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Wittenburg / Elze – Anna und Michael Rofka – Erdboten

Über die Künstler

Anna Rofka (geb. 1984  in Sewerodonezk/ Ukraine ) und Michael Rofka (geb. 1964 in Peine/ Niedersachsen) realisieren seit mehr als 10 Jahren künstlerische Arbeiten auf internationaler Ebene im Bereich der Land Art und Skulptur zusammen. Ausser Deutschland waren Frankreich, Schweden, Taiwan, Indien, Estland, Österreich, die Schweiz, Andorra und Japan Stationen ihrer Arbeit. 

Anna studierte eher klassisch geprägte Kunst in Lugansk und in Kyiw, Michael am Kunstseminar Metzingen, einer eher konzeptuell ausgerichteten interdisziplinären freien Kunstakademie. Gerade durch ihre ganz unterschiedlichen künstlerischen Ausbildungen und sehr verschiedenen individuellen Arbeiten gelingt es ihnen immer wieder, neuen Herausforderungen in gemeinsamen Werken kreativ zu begegnen. Dabei spielen Naturphänomene von Licht, Klängen und Formen eine zentrale Rolle. Ihre oft auch interaktiven Werke stehen aber auch im Zusammenhang einer zeitgenössischen Natur- und Landschaftsästhetik.

Erdboten

Die aus Naturmaterialien kreierte Installation von Anna und Michael Rofka an der Wittenburger Kirche mag auch an Schoten erinnern. Im Titel spielen sie aber auch mit den Assoziationen 'Bote' und 'Boote'. Auf jeden Fall sind es organische aus Zweigen geformte Objekte in denen sich Kugeln aus Zweigen und Gras befinden. Eingebettet sind sie in verschieden farbige Erden. Die einzelnen Elemente sind miteinander verbunden. Auch wenn sie an pflanzliche Gebilde erinnern bieten sie keine direkte begriffliche Entsprechung, auch wenn sie von Samenformen inspiriert sind. Vielmehr sind sie ein Fantasieprodukt, dass natürliche Materialien in einen neuen Sinnzusammenhang bringt.

Ziel ihrer künstlerischen Arbeiten ist auch weniger eine festgefügte Interpretationsmöglichkeit, sondern Eindrücke hervorzurufen, die einen ästhetischen Zugang zum Werk und zur Natur erfahrbar machen. Der Erdboden als 'Füllmaterial' erzeugt hier am ehesten eine Empfindung von 'Fülle', die der Erfahrung des Künstlerpaars entspricht.

Dieses Kunstwerk wurde im Februar 2026 abgebaut.

Über das Projekt

Das Kunstwerk ist Teil der Ausstellung im Rahmen des Projekts BodenKunstSchätze, das künstlerische Perspektiven auf den Boden als Lebensgrundlage, Speicher von Geschichte und Träger kultureller Bedeutung eröffnet. Die Ausstellung umfasst 9 Ausstellungsorte im Landkreis Hildesheim, an denen sich nationale und internationale Kunstler:innen mit dem Thema Boden auseinandergesetzt haben, sowie ein reiches Begleitprogramm, das unter anderem das Hildesheimer Bodenbündnis als Initiator des Projekts zu Wort kommen lässt. Weitere Infos unter https://www.kulturregionale.de/de/magazin/bodenkunstschaetze

Das Projekt BodenKunstSchätze ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Cluster e. V. und der Cluster Projekte GmbH.

Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Union über LEADER, den Landschaftsverband Hildesheim und den Landkreis Hildesheim.

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