Eröffnung: "Fata Morgana"
Morgens um 10.00 Uhr war die niederländische Künstlerin Karin von der Molen mit ihrer Installation "Fata Morgana" fertig. Also konnte nun auch eine Einweihung stattfinden. Und so versammelten sich spontan am Abend einige interessierte Bewohner*innen aus Deinsen und eine Besucherin, die sich mit dem Fahrrad aufgemacht hatte, die Kunstwerke der BodenKunstSchätze aufzusuchen.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Ortrud Michael, Dorfmoderatorin, gab Birgit Krauß vom Kulturbüro Hildesheim Einblicke in das Projekt. Anschließend erzählte Karin van der Molen, warum sie sich für dieses Werk entschieden hat: Die Arbeit besteht aus drei transparenten Heuhaufenformen, die wie stille Erinnerungen an vergangene Zeiten wirken. Einst prägten solche Heuhaufen die Felder der Region - Sinnbilder für das enge Miteinander von Mensch, Tier und Erde. Heute sind sie aus dem hiesigen Landschaftsbild verschwunden. In ihrer Installation tauchen sie neu auf: nicht mehr als praktische Objekte, sondern als fragile, durchscheinende Kunstwerke. Sie erscheinen flüchtig, fast unwirklich – wie eine Fata Morgana, die zugleich die Geschichte erzählt und den Blick für die Landschaft neu öffnet.
Feierlich übergab Karin van der Molen ihre Installation in die Obhut von Andres Stucke, dem Eigentümer der Wiese am Külf. Er hatte das Projekt in den vergangenen Tagen bereits tatkräftig unterstützt. Als es bei der Umsetzung kleine Material-Engpässe gab, sprang die Deinser Dorfgemeinschaft kurzerhand helfend ein.