Sehenswert
Aussichtspunkte
Messeberg
Im Oberdorf vom Messeberg aus kann man an klaren Tagen bis zum Brocken schauen.
Monumente
Kriegerdenkmal
Zu finden: In den Tannen, am Messeberg
Die Denkmalanlage vor dem Kirchenhügel besteht aus einer Säule mit Adler für die Teilnehmer des Krieges von 1870/71, einer halbrunden Steinwand mit Namenstafeln der Opfer des Zweiten Weltkriegs und einem davor stehenden Stein-Sarkophag mit einer knienden Soldatenfigur und den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
Tafel für die Bombenopfer
Zum Gedenken an die Opfer des Bombenabwurfs auf Hoheneggelsen am 22. Oktober 1944.
Gefallenendenkmal 1870/71
Zu finden: Am Messeberg
Nördlich der Kirche St. Martin steht auf dem Messeberg das Gefallenendenkmal des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71. Es handelt sich um eine hohe Steinsäule auf Postament, versehen mit Inschriften auf allen Seiten. „Den tapferen deutschen Kriegern des glorreichen Feldzuges 1870/712 gewidmet beim Frieddensschluße von der Gemeinde Hoheneggelsen.” Gekrönt wird das Denkmal von einem ausladenden Reichsadler; ein Eichenlaubkranz mit Eisernem Kreuz bildet das zentrale Schmuckmotiv.
Das Denkmal besitzt geschichtliche Bedeutung für die Orts- und politische Geschichte und prägt als Teil der Kirchenanlage das Straßenbild wesentlich mit.
Gefallenendenkmale 1914–1918 und 1939–1945
Zu finden: Am Messeberg
Nördlich der Kirche St. Martin befindet sich eine halbrund aus Felssteinen gemauerte Grotte mit eingelassenen Tafeln, die an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs erinnern. Davor steht eine Skulptur aus rötlichem Werkstein: ein kniender junger Soldat mit geneigtem Haupt auf einem breiten, gestuften Sockel, in den die Namen der Opfer des Ersten Weltkriegs eingraviert sind.
Denkmal 1. Weltkrieg
„Zum Ehrengedächtnis unsern Gefallenen von 1924-1918
208 Mitglieder der Gemeinde Hoheneggelsen zogen ins Feld. Ihr Leben ließen sie für die Heimat.”
Denkmal 2. Weltkrieg
„Zum Gedenken der Kriegsopfer 1939-1945
Hier werden alle Namen aufgelistet
Hoheneggelsen im Jahre 1956”
Die Anlage besitzt geschichtliche Bedeutung im Rahmen der Orts- und politischen Geschichte und ist zugleich künstlerisch bemerkenswert gestaltet.
Ehrenmal an der Bundesstraße bei Hoheneggelsen
Zu finden: Messeberg, an der Bundestraße 1
An der Bundesstraße in der Nähe von Hoheneggelsen befindet sich ein markantes Ehrenmal, das sich deutlich von den Gedenksteinen im Ortskern unterscheidet. Im Zentrum steht ein massiver, quaderförmiger Steinklotz, in dessen Vorderseite eine Sonnendarstellung eingearbeitet ist. Dieses Symbol kann als Zeichen für Leben, Hoffnung und Erinnerung verstanden werden.
Um den zentralen Stein herum sind zahlreiche Erinnerungstafeln angebracht. Sie erinnern an die Opfer von Krieg und Gewalt und machen das Ehrenmal zu einem Ort des kollektiven Gedenkens. Die Vielzahl der Tafeln verdeutlicht, wie viele Menschen aus der Region von den historischen Ereignissen betroffen waren.
Durch seine Lage an der Bundesstraße ist das Ehrenmal bewusst öffentlich und sichtbar platziert. Es richtet sich nicht nur an die Dorfgemeinschaft, sondern auch an Vorbeifahrende und trägt das Erinnern in den Alltag hinein. Das Ehrenmal ergänzt die Gedenkorte am Messeberg und erweitert den Erinnerungsraum von Hoheneggelsen über den Ortskern hinaus.
Der Dorfbrunnen Hoheneggelsen – Geschichte in sechs Sandsteinplatten
Zu finden: Platz vor dem Heimatmuseum, Hauptstraße 28
Der 2014 eingeweihte Dorfbrunnen im Zentrum von Hoheneggelsen erzählt die Ortsgeschichte in sechs kunstvoll gestalteten Sandsteinplatten. Jede Platte steht für ein prägendes Ereignis: die erste urkundliche Erwähnung des Ortes im Jahr 1064, die Bedeutung des Go Eggelsen als mittelalterliche Gerichtsstätte von 1449, den frühen Beginn des Schulwesens bereits 1603, den Besuch des Heide-Dichters Hermann Löns, den Anschluss an die Eisenbahn im Jahr 1888 sowie die in Hoheneggelsen überlieferte Till-Eulenspiegel-Sage. Zusammen bilden die Relieftafeln ein steinernes Geschichtsbuch, das zentrale Stationen der Ortsentwicklung anschaulich und dauerhaft im Dorfbild verankert.
Gedenksteine berühmter Persönlichkeiten
Zu finden: Vor dem Heimatmuseum
- Apotheker Gerhard Hoyermann (1835-1911) hat das Düngemittel Thomasmehl für die Landwirtschaft entdeckt und entwickelt.
- Der Ehrenbürger Hermann Brandes (1855-1940) war Geologe und Heimatforscher.
Patenschafts-Stein
Zu finden: Einmündung B 444 in die B 1
Der „Berliner-Bär-Patenschafts-Stein“ zeigt die Verbundenheit Hoheneggelsens mit Berlin Wilmersdorf. Aufgestellt und eingeweiht wurde der Stein 1986 vom damals regierenden Bürgermeister der Hauptstadt, Eberhard Diepgen.
Die Verbundenheit Hoheneggelsens mit Berlin entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zuzug von Menschen aus verschiedenen Regionen, darunter auch aus Berlin. Ein Wohnbereich erhielt den Spitznamen „Klein-Berlin“. Der Name wurde im Ort aufgegriffen und lebt bis heute im Ort und im Vereinsleben, etwa bei den Klein-Berliner Junggesellen und Junggesellinnen, als Ausdruck von Gemeinschaft und Zusammenhalt weiter.
Stein am Lindenplatz
Zu finden: An der Bördehalle
Der Lindenplatz wurde am 1.5.1985 von den örtlichen Vereinen eingeweiht und erinnert an die Bürger von „Klein Berlin”. Hochzeitspaare können hier einen Baum zur Erinnerung pflanzen.
Stein der Landfrauen
Zu finden: Auf dem Schulhof
1992 wurde von den Landfrauen eine heimattypische Eiche gepflanzt. Daran soll dieser Gedenkstein erinnern.
Gedenkstein: Unser Dorf soll schöner werden
Zu finden: Vor dem Heimatmuseum, Hauptstr. 28
Hoheneggelsen wurde 1981 und 1983 Sieger des Kreisswettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden”.
Gedenkstein 400 Jahre Schule
Zu finden: Auf dem Schulhof
Die Grundschule feierte 2003 das 400-jährige Schulwesen in Hoheneggelsen mit einem großen Fest.
Jubiläumsstein 900 Jahre
Zu finden: Vor dem Heimatmuseum, Hauptstraße 28
Der Stein wurde 1964 zum 900. Jubiläum des Ortes aufgestellt.
Patenschaftstafeln
Zu finden: An der Ostseite des Heimatmuseums
- Die Patenschaft zur 2. Kompanie Panzerbataillon 14 begann 1963 und wird weiterhin gepflegt.
- Die Patenschaften zu Laxenburg in Niederösterreich und Rübeland im Harz wurden 1969 von der Freiwilligen Feuerwehr ins Leben gerufen.
Historische Baulichkeiten
Kirchliche Anfänge in Hoheneggelsen
Die frühesten Spuren des Christentums in Hoheneggelsen liegen im Dunkeln. Sicher ist jedoch, dass die später sogenannte „Tochterkirche“ von Nettlingen aus im Auftrag eines Hildesheimer Bischofs missioniert wurde. Die erste Taufkapelle entstand im Oberdorf an der Stelle der heutigen Wehrkirche St. Martin – auf einer früheren heidnischen Thingstätte. Sie wurde später zur Wehrkirche ausgebaut und 1235 erstmals urkundlich erwähnt.
Dass Hoheneggelsen zwei Kirchen besitzt, hängt mit den alten Siedlungskernen des Dorfes an zwei Wasserstellen zusammen: dem Oberdorf und dem Weidhof im Unterdorf. Vermutlich errichteten die Bewohner des Unterdorfes aus eigenem Stolz ihre eigene Kirche. Bis heute scherzt man im Ort darüber, welche der beiden die schönere sei.
Beide Kirchen gehören zur Kirchenregion Söhlde – Hoheneggelsen – Feldbergen – Bettrum und haben eine gemeinsame Website. Das gemeinsame Pfarrbüro in der Adenstedter Straße 4 in Hoheneggelsen ist dienstags von 15.00-17.00 und donnerstags von 9.00-11.30 Uhr geöffnet und telefonisch unter 0 51 29 / 359 sowie per E-Mail zu erreichen. Hier können auch Besichtigungen der beiden Kirchen angefragt werden.
Wehrkirche St. Martin
Zu finden: Am Messeberg, Bettrumer Straße 4
Am östlichen Rand des Messebergs liegt die romanische St.-Martin-Kirche, eine der ältesten und architektonisch bedeutendsten Wehrkirchen im Hildesheimer Land. Ihr Ursprung reicht bis in die frühe Christianisierung zurück: An der Stelle des heutigen Turmes befand sich einst eine heidnische Thingstätte, über der später eine Taufkapelle errichtet wurde. Der mächtige Wehrturm mit Schießscharten und dicken Mauern stammt aus dieser frühen Phase und zeugt bis heute von der Doppelfunktion als sakraler Ort und Zufluchtsstätte in unsicheren Zeiten.
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
Die Kirche ist ein historischer Bruchsteinbau mit einem gotischen Langhaus und einem etwas niedrigeren Chorraum. Ihr ältester Teil ist der romanische Westturm mit seinen typischen Rundbogenöffnungen und dem hohen, achteckigen Turmhelm. Am Chor stützen Strebepfeiler die Außenwände, darüber sitzt ein Steinkreuz. Im Inneren prägen eine schlichte Stuckdecke mit einem Gottesauge im Strahlenkranz, ein rundbogiger Übergang zum Chor und eine U-förmige Empore den Raum. Der Altar besteht aus einer einfachen Steinplatte, unter der sich eine Reliquiengrube befindet. Die südlich angebaute Sakristei besitzt ein kleines Kreuzrippengewölbe und gehört zu den ältesten Teilen der Kirche.
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
1235 wird die Kirche erstmals urkundlich erwähnt, doch viele Elemente sind noch deutlich älter. Der Zugang führt zunächst durch den Turm, der heute ein modernes Kolumbarium beherbergt – deutschlandweit eines der ersten dieser Art in einer Landgemeinde. Von hier aus hat man einen eindrucksvollen Blick ins Kirchenschiff. Im Innenraum der Kirche erwarten die Besucher zahlreiche kunsthistorische Besonderheiten. Die barocke Kanzel von 1675 wird von Figuren der vier Evangelisten sowie Paulus, Petrus und Stephanus getragen. Der prächtige Kronleuchter von 1656 – eines der Wahrzeichen des Ortes – ist mit dem Doppeladler geschmückt, der als Symbol für die Verbundenheit von Dorf und Kirche gilt.
An den Emporen sind Gemälde aus dem frühen 18. Jahrhundert zu sehen: links die Reihe der Apostel, rechts die Evangelisten und eine Darstellung einer lutherischen Taufe. Sie stammen ursprünglich aus der Matthiaskirche im Unterdorf. Der Taufstein aus dem Jahr 1688, gefertigt aus Sandstein des Wohldenbergs, wurde von Hildesheimer Meistern geschnitzt und bemalt.
An der Turmwand steht die 1872 von Meister Schaper aus Hildesheim erbaute Orgel, die 1937 zuletzt gründlich renoviert wurde.
Das barocke Altarensemble mit den drei großen Gemälden „Abendmahl“, „Kreuzigung“ und „Auferstehung“ stammt aus dem Jahr 1675 und zeigt bereits den reformatorischen Geist der Zeit: bewegte Gewänder, lebendige Figuren und eine klare Bildsprache. Die farbintensiven Chorfenster von 1959 – mit den Motiven Weinstock und Ähren – beziehen sich auf die Elemente des Heiligen Abendmahls und vervollständigen die Atmosphäre des Chorraums.
Hinter dem Altar gelangt man in die kleine gotische Sakristei, deren Kreuzgewölbe von vier steinernen Fratzen getragen wird – alten Schutzsymbolen gegen böse Mächte. Diese Kapelle wurde über Jahrhunderte als Beicht- und Vorbereitungsraum der Geistlichen genutzt.
Die St.-Martin-Kirche ist bis heute das Wahrzeichen des Dorfes. Ihr Glockengeläut von 1924, die verschiedenen Läutezeiten und Sondertraditionen wie der Ernteschauer, das Totengeläut oder das Geburtsläuten prägen das Ortsbild ebenso wie die besondere Geschichte, die man an jedem Detail ablesen kann.
Die evangelische Kirche St. Martin ist ein wichtiges Kulturdenkmal mit hoher geschichtlicher, künstlerischer und städtebaulicher Bedeutung. Der ursprünglich gotische Bau mit romanischem Westturm wurde mehrfach zerstört und im Dreißigjährigen Krieg geplündert, was sich bis heute im Bauwerk zeigt. Durch ihre qualitätsvolle Ausführung und ihre weithin sichtbare Lage auf dem Messeberg prägt die Kirche das Ortsbild und die Geschichte des Dorfes.
Eine Besonderheit der Kirche St. Martin ist das Kolumbarium, das in den letzten Jahren in der Kirche eingerichtet wurde. Es bietet die Möglichkeit, Urnen innerhalb des Kirchenraums beizusetzen. Damit verbindet sich eine moderne Bestattungsform mit einem historischen und spirituellen Ort.
Das Kolumbarium ist würdevoll und zurückhaltend gestaltet und fügt sich harmonisch in den Kirchenraum ein. Es bietet Angehörigen einen Ort der Erinnerung und des stillen Gedenkens und zeigt, dass die Kirche auch heute auf veränderte Wünsche und Lebensformen reagiert. Mehr dazu hier
Ev. Unterkirche St. Matthias
Zu finden: An der Matthiaskirche 22
Die St.-Matthias-Kirche – im Ort liebevoll „kleine Kirche“ genannt – ist der historische Mittelpunkt des Unterdorfes und gilt als eine der schönsten barocken Bauernkirchen Norddeutschlands. Der rechteckige Bruchsteinbau geht auf einen romanischen Vorgänger zurück, der bereits 1235 erwähnt wird. Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt der Bau durch Umbauten seit dem 16. Jahrhundert.
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
Im Inneren beeindrucken eine flach bemalte Balkendecke und ein Brettergewölbe im Chor mit der Darstellung eines Christus triumphans (Der Begriff verweist auf den Triumph des auferstandenen Christus, frühes 18. Jh.). Zu den herausragenden Ausstattungsstücken gehören der barocke Kanzelaltar von 1698 und der Taufstein von 1590 mit passendem hölzernen Kronleuchter.
Zwischen zwei gedrehten Säulen befindet sich ein Kanzelkorb mit Gemälden der Dreieinigkeit und Schnitzfiguren von Christus, Johannes dem Täufer und Johannes der Evangelist. Die Nordempore trägt Apostelbilder, die Südempore Gemälde der Passionsgeschichte.
Die barocke Orgel, 1686 von Heinrich Herbst in Magdeburg gebaut, 1934 von der Gemeinde Holle übernommen und 2002 gründlich saniert, ergänzt den wertvollen Bestand. Der Dachreiter stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Glocke von 1853 wurde 1942 eingezogen und 1951 durch eine neue Bronzeglocke ersetzt.
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
-
© Gudrun Kmoch
St. Matthias ist ein bedeutendes Beispiel ländlicher Kirchenbaukunst und besitzt hohen bau-, kunst- und ortsgeschichtlichen Wert.
Historische Wohn- und Wirtschaftsgebäude
Zahlreiche historische Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Ortes sind gut erhalten und stehen heute unter Denkmalschutz. Sie haben einen prägenden Einfluss auf das Erscheinungsbild des Ortes und dokumentieren die zeitgeschichtliche Bedeutung der Wirtschafts- und Siedlungsgeschichte in Hoheneggelsen.
Das kleine Schloss in Hoheneggelsen
Zu finden: Messeberg 6
Auf dem Messeberg in Hoheneggelsen steht ein außergewöhnliches neugotisches Herrenhaus, das um 1880 von dem Architekten Heinrich Daniel Himstedt erbaut wurde. Himstedt kehrte nach Jahren in den USA und Großbritannien nach Deutschland zurück und ließ seine Eindrücke aus dem dort erlebten Freimaurertum in die Architektur einfließen. So entstand ein Gebäude, das in seiner Gestaltung und Symbolik deutschlandweit nahezu einzigartig ist. Die erhöht auf dem Messeberg liegende Anlage mit dem eckbekrönenden Turm ist weithin sichtbar und prägt das Ortsbild von Hoheneggelsen.
Bereits 1898 fand das Schloss Erwähnung beim Heidedichter Hermann Löns, der seine Eindrücke des „kleinen Schlosses“ in detailreichen Beschreibungen festhielt. Überregionale Bekanntheit erhielt das Anwesen 2005, als der Besitzer für seine jahrzehntelangen Restaurierungsarbeiten im Pro7-Magazin Avenzio zum „Heimwerker-Champion“ gekürt wurde. Auch Magazine wie Land & Forst berichteten ausführlich.
Das rund 15.000 m² große Areal, liebevoll „Klein Monaco“ genannt, wurde seit 1993 umfassend restauriert. Das Haupthaus mit etwa 500 m² Wohnfläche ist weitgehend saniert, während der Anbau und die historische Scheune noch auf ihre Fertigstellung warten. Heute wird das Gelände gewerblich genutzt, so dass Baumaschinen und Materialien das Erscheinungsbild bestimmen. Die Hofanlage mit Scheune und Stall steht unter Denkmalschutz.
Alte Schule
Zu finden: Hauptstraße 28
Die um 1890 erbaute Alte Schule ist ein zweigeschossiger Ziegelbau auf Sandsteinsockel und prägt mit ihrer markanten Fassadengestaltung das Ortsbild an der Hauptstraße. Der östliche Gebäudeteil beherbergte einst die Klassenräume, während im westlichen Teil die Lehrerwohnung mit separatem Eingang untergebracht war. Typische Merkmale wie flachbogige Fenster, Sandsteinsohlbänke, Ziermauerwerk und ein Zwerchhaus vermitteln anschaulich den Schulhausstil des späten 19. Jahrhunderts.
Seit dem Jahre 1603 gab es eine Volksschule in Hoheneggelsen. In dem Gebäude dieser alten Schule sind jetzt das Heimatmuseum und die Altenbegegnungsstätte untergebracht.
Küsterhaus
Zu finden: Bettrumer Straße 2
Das eingeschossige Küsterhaus der Oberkirche St. Martin ist ein sorgfältig ausgeführter Ziegelbau des späten 19. Jahrhunderts. Es steht auf einem hohen Backsteinsockel, besitzt ein Satteldach und wird durch einen kleinen Quergiebeldacherker zur Straße hin betont. Ziegelziersetzungen und lasierter Backstein verleihen dem Haus eine charakteristische Gestaltung. Als markanter Eckbau an der Bettrumer Straße und wichtiger Bestandteil der Denkmalgruppe um die Wehrkirche St. Martin prägt es das Straßenbild.
Bahnhof
Zu finden: Bahnhofstraße 7
Etwas außerhalb des Dorfes wurde der Bahnhof erbaut. Die Einweihung wurde am 16.08.1888 gefeiert und der planmäßige Betrieb aufgenommen. Schnell sammelten sich hier auch einige Wohnhäuser am neuen Ortsteil Bahnhof an.
Das zweigeschossige Empfangsgebäude aus Ziegelmauerwerk besitzt ein Satteldach und typische Ziegelziersetzungen. Westlich schließt sich ein eingeschossiger Gebäuderiegel an, östlich die ehemalige Güterhalle. Noch heute verkehren hier Nahverkehrszüge in Ziele der Umgebung und oft rauscht der ICE vorbei.
Turmwindmühle
Zu finden: Am Messeberg 4
Wenn man von Feldbergen aus nach Hoheneggelsen fährt, sieht man schon von weitem die weiße Mühle ohne Flügel mit dem roten Dach. Die vierstöckige Turmwindmühle aus Ziegelmauerwerk wurde um 1900 errichtet und ist mit ihren Lisenen (schmale, leicht hervortretende vertikale Verstärkungen der Wand, die Fassaden gliedern und verzieren), dem Zeltdach und den flachbogigen Fenstern ein charakteristisches Beispiel ihres Bautyps. Heute zu Wohnzwecken umgenutzt, prägt sie aufgrund ihrer exponierten Lage am westlichen Ortsrand das Ortsbild deutlich.
Historische Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit Denkmalschutz
„Alte Villa”, Ziegeleiweg 1
Das zweigeschossige Wohnhaus ist um 1900 in Ziegelbauweise errichtet und wirkt durch seine Gestaltung fast wie eine kleine Villa. Es besitzt ein Walmdach (ein Dach, das auf allen vier Seiten schräg abfällt) und mehrere dekorative Bauteile aus Putz. Dazu gehören ein waagerechtes Band, das die beiden Stockwerke optisch trennt, Fenstereinfassungen und Kantenquaderungen (betonte Eckausbildungen des Gebäudes).
Auf der Nordseite fällt ein vorstehender, bis zum Boden reichender Erker mit dem Haupteingang besonders ins Auge. Die Südseite ist klar und gleichmäßig dreiachsig gegliedert, das heißt, sie zeigt drei regelmäßig angeordnete Fensterachsen.
Hier hat früher der Direktor der Ziegelei und Tongrube mit seiner Familie gewohnt. Nach der Schließung der Ziegelei zog die Verwaltung des Unternehmens ein, das die Tonkuhle zur Sondermülldeponie umwidmete und später war die Immobilie sogar ein Bordell. Seit mehr als 15 Jahren steht die „Alte Villa” am Bahnhof nun schon leer und ist ein „Lost Place”.
Wohnhaus- und Wirtschaftsgebäude, Am Zenterberge 2
Nordöstlich der Matthiaskirche steht dieser zweigeschossige, giebelständige Fachwerkbau unter einem Krüppelwalmdach. (Ein Krüppelwalmdach sieht aus wie ein Satteldach, bei dem die Spitzen der Giebel gekürzt und mit kleinen Dachflächen bedeckt wurden.) Das Obergeschoss kragt vor, der hintere Erdgeschossbereich ist in Ziegelmassivbauweise ausgeführt. Die Gefache an Nord- und Ostseite sind mit Ziegeln ausgemauert, die Giebelfläche ist ziegelbehangen.
Wohn-und Wirtschaftsgebäude, Grebstraße 14
Das zweigeschossige Fachwerkhaus nordwestlich der Matthiaskirche stammt laut Inschrift am Geschossbalken aus dem Jahr 1758. Charakteristisch sind hohe Krummstreben und verputzte Gefache; die rückwärtige Traufseite wurde später in Ziegelbauweise erneuert. Das Grundstück ist im Osten bis zur Nordostecke durch einen historischen Staketenzaun eingefriedet.
Die drei Gebäude sind anschauliche Beispiele traditioneller Wohnhausarchitektur des Ortes und besitzen aufgrund ihrer Lage im historischen Umfeld der Matthiaskirche ortsgeschichtliche und städtebauliche Bedeutung.