und Johannes unter dem Kreuz darstellt.

Ein paar Stufen unterhalb der Kapelle führt der Weg nach Söhre zur Straße Himmelreich zurück in den Ort. 

Der Prellstein

Zu finden: Hauptstraße/Abzweig hinter dem Dorfe

Bei Kanalarbeiten wurde in Söhre ein sehr harter Stein mit einem lackartigen Überzug gefunden, der von Geologen als „Wüstenlack“ bezeichnet wird. Ein Beweis, dass hier vor Jahrtausenden ein subtropisches Wüstenklima herrschte. Er ist in den Zeitraum der Eiszeit einzuordnen, in der es auch Wärmeperioden gab, und dient heute als Haus- und Straßenschutzecke auf dem Fußweg an der Hauptstraße.

Der Bauerstein

Zu finden: Hauptstraße/Diekholzener Straße, in der Nähe der Kirche beim Bauernhof Flögel

Am Bauerstein fanden früher die Dorfversammlungen statt, und der Bauermeister – heute Bürgermeister – stellte sich auf diesen Stein, damit ihn jeder gut sehen und hören konnte. Es ist anzunehmen, dass sich hier die Dorfjugend traf und auch Dorffeste gefeiert wurden, bevor es ein Gasthaus in Söhre gab. Eine alte Sage erzählt von einem Riesen, der einst nach Söhre kam.  Nach einem langen Marsch drückte ihn sein Schuh so sehr, dass er ihn auszog und ein Sandkorn herausfiel. So entstand der Bauerstein.

Findling (nicht historisch)

Zu finden: Kreuzung Hauptstraße und „An der Beuster/Mühlenberg“

Dieser Stein mit der Inschrift „975 Jahre Söhre“ wurde zur Jubiläumsfeier 1997 im Dorf aufgestellt.

Wegekreuze

Zu finden:

  • Diekholzener Straße/Ortsausgang – erstes und ältestes Wegekreuz von 1843 
  • Diekholzener Straße/Rottenweg (= Feldweg rechts nach ca. 500 m) – zweites Wegekreuz
  • Bei der Kapelle auf dem Mühlenberg, Kreuz von 1874
  • Auf dem Friedhof in Söhre (geht von der Hauptstraße ab) Kreuz von 1884
  • Am Berg 11, mitten im Dorf, Kreuz aus Holz – Beschriftung nicht mehr zu lesen
  • Forststraße 13, gegenüber vom Söhrer Forsthaus, Kreuz-Beschriftung nicht mehr zu lesen

Charakteristisch für Söhre sind die zahlreichen historischen Wegekreuze. Es sind Zeichen der Religiosität des Dorfes und Orte der Andacht und Dankbarkeit. In früheren Zeiten, als die Ernten noch von existentieller Bedeutung waren, wurde hier bei Prozessionen der Segen für die Felder erbeten. 



Historische Baulichkeiten

Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Zu finden: Kirchweg 4

Die Grundlagen der Söhrer Kirche entstanden im 14. Jahrhundert, aber von der mittelalterlichen Kirche, die sicherlich kleiner war, ist nur noch der große Turm erhalten, der auch jetzt noch das Ortsbild prägt. Sein Mauerwerk und die Fenster sind ganz der Romantik verpflichtet. Über dem Glockenstuhl befand sich eine Wachstube, von der aus man sehr gut den Hildesheimer Wald beobachten konnte. Während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) diente der Turm unter Reitergeneral Pappenheim als Wehr-und Beobachtungsturm. Vor drohender Gefahr konnte so schnell gewarnt werden.

Die mittelalterliche Kirche wurde baufällig und war auch für die wachsende Söhrer Gemeinde zu klein geworden. 1877 wurde daher ein neues Kirchenschiff gebaut und mit kunstvoller Malerei im romanischen Stil versehen – sowohl an der Decke als auch im Chorraum. Ein fast sechs Meter hoher Hochaltar mit reichen Verzierungen rundete das Bild ab.Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte ein Abbau dieser wertvollen Kunstwerke, so dass von dieser historischen Ausstattung nur noch Fragmente erhalten sind.

Vier Reliefs des neuromanischen Hochaltars mit Szenen aus dem Alten Testament wurden an der Südwand der Kirche angebracht. Die Figuren der Muttergottes und des Hl. Josef von den Seitenaltären sind ebenfalls noch erhalten.

Das ehemalige Taufbecken wird heute als Weihwasserbecken benutzt und auch die Orgel der Firma Schaper aus Hildesheim kommt bei den Gottesdiensten zum Einsatz. An der Westwand der Kirche, bei der Orgelempore, stehen zwei große Figuren – Maria und Apostel Johannes – aus dem 19. Jahrhundert. Vermutlich gehörten sie zu einer großen Kreuzigungsgruppe, deren Herkunft nicht geklärt ist.

Besonders hervorzuheben ist eine Pietà aus dem 18. Jahrhundert, die in den 1930er Jahren in die Kapelle auf dem Mühlenberg gebracht wurde, wo sie bis in die 1980er Jahre stand. Heute befindet sich in der kleinen Wegekapelle zwischen Söhre und Barienrode die Kopie einer Skulpturengruppe, die Maria und Johannes unter dem Kreuz darstellt.

In den 1970er Jahren wurde die Kirche umfassend renoviert und bekam eine einfache und schlichte Innenausstattung: einen neuen Altar, Ambo, Tabernakel und Taufstein. Auch die Verglasung einschließlich des Fensters im neuen Vorraum des Beichtzimmers wurde erneuert und stellt die Heimsuchung dar. Während dieser Umbauarbeiten fanden die Gottesdienste zwischenzeitlich in der Schule statt.

Im Chor der Kirche gibt es zwei neugotische Holzreliefs des Bildhauers Anton Mormann aus Wiedenbrück, die die Anbetung des Kindes durch die Hirten und Könige zeigen. Sie waren ursprünglich Teile eines Altarretabels der Kirche in Geblingerode, wie auch die Figuren des Hl. Petrus und des Hl. Paulus, die ebenfalls im Chor zu finden sind.

Friedhofskapelle

Zu finden:

Hauptstraße, Eingang gegenüber der Hausnummer 34

In der modernen Friedhofskapelle finden wir farbige Bleifenster, die der Hildesheimer Künstler Paul König im Jahr 1963 gestaltet hat. Der neue Friedhof hat durch seine Bäume und Lage fast ein toskanisches Flair.