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Kultur in der Region Hildesheim
12.11.2019

PrototypingFutures wird Kultur- und Kreativpilot

Kreative Zukunftssuche erhält Auszeichnung der Bundesregierung!

Die beiden Transformation Designerinnen Julia Senft (Hamburg) und Isabella Kellermeier (Braunschweig) gewinnen die Auszeichnung Kultur- und Kreativpiloten Deutschland 2019 der Bundesregierung. Ihr Projekt PrototypingFutures ist eines von 32 ausgezeichneten Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft, die aus über 800 Bewerbungen ausgewählt wurden und sich bei der Titelverleihung am 12. November in Berlin vorstellen.
Bereits seit zehn Jahren werden jährlich Unternehmer*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft für ihre zukunftsweisenden Ideen mit dem Titel „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ ausgezeichnet. “ Mit ihrem Enthusiasmus, der immer wieder aufs Neue originelle Geschäftsideen und beeindruckende Innovationen hervorbringt, mit Mut zum Risiko und unkonventionellem Denken begeistern auch die als Kultur- und Kreativpiloten
ausgezeichneten Unternehmerinnen und Unternehmer. ”, so Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters. Die Kultur- und Kreativpiloten schlagen in der Konzeption und im unternehmerischen Handeln neue Pfade ein und gestalten mit viel Engagement, Kreativität und Umsetzungskompetenz einen Mehrwert, der weit über den ökonomischen Erfolg hinausgeht. So auch das Team von PrototypingFutures, das sich mit kreativen Lösungen einem aktuellen, relevanten Thema annimmt – der Zukunft ländlicher Räume. Auf der einen Seite haben viele Dörfer mit Landflucht, Überalterung und Infrastrukturproblemen zu kämpfen, auf der anderen Seite wird das Dorf zunehmend zum Sehnsuchtsort für ein entschleunigtes, nachhaltiges Leben in Natur und Gemeinschaft. Ländliche Räume in Deutschland werden sich in den nächsten Jahren stark verändern, doch in welche Richtung? Hier wollen die Absolventinnen des Studiengangs Transformation Design Orientierung bieten. Sie haben sich in ihrem Masterstudium auf die Gestaltung von Veränderungsprozessen spezialisiert und sich insbesondere mit den Potentialen ländlicher Räume befasst. Ihr Projekt PrototypingFutures unterstützt Dorfgemeinschaften bei der Visions- und Projektentwicklung durch Workshops, Materialien und Methoden. Diese haben sie bereits im letzten Jahr in zwei Dorfgemeinschaften im Landkreis Hildesheim erfolgreich getestet. Damals hatten Interessierte aus Woltershausen und Dinklar an Testworkshops teilgenommen. Vor allem das positive Feedback der Teilnehmenden motivierte die beiden dazu, das Projekt weiterzuverfolgen.
“ Die zentrale Frage, mit der wir uns beschäftigen, ist: Wie können Dorfgemeinschaften dabei unterstützt werden, eine gemeinsame Vision zu entwickeln und sie Stück für Stück zu verwirklichen? So trägt unsere Arbeit, entsprechend dem Leitbild der endogenen Dorfentwicklung, dazu bei, dass dörfliche Gemeinschaften ihre Handlungsspielräume einer Transformation in Richtung Nachhaltigkeit erkennen und nutzen. ”
Dabei ist klar, Dorf ist nicht gleich Dorf und jeder Ort ist individuell. Daher gibt es für die beiden Unternehmerinnen kein übertragbares “Allheilmittel” oder allgemeingültige Lösungskonzepte. “ Wir geben nicht das “Rezept” vor, sondern steuern die “Zutaten” bei, die Veränderungsprozesse in ländlichen Räumen unterstützen. Dafür haben wir individuell und flexibel einsetzbare Kartensets entworfen und ein Beteiligungsformat entwickelt.”
Die Workshopmaterialien inspirieren und geben vielfältige Impulse, um gemeinsam konstruktive Lösungen für den eigenen Ort zu entwickeln. Vor allem die zahlreichen Beispiele erfolgreich umgesetzter Projekte inländlichen Räumen, sowie aktuelle gesellschaftliche Trends beleben die Diskussion über die Zukunft.
Diese Diskussion ist für die Gründerinnen elementar – am Anfang des Prozesses steht immer die Frage: Wie sieht ein gutes Leben in unserem Ort zukünftig aus und was können wir jetzt tun, um in diese Richtung zu Steuern? Das besondere an ihrer Herangehensweise ist jedoch vor allem, dass es nicht beim Diskutieren bleibt; die Projektideen aus den Workshops werden prototypisch im Ort inszeniert. So wird die Zukunft durch kreative Aktionen und Installationen plötzlich lebendig und direkt erfahrbar. “Wenn plötzlich neues im Ort auftaucht und zum Beispiel Plakate über die neu geplante Veranstaltungsscheune informieren, dann erregt das Aufmerksamkeit und Diskussionen.” , so die beiden Preisträgerinnen. Und wenn etwas erst einmal als Prototyp in der Welt ist, dann ist der Weg zur wirklichen Umsetzung oft gar nicht mehr so weit.

Eine reale Wirkung zu erzielen, darum geht es den beiden Titelträgerinnen. Sie haben eine kreative Lösungsmethode für ein aktuelles und kulturell relevantes Thema entwickelt, ganz im Sinne der Kultur- und Kreativpiloten: “ Die Kultur- und Kreativpiloten Deutschland stehen für den „Creative Impact“, der so wichtig für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft unseres Landes ist. ” (Peter Altmaier)

Weitere Infos finden Sie unter prototypingfutures.de
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