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Voodoo-Ausstellung

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Voodoo-Shop in Louisiana-©RPM, Foto-A. Puzik
16.09.2020 bis 27.09.2020
Roemer- und Pelizaeus-Museum

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

„VOODOO“
(Verlängert bis 27.09.2020)

Im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim (RPM) bietet sich noch bis zum 27. September 2020 letztmalig die Gelegenheit, alle Voodoo-Religionen vollständig an einem Ort zu sehen und ihre Entwicklung nachzuvollziehen. Die dort gezeigte Ausstellung "Voodoo" ist die größte Präsentation, die weltweit jemals zu diesem Thema gezeigt wurde.

 „Das RPM ist sehr stolz darauf, dass die Sonderausstellung zum Thema „Voodoo“ hervorragende Beurteilungen erhalten hat. Diese kamen nicht nur von unseren Besuchern, sondern auch von Wissenschaftlern sowie  Anhängern der Voodoo-Religion selbst. Es war uns ein großes Anliegen über die Inhalte und Geschichte dieser Religion zu informieren, Vorurteile und falsche Vorstellungen auszuräumen und die Faszination, aber auch die mit ihr verbundenen Probleme aufzuzeigen“, so die leitende Direktorin des RPM, Prof. Dr. Regine Schulz.

„Zum ersten Mal überhaupt werden die verschiedenen Voodoo-Religionen in Afrika und Amerika präsentiert. Voodoo ist mit ca. 60 Millionen Gläubigen eine kleine Weltreligion, die ihre Ursprünge in Benin, in Westafrika hat. Mit dem transatlantischen Sklavenhandel kamen An-hänger dieses Glaubens in die Kolonien der Neuen Welt, vor allem nach Haiti, aber z.B. auch nach Brasilien. Sie brachten ihre Religion mit, die sich in Amerika mit dem Christentum, den Glaubensvorstellungen der amerikanischen Urbevölkerung und anderen afrikanischen Religionen verband. Daraus entstanden wieder neue Varianten des Glaubens, vor allem die Vodou-Religion in Haiti, die unzählige Hollywood-Filme inspiriert hat. Die amerikanische Unterhaltungsindustrie hat die Realität des Voodoo sehr verzerrt dargestellt und Klischees geschaffen, die mit dem wirklichen Glaubenssystem nicht viel zu tun haben. Tatsächlich ist Voodoo eine komplexe Religion mit einer höchsten Gottheit und zahlreichen Geistwesen, die – nach den Vorstellungen der Gläubigen – alles beeinflussen, was in der diesseitigen Welt geschieht. Voodoo hat eine vielfältige und farbenprächtige materielle Kultur hervorgebracht und ist ein Glaubenssystem, das auf Nächstenliebe und Toleranz beruht. Dennoch gibt es sie, die Nadelpuppen und Zombies in Haiti“, so der Kurator dieser Sonderausstellung, Oliver Gauert M. A.

Die Ausstellung zeigt alle Aspekte der Voodoo-Religionen in den verschiedenen Ländern anhand von fast 1.200 Objekten, die in ihrem originalen Kontext präsentiert werden. Besucher können authentische und noch in Benutzung befindliche Altäre bestaunen, durch nachgebaute Straßen in Kuba und Brasilien spazieren oder das Haus eines haitianischen Voodoo-Priesters betreten. Unter den Exponaten sind absolute Highlights, darunter das Kostüm eines Juju-Mannes, eines Priesters, der zugleich Richter über schwere Verbrechen in Benin ist, aber auch farbenprächtige Egungun-Masken aus Nigeria und Figuren der Bizango-Geheimgesellschaft in Haiti. Natürlich sind auch Nadelpuppen zu sehen. In das Ausstellungskonzept sind zudem eigene Forschungsergebnisse des Museums und seiner Partner eingeflossen, die hier erstmalig präsentiert werden.

Auch in Zeiten der Corona-Krise bietet diese Ausstellung die Möglichkeit, für einige Stunden
in eine fremde Welt einzutauchen und die Schönheit und Exotik Afrikas und der Karibik zu
genießen.


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