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Seuchen. Fluch der Vergangenheit - Bedrohung der Zukunft

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Seuchen-Ausstellung RPMBanner_600x400_2.jpg
02.10.2021 bis 17.06.2022
10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Roemer- und Pelizaeus-Museum
10,00 €
ermäßigt 8 €, Kinder bis 14 Jahre 5 €

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

Seuchen stellen die größte Bedrohung der Menschheit neben dem Klimawandel dar, mit dem sie eng verbunden sind. Sie haben mehr Menschenleben gefordert als alle Kriege und Naturkatastrophen der Geschichte zusammen. Dem großen Pestausbruch des 14. Jahrhunderts, der Cholera-Pandemie im 19. Jahrhundert oder der Spanischen Grippe zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind viele Millionen Menschen zum Opfer gefallen.

Trotz großer Erfolge in der Medizin fordern Infektionskrankheiten auch heute noch Millionen Todesopfer. Der Ausbruch von COVID-19 hat der Menschheit vor Augen geführt, wie schnell ein Virus das Leben in der modernen vernetzten Welt zum Stillstand bringen und die Existenz von Millionen von Menschen bedrohen kann.

Die Sonderausstellung "Seuchen. Fluch der Vergangenheit - Bedrohung der Zukunft" zeichnet die Geschichte der Seuchen durch die Jahrhunderte nach und gibt einen Ausblick auf die Zukunft.

Im sogenannten Pestkeller steht eine Pestbahre, die aus dem Jahr 1682 stammt. Kurator Oliver Gauert: „Wir haben sie aus der St. Wigbertikirche in Niederzimmern (Thüringen) geliehen, wo die Pest zwischen 1682 und 1684 wütete. Dort starben damals etwa 300 Menschen. Mit der Trage hat man die Leichen aus den Häusern abtransportiert. Sie dürfte hinsichtlich ihres Erhaltungszustands einzigartig sein.“

Von der Universitätsbibliothek Erfurt (Bibliotheca Amploniana) wurde eine aufwändig illustrierte mittelalterliche Handschrift ausgeliehen, die Werke aus dem Corpus Hippocraticum enthält, die dem antiken griechischen Arzt Hippokrates (ca. 460 bis 370 v. Chr.) zugeschrieben werden. Ergänzt wird die Schrift durch Kommentare des griechisch-römischen Arztes Galen (ca. 128/131 bis 199/216 n. Chr.). Die Schrift entstand höchstwahrscheinlich in den 1320er Jahren, und wurde in Oberitalien – wohl in Bologna oder Padua – gefertigt. Oliver Gauert: „Sie gilt als eine der schönsten medizinischen Handschriften des Mittelalters und vor allem der hippokratischen Texte.“ 

Vor allem Besucher aus Hildesheim dürften sich für das Hildesheimer Pestbuch interessieren. Es enthält ein Verzeichnis der in den Jahren von 1597 bis 1623 in Hildesheim an der Pest verstorbenen Menschen. „Dieses Buch, das wir als Leihgabe von der Hildesheimer St. Andreas-Kirchengemeinde bekommen haben, vermittelt einen einzigartigen Blick auf die epidemiologische Entwicklung der Pest im ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhundert.“, so Oliver Gauert.

Beim Medinawurm (Dracunculus medinensis), der einst in vielen tropischen und subtropischen Regionen verbreitet war und heute nur noch in wenigen afrikanischen Ländern vorkommt, handelt es sich um einen Parasiten. Der Wurm löst eine als Drakunkulose bezeichnete und heute selten gewordene Infektionskrankheit aus. Sie zählt zu den ältesten im Detail beschriebenen parasitären Erkrankungen. Der Wurm ist eine Leihgabe der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Das vielfältige museumspädagogische Vermittlungsangebot wird bis zum Ende der Seuchen-Ausstellung fortgeführt. Unter anderem wird am 14.05.22 eine weitere Führung für blinde und sehbehinderte Menschen angeboten.

Mehr Informationen finden Sie hier.


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