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DIE ZIRKULATION VON ARBEIT, KAPITAL UND LEBEN ALS LIEFERKETTE

21.03.2026
11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Domhof 18-21
31134 Hildesheim
Telefon: 05121 307770
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Weitere Informationen zur Veranstaltung:

29. OKTOBER 2025 bis 06. APRIL 2026

Alice Creischer / Andreas Siekmann

Das Dommuseum Hildesheim präsentiert die Ausstellung Die Zirkulation von Arbeit, Kapital und Leben als Lieferkette. Das Potosí-Prinzip-Archiv erklärt einen Typus ecclesiae catholicae von Alice Creischer und Andreas Siekmann mit Gastbeiträgen von Sonia Abián und Max Jorge Hinderer und einem Gemälde von Tshibumba Kanda Matulu.

In einer drei Räume umfassenden Installation werden Aspekte von historischer und gegenwärtiger Ökonomie, von Bergbau sowie von Kolonialismus und Mission thematisiert. Mit dem ‚Potosí-Prinzip‘ kontextualisieren und interpretieren die Künstler:innen historische Objekte aus der Sammlung des Dommuseum Hildesheim neu.

Aus dem Silberberg bei der Stadt Potosi in Bolivien wurde im 16. Jahrhundert so viel Silber abgebaut, dass man sagte, man hätte damit eine Brücke über den Atlantik bis nach Spanien bauen können. Mit diesem Kapital wurde eine weltweite Dynamik in Gang gesetzt, die – so Creischer / Siekmann – sich bis heute fortsetzt. Sie besteht aus Industrialisierung, Bankwesen, Handel sowie Vertreibung und Verfügbarmachung von Personen sowohl in Europa als auch in den Kolonien. Sie ist ein ‚ Potosí-Prinzip ‘.

Aus dieser übergreifenden Perspektive werden das Wrisberg-Epitaph im Dommuseum und der Silberberg von Potosí, die Coltan-Minen im Kongo sowie die Nutzerdaten zeitgenössischer Kommunikationstechnologien betrachtet.

In ihren Werken nehmen die Künstler:innen einerseits Bezug auf die Formensprache der Wiener Methode der Bildstatistik und den Bilderatlas von Aby Warburg, andererseits arbeiten sie mit einfachen Materialien. Das Potosí-Prinzip war ein Projekt, das sich 2010 kolonialen Barockgemälden in Bolivien widmete. 10 Jahre später entstand aus den zahlreichen Dokumenten und Quellen des Projektes ein Archiv. Das Projekt und das Archiv verstehen sich als kollektive Praxis eines kontinuierlichen künstlerischen Austauschs zwischen den Polen von globalem Norden oder Süden. Entsprechend sind an der Ausstellung Sonia Abián und Max Jorge Hinderer beteiligt und es wird ein Gemälde von Tshibumba Kanda Matulu präsentiert.


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