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Betheln / Gronau – François Davin – Hier ist der Boden noch heiliger

Über den Künstler

François Davin (Frankreich) begann seine künstlerische Laufbahn als Maler und Bildhauer. In dieser frühen Phase war er in Galerien in Paris und New York vertreten. Seit 1991 jedoch hat er seine Praxis grundlegend verändert: Er widmet sich ausschließlich dem Schaffen für Orte – ortsspezifischen Arbeiten, die in engem Dialog mit der Umgebung entstehen.

Seine Kunst ist geprägt von der Beziehung zwischen Raum, Geschichte, Geologie, Fauna, Flora und Gemeinschaft von der Ort. Davin integriert in seine Projekte oft die Beteiligung der Menschen vor Ort, wodurch eine Art zeremonieller Moment entsteht, der Kunst und gelebte Erfahrung verbindet.

Mit mehr als 200 realisierten Arbeiten auf fünf Kontinenten ist François Davin international präsent. Seine Werke zeichnen sich durch eine poetische Sensibilität aus, die den Charakter des jeweiligen Ortes verstärkt und ihn in ein neues, oft spirituelles Licht taucht.

Weitere Informationen unter www.yatooi.com/category/ARTISTS-F/Francois%20Davin

"Hier ist der Boden noch heiliger"

Vor der Kirche in Betheln entfaltet François Davin mit seiner Installation „Hier ist der Boden noch heiliger“ ein poetisches Spiel aus Licht, Ort und Bedeutung. Der Künstler reagiert auf die gegenüberliegende blinde Kirchenmauer, die keine Öffnung zulässt, als fehle ihr ein Buntglasfenster.

In seiner Arbeit verwandelt Davin den Boden selbst in ein solches Fenster, das nicht Licht von außen einfängt, sondern ein heiliges Leuchten aus dem Inneren der Erde ausstrahlt.

Das Werk thematisiert die heilige Dimension des Bodens, der uns nährt, uns Leben schenkt und uns am Ende wieder aufnimmt. Das Werk lädt die Besucher ein, die verborgene Kraft des Ortes mit neuer Aufmerksamkeit zu entdecken. Der Boden symbolisiert die geistige Verbindung von Mensch, Natur und Transzendenz.

Das Kunstwerk wurde Februar 2026 abgebaut.


Über das Projekt

Das Kunstwerk ist Teil der Ausstellung im Rahmen des Projekts BodenKunstSchätze, das künstlerische Perspektiven auf den Boden als Lebensgrundlage, Speicher von Geschichte und Träger kultureller Bedeutung eröffnet. Die Ausstellung umfasst 9 Ausstellungsorte im Landkreis Hildesheim, an denen sich nationale und internationale Kunstler:innen mit dem Thema Boden auseinandergesetzt haben, sowie ein reiches Begleitprogramm, das unter anderem das Hildesheimer Bodenbündnis als Initiator des Projekts zu Wort kommen lässt. Weitere Infos unter https://www.kulturregionale.de/de/magazin/bodenkunstschaetze

Das Projekt BodenKunstSchätze ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Cluster e. V. und der Cluster Projekte GmbH.

Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Union über LEADER, den Landschaftsverband Hildesheim und den Landkreis Hildesheim.

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