Inhalt

Interessant + Wissenswert 


Schriftgut und Überliefertes 

  • Hartmann, Sabine, 1025 Jahre Sibbesse - Chronik der Samtgemeinde Sibbesse, Druckhaus Köhler, Harsum 2014. (Die Chronik ist im Rathaus von Sibbesse käuflich zu erwerben.)

  • St.-Paulus-Kapelle in Hönze, Ein Kleinod mit großer Geschichte, in der Kapelle ausliegendes Faltblatt

  • Stadler, Heinrich, Die Landwirtschaft im Umbruch, in: Stalling, Gerhard (Hrsg.), Landkreis Alfeld. Geschichte, Landschaft, Wirtschaft., Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg 1964

  • Griessmann, Uwe & Klima, Sonja, 111 Orte in und um Hildesheim, die man gesehen haben muss, Emons Verlag GmbH 2020

  • Dahms, Thomas und Görg, Horst-Dieter, An Nette, Lamme & Gande, KulTourLandschaft im Hildesheimer Land & am Harz, Ostfalia Verlag, Osterwieck 2023

  • Denkmalatlas Niedersachsen, online hier einzusehen


Berühmte Persönlichkeiten

Hellmut Schneider, ehem. Ortsbürgermeister und Ehrenbürger von Hönze

Hellmut Schneider wurde 1923 in Schlesien geboren und gehörte mit seiner Ehefrau zu den Flüchtlingen, die nach dem 2. Weltkrieg nach Hönze kamen. Aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen war ihm die Versorgung der Vertriebenen und die Betreuung von Flüchtlingen ein besonderes Anliegen. „Zunächst ging es ja um das reine Überleben der etwa zwei Millionen Flüchtlinge, die es nach Niedersachsen verschlagen hatte“, erzählte er selbst anlässlich seiner Ernennung zum Ehrenbürger der Gemeinde Sibbesse im Jahre 1988. Später setzte er sich dafür ein, die Geflüchteten auf der Suche nach Arbeit und Planung ihrer Altersversorge zu unterstützen. Er selbst entschied sich, mit seiner Familie in Hönze zu bleiben und wurde in der neuen Heimat bereits 1948 Mitglied des Gemeinderates.

Insgesamt 25 Jahre war er in der damaligen Gemeinde Hönze als gewählter Bürgermeister und Gemeindedirektor, später als stellvertretender Landrat in den Landkreisen Alfeld und Hildesheim aktiv und setzte sich außerdem in verschiedenen Gremien von Kreis- und Landtag ein. Von 1981 bis 1986 war er Mitglied des Rundfunkrates des Norddeutschen Rundfunks.

Dass sich im Laufe der Jahrzehnte allein in Hönze fünf Neubaugebiete entwickelten, haben die Hönzer seinem besonderen Engagement und seiner Weitsicht zu verdanken.

1963 hatte Hellmut Schneider während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Hönze auch den Bau der Mehrzweckhalle maßgeblich vorangetrieben.

Hellmut Schneider verstarb im Jahre 2010. Zum Gedenken an ihn wurde die Mehrzweckhalle in Hönze drei Jahre später nach ihm benannt.


Das gibt's so nur bei uns

Fünf Neubaugebiete nach 1945

  •  Wilhelm-Heimberg-Weg
  •  An der Bahn
  •  Am Sültenberg
  •  Über der Despe
  •  Zum Bache

Das Leben in Hönze muss einfach schön sein, denn in keinem der kleinen Dörfer der Gemeinde Sibbesse hat es in den vergangenen Jahrzehnten so viele Neubaugebiete gegeben.

An der im Jahr 1900 eröffneten Bahnlinie zwischen Elze, Gronau und Bad Salzdetfurth lag auch Hönze. Seit 1905 hatte der Ort ein eigenes Bahnhofsgebäude, über das die Bewohner von Hönze und der Nachbarorte den Personenverkehr der Bahnlinie nutzen konnten. Über diese Bahnverbindung erreichten auch zahlreiche Flüchtlingsfamilien und Vertriebene aus dem Osten den Ort.

Folglich benötigte man in Hönze bald Bauplätze, um zusätzlichen Wohnraum für Familien zu schaffen, die sich dazu entschlossen hatten, hier zu bleiben.

So entstand in Hönze am Wilhelm-Heimberg-Weg das erste Neubaugebiet nach 1945.

Als die Bahnlinie wegen Unrentabilität stillgelegt wurde, erkannte der damalige Ortsbürgermeister den Wert des nun nicht mehr genutzten Bahndamms als Siedlungsfläche und Baugebiet für Hönzer Bürger. So entstand nach Bebauung der Grundstücke am Wilhelm-Heimberg-Weg durch Zukauf zusätzlicher Ackerflächen Hönzes zweites Neubaugebiet An der Bahn zwischen den Straße Kirchstieg und An der Bahn. Hier wurden Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser gebaut. Auf Grund des höher liegenden Bahndamms verfügen die Bewohner der Häuser auf dem Damm heute über eine besonders schöne Aussicht in alle Richtungen.

Auf diese Erschließungen folgten noch drei weitere, AmSültenberg, Über der Despeund Zum Bache, so dass Hönze bis heute stolz auf insgesamt fünf Baugebiete nach 1945 ist.


Spuren von historischen Produktionsstätten

Ehem. Backhaus und ehem. Schmiede

Zu finden: Hönzer Dorfstr.

Im Bauerndorf Hönze hatten bis ins 20. Jh. hinein einige Handwerksbetriebe ihr Auskommen. Heute sind diese jedoch alle geschlossen. Lediglich zwei in unmittelbarer Nähe zueinander liegende Gebäude in der Hönzer Dorfstraße erinnern noch an diese Betriebe: das alte Backhaus und eine Schmiede.