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Lamspringe / Lamspringe – Stefano Devoti – Subways

Über den Künstler

Stefano Bosi Devoti (geb. 26. Juni 1970) begann seine künstlerische Laufbahn in Malereiateliers, bevor er seine Ausbildung in Steinbrüchen, Metallgießereien und in verschiedenen Holztechniken vertiefte. Er studierte an der Scuola Libera del Nudo der Akademie der Bildenden Künste Venedig und absolvierte eine Lehre in Siebdruck im Fallani Venezia Studio.

Sein künstlerisches Interesse richtet sich auf die Dimension der Schwelle – auf Grenzbereiche, die durch verschiedene Phasen des kreativen Prozesses markiert sind. Devoti verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, um diese Übergänge zu untersuchen und in seinen Arbeiten sichtbar zu machen.

Seit 2005 ist er im Bereich site-specific („ortsbezogener“) Skulpturen und Installationen aktiv. Im Außenraum konzentriert er sich besonders auf die menschlichen Spuren und Erfahrungen, die einen Ort prägen, und sucht nach dem Faden des permanenten Dialogs zwischen Mensch und Landschaft.

Neben seinen Arbeiten als Bildhauer ist Devoti im Bereich des Holzschnitts tätig, Mitglied der Künstlervereinigung ALI Free Engravers und beschäftigt sich seit 2020 auch mit der Herstellung von Papier aus rohem Bambus. Weitere Informationen auch unter https://devoti-stefano.yolasite.com/

"Subways"  - Eine Installation von Stefano Bosi Devoti

Das Werk des italienischen Künstlers Stefano Bosi Devoti macht die verborgenen Schichten des Bodens von Hildesheim auf eindrucksvolle Weise erlebbar. In Form einer brutalistischen Treppenstruktur, die an eine Zikkurat (gestufter Tempelturm aus dem alten Mesopotamien) erinnert, führt die Installation Besucher*innen auf eine symbolische Reise: hinab in die Tiefe der Erdschichten und wieder hinauf ins Licht.

Die Skulptur wurde mit der traditionellen Technik des Stampflehms (Rammed Earth) errichtet. Schicht für Schicht wurde Hildesheimer Boden verdichtet und so ein kompaktes Relief erzeugt, das den geologischen Schichtaufbau der Region sichtbar macht. Dieses Verfahren macht die Materialität des Bodens unmittelbar erfahrbar – jede Lage erzählt von einem anderen Zeithorizont. Für das Werk wurden ausschließlich lokale Erden genutzt.

Über das Projekt

Das Kunstwerk ist Teil der Ausstellung im Rahmen des Projekts BodenKunstSchätze, das künstlerische Perspektiven auf den Boden als Lebensgrundlage, Speicher von Geschichte und Träger kultureller Bedeutung eröffnet. Die Ausstellung umfasst 9 Ausstellungsorte im Landkreis Hildesheim, an denen sich nationale und internationale Kunstler:innen mit dem Thema Boden auseinandergesetzt haben, sowie ein reiches Begleitprogramm, das unter anderem das Hildesheimer Bodenbündnis als Initiator des Projekts zu Wort kommen lässt. Weitere Infos unter https://www.kulturregionale.de/de/magazin/bodenkunstschaetze

Das Projekt BodenKunstSchätze ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Cluster e. V. und der Cluster Projekte GmbH.

Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Union über LEADER, den Landschaftsverband Hildesheim und den Landkreis Hildesheim.

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