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Draußen in der Natur


Gärten und Parkanlagen 

Löschteich

Zu erreichen über die Straßen Am Löschteich oder Wiesinger Straße

Wann genau der alte Dorfteich entstand, ist nicht bekannt. Auf einer geografischen Karte aus dem Jahre 1856 ist er jedoch bereits verzeichnet. Der Teich wurde vermutlich zur Wasserversorgung der nahe gelegenen Ziegelei Remnitz angelegt und von einer Hangquelle mit Wasser gespeist.

Neben der Wasserzufuhr an die Ziegelei war der Teich in kalten Wintern nicht nur zum Schlittschuhlaufen beliebt – und das ist bis heute so – , sondern das entstandene Eis wurde gebrochen und in Kellern eingelagert, um es später zur Kühlung von Lebensmitteln zu nutzen.

In den Sommermonaten dagegen diente er zur Abkühlung und als Badeanstalt. Selbst der Schwimmunterricht der Rautenberger Schule fand im Dorfteich statt.

Heute ist der Dorfteich wichtiger Löschteich des Ortes und die darum angelegte Grünanlage wird zum Verweilen und Spielen genutzt.

Spielplätze

Zu finden: Rutenbergstraße und Hagenstraße

Die Rutenberger Kinder haben die Möglichkeit, auf zwei Spielplätzen zu toben und zu klettern.

Der eine Platz liegt an der Hauptstraße des Ortes bzw. am zu Fuß begehbaren Brunnenweg unter schattenspendenden Bäumen.

Auf diesem Platz standen früher keine Spielgeräte, denn das Gelände wurde für Dorffeste genutzt. Hier wurde ein Festzelt aufgebaut und gemeinsam gefeiert.

Den zweiten Platz findet man, etwas versteckt gelegen, im Wohngebiet an der Hagenstraße.


Magische Orte

Ehemalige Burganlage und Brunnen der Herren von Rautenberg

Von der Burganlage der Rautenberger Ritter ist bis heute kein Gebäude erhalten geblieben. Die Burg wurde um das Jahr 1000 errichtet, im Jahre 1268 allerdings zerstört. Die Ritter verlegten ihren Sitz daraufhin nach Rethmar (Sehnde).

Im Rautenberger Messbuch aus dem Jahre 1492 wird diese Burg wie folgt erwähnt: „It(em) im Jare m°cccc°lxxx° do warth maket de hinderste grave vm(m)e dat dorp to rutenberge den leth hinrick vam rutenberghe Bartholdes Sone maken und dat nye dore na borzem und den graven schult holden de mehne und dat bruken to orem behoyne etc.“

Die Rautenberger Burg entstand, wie um diese Zeit üblich, auf einem künstlich angelegten Burghügel, der von einem quadratisch um die Burg angelegten Wassergraben umgeben war. Die Burganlage hatte vermutlich drei Tore in Richtung Adlum, Borsum und Clauen. Der Burgwall war mit zwei Reihen Dornenhecke bepflanzt, zwischen denen ein Wallweg lag.

Während der Burggraben 1853 zugeschüttet wurde, ist der Hügel der Burganlage noch heute zu erkennen. Dieses alte, von Gebüsch zugewachsene Areal wird als abenteuerliches Spielgelände seit Generationen von Rautenberger Kindern geliebt.

Bei Baumaßnahmen im Untergrund des ehemaligen Burggeländes wurde in den 1970er Jahren ein sehr alter hölzerner Brunnenaufbau freigelegt. Dieser könnte der Wasserversorgung innerhalb der Burg gedient haben. Auf dem Grund des Brunnens wurden mittelalterliche Waffen, Metflaschen und Gebrauchsgegenstände gefunden.

An der Stelle dieses Fundortes haben die Rautenberger ein steinernes Brunnenbecken gemauert und dieses mit einer Wasserpumpe ausgestattet.

Der noch heute mit Buchen und Eichen bestandene Hügel wird in Rautenberg auch Hahnewall genannt. Aufgrund seiner Höhe von etwa drei Metern ist er in schneereichen Wintermonaten als Rodelberg mit einer „Teufelsbahn“, einer „Huckelbahn“ und einer „Babybahn“ sehr beliebt.


Rad- und Wanderwege

Neun-Dörfer-Radrundkurs Harsum

Zu finden: in allen  Orten der Gemeinde Harsum

Alle neun Dörfer der Gemeinde Harsum sind über einen Fahrrad-Rundkurs miteinander verbunden. Eine eigene Beschilderung gibt es zwar nicht, aber die folgende Neun-Dörfer-Rundkurs-Karte gibt einen guten Überblick und sorgt dafür, dass man sich nicht verradelt.

Wander- und Radtouren durch die Börderegion

Zu finden: Gemeinden Harsum-Algermissen und Stadt Sehnde

Die Börderegion ist eine sehr alte, von wichtigen Handelswegen durchzogene Kulturlandschaft im Dreieck zwischen dem Oberzentrum Hannover sowie den beiden Mittelzentren Hildesheim und Peine.

Bereits seit 2006 arbeiten im Zentrum der Hildesheimer Börde die Gemeinden Algermissen, Harsum (Landkreis Hildesheim) und Hohenhameln (Landkreis Peine) sowie die Stadt Sehnde (Region Hannover) als ILEK (integriertes ländliches Entwicklungskonzept ) Börderegion zusammen. Ihr Ziel ist es gemeinsam Strategien und Projekte zu entwickeln, um die Region auch in Zukunft als lebenswerte Heimat für ihre Bewohner und als attraktiven Standort für die regionale Wirtschaft zu sichern. 

Die Gemeinden der ILEK Börderegion kann man auch wunderbar mit dem Fahrrad erkunden. Das Wegenetz für Wander- und Radtouren plus vier abenteuerliche Erlebnis-Routen sind in der Freizeitkarte Börderegion zusammengefasst:
- Nord-Ost-Erlebnisroute
- Rundkurs Hohenhameln
- Stiftsdörfer Route
- Stadt-Land-Kanal-Route

Die Karte bietet umfassende Informationen über interessante, abwechslungsreiche und sichere Radwege mit zahlreichen Entdeckertipps. Die einzelnen Routen sind als Tagestouren (23 bis 62,5 km) angelegt, führen durch alte Dörfer, entlang am Mittellandkanal und kleineren Fließgewässern sowie durch die regionstypische und vielseitige Bördelandschaft.

Auch andere Sehenswürdigkeiten entlang und abseits der Strecken wie Spiel- und Rastplätze, Einkehrmöglichkeiten, Natur- und Baudenkmäler oder auch Badeseen sind verzeichnet und als Grundlage für die eigenständige Tourenplanung gut geeignet.

Die bestehenden Rad-Erlebnisrouten, die die vier Kommunen Algermissen, Harsum, Hohenhameln und Sehnde thematisch miteinander verbinden, sind um zwei weitere Highlights erweitert worden und warten darauf, erkundet zu werden:

Die 10. Längengrad Route nimmt eine gemeinsames Erkennungsmerkmal der gemeinsamen Börderegion auf. Bereits 2021 wurden vier Landmarken entlang des 10. Längengrads aufgestellt. Sie zeigen die Charakteristik der Börderegion mit all ihren Eigenarten.

Als zweite neue Tour warten bestehende Hof- und Dorfläden sowie Hofcafés darauf, von Radelnden entdeckt zu werden und die Regionalität ihrer Produkte wertzuschätzen.

Die Freizeitkarte ist kostenfrei in den Rathäusern der Kommunen erhältlich. Auf der Internetseite der Börderegion können sowohl die Karte als auch die GPX-Tracks heruntergeladen werden.