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Kulturmarkt Derneburg

Nach monatelanger Vorbereitung war es am 10. & 11. Juli 2004 endlich soweit. In Derneburg fand der vom Netzwerk Kultur und Heimat Börde-Leinetal organisierte Kulturmarkt statt.

Das Netzwerk präsentierte sich erstmals mit einem größeren Projekt einer breiten Öffentlichkeit, und das mit Erfolg: zwei Tage voller Spaß und Kultur warteten auf die zahlreichen Besucher.

Über 250 Künstler, Aussteller und Helfer hatten ein buntes Programm auf die Beine gestellt, mit vielfältigen Angeboten und Aktionen für die großen und kleinen Gäste.

Obwohl das Wetter gerade am Samstag nicht immer mitspielte, sorgten Musik- und Theatergruppen auf drei Bühnen für Spaß und Unterhaltung. Bands, wie die Funky Valentines und die Skiffle Rats brachten Stimmung auf die Open-Air-Bühne, während in der Scheune die Tänzer von Ars Saltandi mit ihrer mitreißenden Tanz- und Akrobatikshow und zu späterer Stunde die Blues Devils, mit Blues und mitreißendem Jazz für Begeisterungsstürme sorgten.

Neben dem vielfältigen Bühnenprogramm waren zahlreiche Aussteller mit Ständen und Aktionen vertreten, darunter Museen, Künstlerinitiativen, Kunst- und Kulturvereine, die sich und ihre Arbeit präsentierten. Besonders am Sonntag, als die Sonne sich doch noch zeigte, konnten die Besucher schöne und ausgefallene Dinge an den Kunsthandwerksständen erstehen und versorgt mit Gutem aus der Region, mit Rahmfladen oder Würstchen der Musik zuhören.

 

Begeistert wurde auch die Aktion der Künstlergruppe Holler Art aufgenommen, bei der die Besucher gemeinsam aus Alltagsgegenständen, wie Kerzen, Aststücken und bemalten Tellern, die in einem Netz zu einer Art Segel zusammengesetzt wurden, selber ein Kunstwerk entstehen ließen, das auf der Wiese bewundert werden konnte.

Auch für die Kleinen gab es vieles zu entdecken. Bei der Kunstschule Rose-Krampe konnten sie unter fachkundiger Anleitung malen, sich beim Kindertheater amüsieren oder beim Ponyreiten ihren Spaß haben.

Obwohl die zwei Tage mit einem Eklat endeten, weil der in Derneburg ansässige Maler Georg Baselitz sich durch die Lautstärke und Art der Kunstdarbietungen gestört fühlte und versuchte, die Künstler und Veranstalter mit Beleidigungen zum vorzeitigen Beenden der Veranstaltung zu zwingen, waren sich Aussteller, Künstler und auch die Besucher einig. Der Kulturmarkt war mit seinen zwei Tagen voller Spaß und Anregungen eine überaus gelungene Aktion und hat wieder einmal bewiesen, dass der Landkreis kulturell eine Menge zu bieten hat.