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Frosch und Echse - ich entdeck'se

OVH ruft zur Beobachtung von Amphibien auf

Jetzt im Frühjahr sind Frösche, Kröten, Molche und Salamander gut zu beobachten. Sie sind auf Partnersuche und an ihren Laichgewässern zu sehen oder zu hören. Ein idealer Zeitpunkt, um die aktiven Tiere zu beobachten;
Amphibien wandern meistens nachts, denn dann ist die Luftfeuchtigkeit höher und die Tiere können nicht austrocknen.

Im Landkreis Hildesheim ruft der Ornithologische Verein Hildesheim (OVH) dazu auf, diese Beobachtungen auch zu melden, entweder über die App „ObsIdentify“ oder bei www.observation.org. Alle Meldungen sind automatisch auch Teil des BioBlitz 2026.
Der Bioblitz ist eine bundesweite Bürgerwissenschafts-Aktion, bei der in einem festgelegten Gebiet innerhalb eines Jahres so viele wildlebende Arten wie möglich dokumentiert werden sollen. Sie weckt nicht nur die Begeisterung für die heimische Artenvielfalt, vor allem unterstützt sie die naturwissenschaftliche Forschung, denn alle Meldungen gehen an die internationale Datenbank observation.org. Hier stehen die Funddaten Wissenschaftler:innen zur Verfügung, zum Beispiel um Schutzgebiete auszuweisen oder Rote Listen bedrohter Tier- und Pflanzenarten zu erstellen. Ehrenamtliche Erforschung der Natur ist deshalb ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Erweiterung des Wissens über unsere heimische Natur. Außerdem ist der BioBlitz ein Wettbewerb um die meisten Arten-Meldungen, bundesweit treten Landkreise und kreisfreie Städte gegeneinander an. Der Landkreis Hildesheim hat seine Meldungen seit der Erstteilnahme im Jahr 2021 kontinuierlich gesteigert.

In Deutschland gibt es 21 Amphibienarten, davon sind in Niedersachsen 19 Arten heimisch. Sie gehören den Ordnungen der Schwanzlurche (Salamander, Molche) und Froschlurche (z.B. Frösche, Kröten, Unken) an. Alle Arten stehen laut Bundesartenschutzverordnung unter besonderem Schutz.

Amphibien sind stark gefährdet, nicht nur während der Wanderung zu und von ihren Laichgewässern über Straßen und Wege. Die Bestände sind durch die vielen negativen Einflüsse auf ihre Lebensräume wie Verluste von Habitaten durch Trockenlegung von Feuchtgebieten, intensiver Landwirtschaft oder dem immer größeren Flächenverbrauch durch Straßen- und Siedlungsbau und dem Klimawandel bedroht. Zudem bedroht seit einigen Jahren eine schwerwiegende Hautinfektion die sogenannte Salamanderpest (Bsal) ausgelöst durch Chytrid-Pilze die Lurche.

Wir bitten daher bei der Suche nach Amphibien unbedingt die Regeln der Naturschutzgesetze zu beachten und insbesondere keine Tiere zu berühren!