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Sehenswert


Aussichtspunkte

Wenn man Eberholzen von oben betrachten möchte, muss man lediglich eine der Straßen und Wege zum oberhalb des Dorfes gelegenen Waldgebiet hinaufwandern. Sowohl die Röse- als auch Försterstraße führen dort hinauf.

Wer die Försterstraße bergauf zum Wald geht, findet am Waldrand einen Ruhepunkt mit schöner Aussicht auf den Ort.

Sehr lohnenswert ist außerdem eine Wanderung über die Rösestraße bergauf und durch den Wald zur Hohen Tafel und dem dort stehenden Tafelturm. Etwas ganz Besonderes ist der Blick ins Tal vom besteigbaren Turm aus!


Monumente

Der leicht erhöht liegende und die gotische St.-Bartholomäus-Kirche umgebende Kirchhof im historischen Ortskern von Eberholzen ist durch eine hohe Bruchsteinmauer zur Straße hin abgestützt und eingefriedet.

Am Fuß dieser Mauer zur Eberholzer Hauptstraße stellten die Dorfbewohner einen Gedenkstein zur Wiedervereinigung 1989/90 auf.

In einer von Mauern eingefriedete Anlage mit mehreren Gedenksteinen und -tafeln erinnern die Eberholzer der Opfer und gefallenen Mitbewohner beider Weltkriege. Ebenfalls auf dem Kirchhof wurde 1913 ein aus mehreren Findlingen zusammengesetztes Denkmal zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig (1813) errichtet.

Auf dem Kirchhof sind nach Verlegung des Friedhofes an den Ortsrand außerdem einige historische Grabmale unter altem Baumbestand erhalten.

Es handelt sich hierbei um die Grabmale des Mühlenbesitzers Christoph Klages und seines Adoptivsohnes. Als Klages 1832 verstarb, wurde aus seinem Nachlass mit 5000 Talern eine Stiftung gegründet, durch die u.a. die Ausbildung junger Eberholzer finanziert werden sollte. Sein Adoptivsohn verstarb bereits vor dem Vater und kam so nicht mehr in den Genuss dieser Ausbildungsunterstützung. In der Inflation 1923 verlor der Kapitalstock der Stiftung seinen Wert.

Ein mehrfach repariertes Kreuz erinnert an die 1858 verstorbene Pastorenwitwe Louise Vibrans, geb. Crome, die ihren Mann Heinrich Georg Daniel Vibrans um 33 Jahre überlebte. Nach dem Tod ihres Mannes erhielt sie einen Teil des damals hoch dotierten Pastoreneinkommens und hatte zudem das Recht, das Pfarrwitwenhaus zu bewohnen. Louise Vibrans war daher in der Lage, Geld beiseite zu legen, von dem sie 1840 einhundert Taler an eine Brinksitzerfamilie in Wallenstedt verlieh. Sie verfügte, dass die Familie bis zur Rückzahlung der gesamten Summe 5% an Zinsen an den Pastor in Eberholzen zu zahlen hatte und davon eine Stiftung, das Vibransche Legat, zu gründen. Testamentarisch legte sie außerdem fest, dass die hundert Taler auch nach ihrem Tod weiterhin an Bedürftige verliehen werden sollten, um das Kapital der Stiftung auch zukünftig zu sichern. Tatsächlich wurde die Stiftung danach nie in Anspruch genommen und verlor ebenfalls 1923 durch die Inflation ihren Wert.

Auffallend ist ein mächtiger Sarkophag aus Stein, in dem einer Sage zufolge die sterblichen Überreste eines Grafen Eilbere (Eilbert) gelegen haben sollen. Da der Graf jedoch in „Acht und Bann“ verstorben war, verweigerten die Bewohner Eberholzens einen Platz in ihrer Kirche und wollten ihn auch nicht auf dem Kirchhof bestatten. Über den Steinsarg erfährt man aus der Chronik der Samtgemeinde Sibbesse: Er „besteht aus Sandstein, hat eine Länge von 2,45 Metern, eine maximale Höhe von 75 Zentimetern. Am Fußende sind es 73 Zentimeter. Die größte Breite beträgt 73 Zentimeter. Der Deckel hat dachförmig abfallende Längsseiten. An ihnen ist der Sarg offensichtlich hochgehoben, aus der Kirche transportiert worden und ist dabei zerbrochen. Die Risse wurden dann zuzementiert und sehen deshalb heute entsprechend unansehnlich aus. Es kann angenommen werden, dass der Sarg zunächst im Erdgeschoss des romanischen Wehturmes gestanden hat. Dort sind jedenfalls in einer Höhe von ungefähr 1,20 Metern über dem Boden – auf der Nordseite drei und an der Südseite zwei – Menschenschädel mit dem Hinterkopf in die Wände eingemauert, während das Gesicht. Das heute größtenteils abgeschlagen ist, daraus hervorstand. Offensichtlich handelt es sich hierbei um eine etwas eigenwillige Begräbnisstätte der den Ton angebenden Familie des Dorfes. Zieht man die Steinmasken der Rhedener Kirche, des Alfelder Rathauses und vieler weiterer romanischer und gotischer Gebäude als Reste heidnischer Auffassungen von guten und bösen Geistern heran, mildert sich der erste Eindruck und ein tieferer Sinn deutet sich an.“

Stattdessen stellten die Eberholzener den Steinsarg außerhalb der Kirche unter die Dachtraufe. Nach einem Bericht des Eduard Crusius, der von 1825 bis 1837 Pastor in Eberholzen war, soll der Sarg nur wenige Jahre vor seinem Dienstantritt geöffnet worden sein. Im Inneren sollen ein Schwert und Totengebeine gefunden worden sein. Seinen heutigen Platz fand der Sarkophag erst zu Beginn des 20. Jh.

An einen über viele Jahre andauernden Streit zwischen den Eberholzern und ihren Nachbarn in Heinum und Wallenstedt erinnert ein Gedenkstein, der dem Bauern Heinrich Arnemann gewidmet wurde. Bei Thomas Dahms und Gerhard Kraus heißt es dazu:

„Als der Graf alt wurde, verweigerten die Eberholzener ihm die Lehnsdienste, man sagt, sie hätten ihn nicht zur Kirche fahren wollen. Er wandte sich an die Heinumer und Wallenstedter, und diese fuhren und geleiteten ihn, so oft er es wünschte. Als der Graf Eilbert nun starb, legten die Eberholzener seinen Leichnam in den oben erwähnten Sarkophag und stellten ihn an der Kirche vor den Altar. Als dann später das Testament geöffnet wurde, mussten die Eberholzener feststellen, dass der Graf Eilbert den Heinumern und Wallenstedtern dafür, dass sie ihn zur Kirche gefahren hatten, den „Link“ (ein 500 Morgen umfassendes Stück Wald oberhalb von Eberholzen, Anm. d. Red.) vermacht hatte. Sie wurden wütend, packten den Sarkophag, rollten ihn wieder aus der Kirche hinaus und stellten ihn draußen unter die Dachtropfen. Diesen Platz hat er gehabt, bis der Kirchplatz planiert und der Sarkophag dort aufgestellt wurde, wo er noch heute steht.“

Und die Chronik der Gemeinde Sibbesse berichtet weiter: „Das geerbte Stück Wald der Heinumer und Wallenstedter soll den Eberholzenern immer ein Stein des Anstoßes gewesen sein, denn die Erben mussten Eberholzener Wege benutzen, wenn sie zu ihrem Link wollten, waren aber nicht bereit, sich an der Instandhaltung der Wege zu beteiligen. Diesen Zwist hat Heinrich Arnemann aus Eberholzen erst 1955 geschlichtet. Heute heißt der Weg zum Brüggener Stieg Arnemann-Weg. Auch ein Gedenkstein weist dort mit der Inschrift „Seid einig, dann seid ihr stark“ auf das Geschehen hin.“

Den Arnemann-Stein findet man über die Rösestraße bergauf in der Nähe der Eberholzer Grillhütte, die auch ausgeschildert ist. Den Grillplatz lässt man links liegen, folgt weiter dem Weg bergauf und stößt nach etwa 200 bis 400 Metern auf den Gedenkstein zwischen zwei Sitzbänken.


Historische Baulichkeiten

Der Denkmalatlas Niedersachsen verzeichnet in Eberholzen eine Reihe denkmalgeschützter Gebäude, von denen schon die ersten bei der Durchfahrt durch den Ort ins Auge fallen. Rund um die im historischen Ortskern stehende gotische Kirche gruppieren sich einige aus dem 18. und 19. Jh. stammende Häuser, die man bei einem Gang durch Eberholzen schnell erreicht.

St.-Bartholomäus-Kirche

Zu finden: Eberholzer Hauptstr.23

Die St.-Bartholomäus-Kirche liegt etwas erhöht auf dem mit Bäumen bestandenen ehemaligen Friedhof in der Südhälfte von Eberholzen.

Es handelt sich um eine einschiffige, verputzte gotische Bruchsteinkirche, deren Chor nachträglich gerade geschlossen an das Kirchenschiff angebaut wurde. Deutlich älter ist der unverputzte quadratische Westturm, er stammt vermutlich aus dem 12. Jh.

Man betritt den Kirchenraum über einen Vorbau auf der Nordseite. Dieser entstand im 18. Jh. In diesem Zeitraum fanden auch umfangreiche Veränderungen in der Ausstattung der Kirche und den Fenstern statt. Drei Fensteröffnungen fallen mit Rücksicht auf die Empore im Innenraum zum Teil kleiner aus als die übrigen.

Der Innenraum, dessen qualitätvolle barocke Ausgestaltung bis heute erhalten ist, wird von einem hölzernen Tonnengewölbe überspannt, wobei Gewölberippen und Gurtbögen nachträglich untergelegt wurden. Die Altarempore im Osten wurde 1717, die im Westen und Norden 1722/23 eingebaut. Sie sind aus Tannen- und Eichenholz gefertigt. An der Nordempore sind drei mit Ornamenten verzierten Blaker aus Messingblech angebracht. Die dort eingearbeiteten Jahreszahlen und Buchstabenkürzel deuten auf Stiftungen aus dem Jahr 1725 hin.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche mit Deckenmalereien versehen. Im östlichen Bogenfeld ist, zum großen Teil von der Kanzelwand verdeckt, das Jüngste Gericht dargestellt, in sechs querovalen Medaillons sind Jesaja, die Verklärung des Herrn, die Engel bei Abraham, die Verkündigung, die Geburt Christi und der Traum Jakobs zu sehen. Letzteres wird zum Teil von einer Fensteröffnung durchschnitten, der mit dem Einbau der Orgel entstand.

Der mit Akanthus verzierte hölzerne Kanzelaltar wurde 1731 gebaut. Der dreiseitig vorspringende Kanzelkorb, der über die Altarempore erreichbar ist, wird eingerahmt von gedrehten und blumenumwundenen Säulen. Links sind die Figuren von Moses und rechts von Johannes dem Täufer zu erkennen. Auf der Kanzelbekrönung sind Petrus und Paulus sowie zwei Engel zu sehen, zwischen ihnen etwas kleiner und sitzend eine Figur mit Kelch, darüber der auferstandene Christus mit Siegesfahne.

Unter der Kanzel erkennt man ein Relief mit der plastischen Darstellung des Abendmahls.

In der Ecke zwischen Ostempore und Südwand befindet sich eine umwandete Sakristei.

Das achteckige und farbig gestaltete Taufbecken aus Sandstein im Mittelgang vor dem Ostchor wurde der Gemeinde 1611 gestiftet. Die Wandungsseiten des gebauchten achteckigen Beckens sind verziert mit Engelsköpfen und Stifterwappen. Aus dem Schriftzug im Fries sind die Namen der Stifter Elisabet de La(n)desberg und Gerlac(us) de Kersebruch sowie des von 1607 bis 1632 verantwortlichen Pastors Johannes Leinemanus zu entnehmen. Die Meistersignatur am oberen Rand des Schaftgesimses mit den Initialen M und B lassen auf einen Steinmetzmeister aus dem Leinebergland schließen. Aufgrund dieser Buchstaben und übereinstimmender Schriftcharakteristika lässt sich ein Werkstattzusammenhang zu den Taufsteinen der Nachbardörfer in der Umgebung Adensen, Möllensen und Sibbesse sowie der Taufe von Klein Himstedt (Gem. Söhlde) herstellen.

Der 1717 aus Lindenholz gefertigte Deckel ist mit geschnitzten Figuren des Christus und Johannes d. Täufer verziert.

Aus der gleichen Werkstatt wie die Figuren des Altars stammen die beiden Apostelfiguren des Hl. Bartholomäus und des Evangelisten Johannes an der Südwand der Kirche. Ebenfalls auf dieser Seite hängt ein Ölbildnis des Eberholzener Pastors Henr. Steph. Kuhlemann.

Im Mittelschiff hängen zwei Kronleuchter. Der achtarmige Messingleuchter wurde 1649 angefertigt.

Ungewöhnlicher ist der zweite und größere Lindenholzleuchter vor der Orgelempore aus dem Jahre 1695. Er ist über vier Geschosse mit jeweils acht Armen aufgebaut, farbig gestaltet und mit Blüten, Zapfen und Holzringen reich verziert.

Zur Ausstattung der Bartholomäuskirche gehörte bereits Mitte des 18. Jh. eine Orgel, die jedoch mehrfach überarbeitet und instandgesetzt werden musste und 1796 schließlich durch ein neues Instrument ersetzt wurde. Diese Denkmalorgel wurde mehrfach verändert und instandgesetzt und ist bis heute erhalten geblieben.

Der Zugang zur Orgelempore ist über eine Treppe im Eingangsbereich möglich.

Unter der Orgelempore befindet sich eine Tür, durch die der mittelalterliche Kirchturm zu betreten ist. Da der Zugang zum Turm in der Regel für Kirchenbesucher nicht möglich ist, können an dieser Stelle nur einige in die Erdgeschosswände eingemauerte Menschenschädel erwähnt werden, deren Vorderseiten abgeschlagen wurden. Bis heute konnte nicht geklärt werden, aus welchem Grund und seit wann sich die Schädel hier befinden. Möglicherweise deuten sie auf einen heidnischen Bestattungsbrauch hin.

Für Kirchenbesucher ebenfalls nicht direkt sichtbar sind die Nisthilfen, die der mittelalterliche Turm vielen heimischen Vögeln bietet. Mehr dazu erfährt man hier.

Pfarrhaus

Zu finden: Eberholzer Hauptstr. 26

Nördlich und der Kirche gegenüber liegt das noch heute von einer Pastorenfamilie genutzte Pfarrhaus. Das traufständige zweigeschossige Gebäude mit einem Halbwalmdach und einem Obergeschoss in Fachwerk wurde 1753 errichtet. Das Erdgeschoss ist massiv erneuert worden.

Die ehemals östlich vom Pfarrhaus stehende Scheune existiert heute nicht mehr. 2002 baute die Gemeinde Sibbesse an dieser Stelle einen Kindergarten.

Denkmalgeschützte Wohn- und Wirtschaftsgebäude

Eberholzens Ortsbild wird wesentlich durch einige denkmalgeschützte Wohn- und Wirtschaftsgebäude geprägt.

Direkt am kleinen Kirchweg liegen zwei Fachwerkhäuser, die Anfang des 19. Jh. errichtet wurden. Das Wohnhaus Kirchweg 4 ist ein zweigeschossiger Fachwerkbau mit leicht vorkragendem Obergeschoss und profilierten Füllhölzern und Balkenköpfen. Erbaut wurde dieses um 1820.

Das daneben liegende Wohn- und Wirtschaftsgebäude im Kirchweg 2 entstand bereits im Jahre 1806. Das zweigeschossige traufständiges Wohn-/Wirtschaftsgebäude ist im Wohnteil ebenfalls mit profilierten Füllhölzern und Balkenköpfen verziert.  Die Gefache wurden später zum Teil durch Ziegelmassivmauerwerk ersetzt. Der Wirtschaftsteil hat eine Querdielentordurchfahrt. Ein Erweiterungsbau unter einem Pultdach wurde nördlich angesetzt.

Zu den weiteren denkmalgeschützten Häusern Eberholzens zählen in der Seestr. 4 ein zweistöckiges Wohn-/Wirtschaftsgebäude in Fachwerkbauweise mit außermittiger Querdielentordurchfahrt und einem eingeschossigem Fachwerkanbau mit Fußstreben. Dieses um 1820 errichtete Haus war das erste Schulhaus von Eberholzen in kirchlicher Trägerschaft.

Insgesamt hat es in Eberholzen drei Schulgebäude gegeben, die je nach Schülerzahlen und Bedürfnissen gebaut wurden und das jeweilige Vorgängergebäude ablösten.

Das Wohnhaus in der Försterstr. 2 ist ein zweigeschossiger Fachwerkbau unter einem Satteldach wurde 1736 errichtet. Der Ostgiebel ist zweifach vorkragend, die Fachwerkgiebel wurden später verkleidet. Zum Wohnhaus gehört ein kleines Stallgebäude am Nordende des Grundstücks. Diese Gebäude gehörten zur ehemaligen Försterei von Eberholzen und wurden Anfang der 1970er Jahre verkauft.

Unterhalb des Kirchhofes und direkt an der Hauptstraße liegen die beiden Wohnhäuser Nr. 25 und 27.

Das Haus Eberholzer Hauptstr. 25 ist beispielhaft für die Bauweise des 19. Jh. Das Wohnhaus steht mit dem Nordgiebel zur Straße. Auf dieser Seite liegt mittig die Eingangstür, die über drei Sandsteinstufen zu erreichen ist. Das in Ziegelbauweise errichtete Wohnhaus entstand um 1900 und wurde auf einem massiver Sandsteinsockel gebaut. An der östlichen Traufseite befindet sich mittig ein Zwerchhaus. Das Haus hat Segmentbogenfenster mit Sohlbänken aus Sandstein, Rundfenster in der Giebelspitze und Ziegelziersetzungen.

Etwas älter ist das Nachbargebäude Nr. 27, ein Wohnhaus aus dem Jahre 1860. Das zweigeschossige, traufständige Wohnhaus hat ein Obergeschoss in Fachwerk mit ziegelausgemauerten Gefachen. Das Erdgeschoss ist massiv in roten Ziegeln gemauert, die Giebelflächen mit Ziegelpfannen verkleidet.

Das Haus steht vor der segmentbogigen Kalksteinbrücke über dem Hahnbach.

Auf der anderen Fluss- und Brückenseite liegt ein regionaltypisches Querdielenhaus, ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Fachwerkbauweise, das zwischen 1800 und 1820 entstand. Die Dielendurchfahrt wurde jedoch später in der oberen Hälfte zugemauert und von seinem heutigen Besitzer bemalt.

Im nördlichen Ortsteil von Eberholzen sind in der Dammstraße ebenfalls denkmalgeschützte Gebäude erhalten geblieben.

Diese Straße mündet in die Dammstraße mit folgenden Häusern:

Eckgrundstück Dammstraße /Wendernstraße (Nr. 1) – das am Hang errichtete ziegelmassive Haus war das zweite Schulhaus von Eberholzen. Hinter den verkleideten Giebelflächen befindet sich Fachwerk. Der eingeschossige Bau wurde um 1880 gebaut.

Mitte des 20. Jh. wurde dieses Schulgebäude schließlich durch die dritte Schule ersetzt, die auf dem Eckgrundstück der Eberholzer Hauptstraße zur Schäferstraße entstand. Als der LK Alfeld 1977 im Landkreis Hildesheim aufgeht, wird die Schule Eberholzen geschlossen. Seitdem besuchen die Grundschüler des Ortes die Grundschule in Sibbesse.

Zur Hofanlage Dammstr. 27 im nördlichen historischen Ortsteil von Eberholzen gehören ein Wohnhaus und ein Wirtschaftsgebäude in Fachwerkbauweise, die zwischen 1835 und 1837 entstanden.

Das mit dem Giebel zur Straße ausgerichtete zweigeschossige Wohnhaus hat ein vorkragendes Obergeschoss mit profilierten Balkenköpfen und Füllhölzern.

Das zur Hofanlage gehörende freistehende und ebenfalls giebelständige Wirtschaftsgebäude war ehemals Pferdestall und wurde in jüngerer Zeit als Scheune genutzt.

Diese Hofanlage gilt als charakteristisch für die sich vorrangig in Fachwerkbauten ausdrückende Baukultur im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Um 1900 setzte sich infolge der erfolgreichen Ziegelsteinproduktion schließlich eine neue Baukultur in Ziegelbauweise durch.

Am nördlichen Ortsausgang folgt dann die Hofanlage Dammstr. 39, zu der ein um 1800 errichtetes Wohn-/Wirtschaftsgebäude und die zur Straße hin giebelständige Längsdurchfahrtscheune aus dem Jahr 1861 zählen.