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Monumente

 

Dorfplatz "Am Thie" mit mehreren Denkmälern

Zu finden: Am Thie

Im Dorfmittelpunkt des alten Harsums Am Thie befinden sich Monumente und Denkmäler, die an die Gefallenen des deutsch-französischen Krieges, des ersten und zweiten Weltkrieges sowie an die Schlacht bei Dinklar im Jahre 1367 erinnen. Außerdem befindet sich auf diesem Platz ein Prozessionskreuz, an dem traditionell die Fronleichnamsprozession der Katholischen Kirchengemeinde beginnt.

 

Fünf Prozessionssteine

Zu finden: 
- Stationskreuz am Thie
- Stationskreuz (Spinnekreuz), Förster Straße, kurz vor dem Ortsausgang Richtung Klein Förste, rechts nach dem Elektro-Geschäft
- Stationskreuz an der Breiten Straße, rechts nach der Tankstelle
- Stationskreuz (Dreifaltigkeitskreuz) in der Primissariatsmauer, Konrad-Adenauer-Straße/Mahnhof
- Stationskreuz (Werler Madonna), Konrad-Adenauer-Straße/Morgenstern Richtung Borsum in unmittelbarer Nähe der Apotheke

Die Prozession am Fronleichnamstag, einem der höchsten Feiertage der katholischen Kirche (am Donnerstag in der zweiten Woche nach Pfingsten), beginnt in Harsum nach dem Gottesdienst am Stationskreuz Am Thie, dem Mittelpunkt des alten Dorfes. Anschließend werden der Reihe nach die vier weiteren Stationen besucht. Auf dem Weg singen die Teilnehmer traditionelle christliche Lieder, an den Prozessionskreuzen wird Halt gemacht, um das Evangelium zu hören und gemeinsam Fürbitte zu halten.

Gedenksteine auf dem Hof der ehemaligen Königlichen Domäne

Zu finden: Hof Bernhard Phillips, Hoher Weg 24

Die Gedenksteine befinden sich auf dem heutigen Hof Philipps. Dieser Hof war ursprünglich königlich hannoversche Domäne und vermutlich im Besitz der Familie Bischof Bernwards, dem Gründer des Bistums Hildesheim.

Sandsteinmadonna (Gerichtsmadonna)

Zu finden: Haseder Weg, am östlichen Waldrand in der Nähe des Friedhofes und der Molitoris-Schule.

Die Sandsteinmadonna aus dem Jahre 1726 ist eine Stiftung des bischöflichen Amtmannes Johann Heinrich Cordes, der unter der Bevölkerung auch als Regent von Harsum in Erinnerung geblieben ist. Die Amtmänner waren Pächter des Harsumer Urhofs und gleichzeitig Gerichtsherren im Ort. Alle Bauern des Dorfes waren diesem Urhof unterstellt.

Die überlebensgroße Madonna, die nach Wunsch ihres Stifters ihren Platz eigentlich auf dem Thie finden sollte, steht vor den Toren Harsums am Waldrand. In ihrem Sockel ist der Name des Stifters zu lesen. Einer Tafel neben der Madonna sind nähere Informationen zu entnehmen. Auf dem Weg von Hasede, auf dem alten Mühlenweg, blieb der Transport mit dem schweren Sandstein-Standbild im sumpfigen Untergrund am Ostrand des Waldes stecken.

Nach einer alten Sage konnten selbst die zehn stärksten Pferdegespanne aus Harsum die Figur nicht mehr fortbewegen. Die Menschen deuteten dieses Ereignis als Zeichen der Gottesmutter, sie wolle hier am Waldesrand bleiben. Seitdem steht sie hier und schaut auf das Dorf zu ihren Füßen.

Während des 1. und 2. Weltkrieges war die Madonna regelmäßig Gebetsstätte für die Soldaten des Ortes und noch heute findet dort während der Sommermonate einmal monatlich ein ökumenischer Gottesdienst statt.

Die lateinischen Inschriften am Sockel lauten übersetzt:

“DIESE STATUE LIESS ZUM ZEICHEN DER VEREHRUNG GEGÜBER DER HEILIGSTEN JUNGFRAU MARIA DER PRÄFEKT VON STEUERWALD JOHANNES HEINRICH CORDES IM JAHRE 1726 ERRICHTEN“

SPIEGEL DER GERECHTIGKEIT UNSERE HOFFNUNG SEI GEGRÜSST"


Wald-Kreuzweg

Zu finden: Im Wald am Ende des Haseder Wegs, hinter der Marienwaldkapelle

Ein Spaziergang von der Marienkapelle aus durch den schönen Laubwald im Osten Harsums führt vorbei an einem Kreuzweg, dessen Sandsteinstelen 1864 von der Fabrikantenfamilie Joachim Rohlmann gestiftet wurden. Dem aufmerksamen Beobachter wird hier eine Besonderheit auffallen: Die vierzehn Bilder, in denen der Weg Christi üblicherweise von seiner Verurteilung bis zum Tod am Kreuz dargestellt wird, sind hier ergänzt worden durch ein fünfzehntes Bild, der Station Null, die Christus in der Nacht vor seiner Verurteilung auf dem Ölberg zeigt.