Sehenswert
Aussichtspunkte
Bank am Rand des Hildesheimer Waldes
Der Beschilderung ab der Gronauer Straße /am Friedhof, d.h. dem „Holzweg“ Richtung Sängerplatz bergauf bis zum Waldrand folgen. Rechterhand steht eine Sitzbank, auf der man eine Rast einlegen und die Aussicht auf Hönze, die Nachbardörfer und die Umgebung genießen kann.
Monumente
1. Ehrenmal
Zu finden: Gronauer Straße, am Friedhof
Das Ehrenmal in Hönze steht an der südlichen Friedhofsmauer und direkt an der Gronauer Straße unter einer großen Eiche. Auf dem Sockel des Ehrenmals sind die Namen der in den beiden Weltkriegen gefallenen Hönzer Bürger verzeichnet.
2. Hönzer Wappenstein
Zu finden: Gronauer Straße, dem Friedhof gegenüber auf der Verkehrsinsel
Als im Jahre 2000 das rot geklinkerte Trafohäuschen auf der Verkehrsinsel am Ortseingang abgerissen wurde, gestalteten die Hönzer diesen Platz neu und stellten dort einen Wappenstein, einen Findling mit dem Wappen von Hönze und eine Wander- und Informationstafel auf.
3. Erinnerungsstein an die Vertreibung Deutscher nach 1945
Zu finden: Gronauer Straße, neben dem Ehrenmal unter der Eiche
Der Erinnerungsstein an die Vertreibung und die Flucht deutscher Familien während und nach dem zweiten Weltkrieg befindet sich am Ehrenmal von Hönze. In Hönze fanden damals viele vertriebene Menschen eine neue Heimat. Zu diesen gehörten 1946 auch der in Schlesien geborene Hellmut Schneider und seine Ehefrau. Schneider wurde bald zum Ortsbürgermeister von Hönze gewählt und später zum Ehrenbürger des Dorfes ernannt.
4. Gedenkstein Harmonie
Zu finden: oberhalb von Hönze im Hildesheimer Wald gelegen
Der am 18.2.1866 gegründete Männergesangverein (MGV) Nienstedt-Eitzum-Hönze existiert noch heute als MGV Hönze-Nienstedt-Möllensen. Zum 110-jährigen Bestehen richtete der Verein 1976 im Hönzer Steinbruch einen Grillplatz ein, der standesgemäß auf den Namen „Sängerplatz“ getauft wurde.
Dort pflanzten die Vereinsmitglieder außerdem eine Eiche und stellten darunter einen Gedenkstein auf.
Den Sängerplatz erreicht man über den am Friedhof abzweigenden und bergaufführenden Holzweg nach etwa 1 km. Der Weg führt in den Wald hinein, das Vereinsgelände liegt bald auf der rechten Seite des Weges im Wald.
Das Gelände mit Grillhütte kann auch von Nichtmitgliedern des MGV für private Feiern genutzt und gemietet werden. Ansprechpartner ist Hubertus Schneider, Tel. 0 50 65 / 83 24, schneider-hoenze@web.de
Historische Baulichkeiten
St. Paulus-Kapelle
Zu finden: Hönzer Schulstraße
Die St.-Paulus-Kapelle in Hönze entstand vermutlich im 15. Jahrhundert. Der Bau wurde wahrscheinlich durch die damals im Dorf begüterte Familie Friese unterstützt. Das Bruchsteinmauerwerk des kleinen Rechteckbaus wurde später ebenso wie der der westliche Fachwerkgiebel verputzt. An den Ostecken hat die Kapelle Strebepfeiler.
An den Längsseiten hat die Kapelle auf der Südseite drei und an der Nordseite zwei Fensteröffnungen. Eine dritte wurde hier zugemauert. Drei weitere kleine Fenster befinden sich im östlichen Fachwerkgiebel. Die Fenster wurden laut Balkeninschrift über der Eingangstür 1753 im Auftrag des damaligen Pastors Groll und den Altarleuten Brunotte und Duvenkrop repariert, das Portal in diesem Zuge von der Süd- auf die Westseite verlegt. Das Satteldach der Kapelle hat auf der Westseite einen turmartigen, quadratischen und mit grauem Schiefer verkleideten Dachreiter mit rechteckigen Schallfenstern, einer Läuteglocke aus dem Jahre 1947, Uhrzifferblättern nach Süden und Norden und einem Auslegestuhl für die Uhrschlagglocke nach Norden. Das Pyramidendach ist bekrönt mit Kugel und Wetterfahne. Die Turmuhr wurde 1948 von der Firma Weule aus Bockenem gefertigt.
Als die Hönzer Kapelle trotz weiterer Instandsetzungen in den Jahre 1830 und 1953 deutliche bauliche Mängel zeigte, entschied man sich in den 1960er Jahren aus Kostengründen für einen Abriss der Kapelle und den Neubau eines Gemeindehauses in einem der Neubaugebiete, wo es 1973 eingeweiht und ein Jahr später um einen freistehenden Glockenträger ergänzt wurde.
Zu einem Abriss der alten Kapelle war es bis dahin nicht gekommen und auch eine ursprünglich geplante Umnutzung zum Feuerwehrgerätehaus wurde nicht realisiert. Der Architekt Wolfgang Diekow vom landeskirchlichen Amt für Bau- und Kunstpflege überzeugte die Gemeinde schließlich, frühere Entscheidungen zu überdenken: „Dem Kirchenvorstand und sehr vielen anderen Menschen wurde langsam klar, dass das neue Gemeindehaus unsere alte Kapelle nicht ersetzen konnte und dass wir beinahe etwas vernichtet hätten, was seit Jahrhunderten der Mittelpunkt unseres Dorfes gewesen ist und niemals zu ersetzen gewesen wäre.“ (Zitat Joachim Klingebiel, damals Kirchenvorsteher, aus der Chronik der Samtgemeinde Sibbesse). 1978 entschieden sich die Hönzer doch für eine Restaurierung ihrer Pauluskapelle in Eigenleistung. Nach jahrelangen Restaurierungsarbeiten konnte sie im August 1986 wieder eingeweiht werden und stattdessen wurden Gemeindehaus und Glockenträger wieder abgerissen. Seitdem feiern die Hönzer wieder in der St.-Paulus-Kapelle in der Dorfmitte Gottesdienste.
Man betritt die Kapelle durch den Eingang auf der Westseite. Sie hat eine blaugestrichene flachgewölbte Decke und ist mit Ost- und Westemporen ausgestattet.
Die Stipes der Sandsteinmensa aus dem 15. Jh. wurden 1985 neu gemauert. Das mit Schnitzwerk verzierte hölzerne Altarretabel wurde um 1650 gefertigt. Im Mittelfeld befindet sich eine Abendmahlsdarstellung, die von korinthischen Säulen flankiert wird. Die kleinen Seitenfelder links und rechts sind mit Blumenvasen bemalt. Seit der Restaurierung im Jahre 1985 fehlt das Giebelfeld des Altars, auch der Kanzelkorb oberhalb des Altars wurde damals entfernt. Stattdessen gehört nun eine ursprünglich aus Heisede stammende Kanzel links im Altarraum zur Ausstattung der Kapelle. Der Taufstein auf der rechten Seite wurde 1963 vom damaligen Kirchenvorsteher Heinrich Hartje gestiftet.
Die beiden im Kirchenschiff hängenden großen Leuchter aus massivem Messing wurden von Conrad Kobel im Februar 1867 ursprünglich als Gasleuchter, jedoch nicht für die kleine Kapelle von Hönze gefertigt, sondern stammen angeblich aus dem Hildesheimer Stadttheater. Das würde die im Verhältnis zum kleinen Kirchenraum sehr großen Ausmaße der Leuchter erklären. Warum sie über Karl Klingebiel aus Hildesheim wohl um 1935 nach Hönze kamen, ist heute nicht mehr bekannt. Sie wurden später auf die Beleuchtung mit elektrischem Licht umgestellt.
Ehem. Gemeindehaus
Zu finden: Hönzer Dorfstr. 11
Bis 1974 war Hönze eine eigenständige Gemeinde, deren Belange im Gemeindehaus an der Hönzer Dorfstraße, gut zu erkennen an der Motorsirene auf dem Schornstein des Gebäudes, geregelt wurden. Über einen Durchgang in der Mitte dieses Gebäudes erreichten die Hönzer Schulkinder Schulhof und Eingang ihrer Dorfschule.
Heute ist das Gemeindehaus ein privates Wohnhaus.
Ehem. Dorfschule
Zu finden: Hönzer Schulstr. 8
Nach Einführung der Schulpflicht im Jahre 1717 besuchten die Hönzer Kinder noch lange die Dorfschule in Nienstedt. Erst im Jahre 1958 erhielt Hönze eine eigene Schule mit einem Klassenraum für alle Kinder, an die zehn Jahre später eine Mehrzweckhalle angebaut wurde.
Seit die Grundschulkinder von Hönze die Schule in Sibbesse besuchen, wir das Schulhaus von der Freiwilligen Feuerwehr genutzt.
Ehem. Bahnhof
Zu finden: Hönzer Schulstr./An der Bahn
Ab 1900 baute die Deutsche Bahn für den Güter- und Personenverkehr eine Bahnlinie zwischen Elze, Gronau und Bad Salzdetfurth. Hönze erhielt 1905 einen Bahnhaltepunkt mit einem Bahnhofsgebäude. Dort verkaufte der Bahnbeamte Herr Bartels „Fahrkarten in jeden gewünschten Ort im Land“ an die Bewohner von Hönze und der benachbarten Dörfer Nienstedt und Möllensen. „Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 bis 1946, als die Vertreibung und Umsiedlung der Menschen aus dem Osten begann, kamen viele Neubürger an diesem Bahnhof an.“
Nachdem die deutsche Bahn 1966 den Personenverkehr und ab 1974 auch den Güterverkehr auf der Strecke einstellte, blieb der kleine Bahnhof ab 1963 ungenutzt. Dank einer Entscheidung des damaligen Bürgermeisters Hellmut Schneider übernahm die Gemeinde das Bahnhofsgelände und entwickelte dort nach Ankauf zusätzlicher Ackerflächen ein Neubaugebiet. Das alte Bahnhofsgebäude wurde nicht abgerissen und ist heute privates Wohnhaus.
Wer mehr über die Geschichte der Bahn im Despetal erfahren möchte, findet hier den Bericht eines Almstedter Bürgers.
Ein lohnenswerter Ausflug empfiehlt sich nach Almstedt. Nachdem die Deutsche Bahn den Haltepunkt auch in Almstedt aufgegeben hatte, stand dieses Bahnhofgebäude lange Zeit leer. Seit 1974 werden dieser Bahnhof und die noch heute existierenden Bahnschienen aber für den Betrieb einer Museumseisenbahn der Arbeitsgemeinschaft Historische Eisenbahn e.V., der „Almetalbahn“, genutzt. Das kleine, schmucke und seit 2001 unter Denkmalschutz stehende Bahnhofsgebäude und den alten Lokschuppen des Haltepunktes Almstedt-Segeste gibt es noch immer. Hier hat die Arbeitsgemeinschaft Historische Eisenbahn e.V. ein Eisenbahnmuseum eingerichtet. Wer mehr über die Almetalbahn erfahren möchte, kann hier schauen.
Ehem. Wohnhaus der Bahnmitarbeiter
Zu finden: An der Bahn 12
Auch das für die Bahnmitarbeiter errichtete Wohnhaus direkt neben dem Bahnhofsgebäude ist erhalten geblieben und weiterhin bewohnt.