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PAUSIERT: Ausstellung: Caring Structures

31.10.2020 bis 09.01.2021
Ort: Angoulêmeplatz 2, 31134 Hildesheim
4,00 €
ermäßigt 2€, Freier Eintritt für Kunstvereinsmitglieder (AdKV) sowie für Kinder und

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

Gruppenausstellung mit:

Edna Bonhomme, Lizza May David & Claudia Liebelt, Feministische Gesundheitsrecherchegruppe (Julia Bonn/Inga Zimprich), Johanna Hedva, Sophie Krambrich und Romily Alice Walden

Erster Öffnungstag der Ausstellung: Samstag, 31.10., 14 – 20 Uhr

*"Jetzt könnte ein guter Zeitpunkt sein, unsere Vorstellung davon, wie eine Revolution aussehen könnte, zu überdenken. Vielleicht sind es keine wütenden, leistungsfähigen Körper, die als Demonstrationszug durch die
Straßen ziehen. Vielleicht sieht es eher wie ein Stillstehen der Welt aus, weil alle Körper erschöpft sind - Care muss Priorität bekommen, bevor es zu spät ist."*

In dem Essay *Get Well Soon* (2020) skizziert Johanna Hedva ein Szenario, das im Frühjahr 2020 durchaus möglich zu sein schien. Es ist mit dem Appell und der Hoffnung verbunden, dass das Wissen um die universelle Verletzlichkeit aller Körper und die Einsicht in die gegenseitige Abhängigkeit zu einem gesellschaftlichen Umdenken führen. Care(1) zu priorisieren und Sorgearbeit zu leisten und-oder auf Sorgearbeit angewiesen zu sein, bedeutet in einer kapitalistisch strukturierten Gesellschaft immer auch, in Reibung mit den normierten und normierenden Vorstellungen von Produktivität und Leistung zu kommen. Es ist an der Zeit, den Ableismus(2) der Gesellschaft grundsätzlich in Frage zu stellen.

Um einen Raum für ein kritisches und zukunftsweisendes Nachdenken über Sorgetragen zu eröffnen, bringt die Ausstellung caring structures Arbeiten verschiedener Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen
zusammen. Sie forschen in Archiven zur selbstorganisierten Gesundheitsversorgung, denken über das Einander-Begegnen in Krisen nach, portraitieren Care-Arbeitende, formulieren das Manifest einer queeren und inklusiven Utopie, recherchieren Naturheilmethoden im Internet und geben Stimmen Raum, die nicht nur von Gesundheitssystemen strukturelle Diskriminierung erfahren. In Video- und Soundarbeiten, Zines, Aquarellen
und Plakaten verweben sich aktivistische und subversive Taktiken mit dokumentarischen und poetischen Erzählweisen. Die Arbeiten regen zu einer Auseinandersetzung mit strukturellen wie individuellen Dimensionen von Care an und lösen die binären Vorstellungen von ‘krank’ und ‘gesund’, ‘leistungsfähig’ und ‘be_hindert’ auf. Dabei werden sorgetragende Strukturen erkennbar, die queer*feministische und kontrarassistische Forderungen ernst nehmen. Sie ermöglichen, sich eine inklusive und gewaltfreie Zukunft vorzustellen.

Wie würde die Welt aussehen, wenn wir radikal mitdenken, dass wir alle von Krankheit betroffen sind?

(1) Der Begriff Care hat im Englischen und im Deutschen eine vielfältige Bedeutung und meint unter anderem Sorgetragen, Aufmerksamkeit, Fürsorge, Pflege und Zuwendung.

(2) Der Begriff Ableismus bezeichnet die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer körperlichen Fähigkeiten. Er ist angelehnt an den englischen Begriff ‚Ableism‘, der in den Disability Studies entwickelt wurde.

Die Ausstellung wird kuratiert von Nora Brünger und Leona Koldehoff und in Zusammenarbeit mit Clara Kiehnlein, Maria Nesemann und Ben Leven durchgeführt.

*Rahmenprogramm und Veranstaltungen*

Während der Ausstellung gibt es jeden Mittwoch um 18 Uhr einen kostenlosen Ausstellungsrundgang mit den Kurator*innen oder dem Vermittlungsteam des Kunstvereins.

Im Rahmen der Ausstellung finden Workshops mit der Feministischen Gesundheitsrecherchegruppe (Julia Bonn/Inga Zimprich), Agnieszka Habraschka (k\are:) und eine Lesekreis in Kooperation mit hi*queer statt.

Die genauen Infos zu den Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung werden ab Anfang November auf
https://www.kunstverein-hildesheim.de/ausstellungen/caring-structures/ sowie per Newsletter bekanntgegeben.

AUSSTELLUNGSORTE
Angoulêmeplatz 2
31134 Hildesheim
ebenerdig zugänglich

Kehrwiederturm
Am Kehrwieder 2
31134 Hildesheim
ebenerdig erreichbar

Ausführliche Informationen zur Anfahrt und Zugänglichkeit:
https://www.kunstverein-hildesheim.de/der-kunstverein/information/

Für ergänzende Informationen oder Anfragen zur Zugänglichkeit schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an info@kunstverein-hildesheim.de. Wir bemühen uns um eine Möglichkeit, alle Zugangsbedürfnisse zu berücksichtigen.


ÖFFNUNGSZEITEN
Mi 18 – 20 Uhr
Sa 12 – 18 Uhr
So 12 – 18 Uhr
oder nach Vereinbarung

Die aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Bitte denken Sie an eine Mund-Nase-Bedeckung.
Die Ausstellung wird gefördert vom Land Niedersachsen, der niederländischen Botschaft, der Friedrich Weinhagen Stiftung und der Stadt Hildesheim.

Das Vermittlungsprogramm des Kunstvereins Hildesheim wird durch das Land Niedersachsen und die VGH-Stiftung gefördert.


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Telefon: 0 51 21/ 309 6010
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