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Draussen in der Natur

Gärten und Parkanlagen

Schlosspark Volkersheim

Zu finden: Steinweg 4

Der Schlosspark von Volkersheim wurde Anfang des 20. Jh. unter Albrecht von Gadenstedt angelegt. Der Gutspark auf der Ostseite des Schlosses hatte einen Teich und von hier aus führte eine Allee aus in Blöcken gepflanzten Pappeln, Hainbuchen, Eichen und Kastanien durch die Felder bis zum Volkersheimer Wald am Hainberg hinauf. Diese Allee diente, wie es in der Festschrift zum 850igsten Bestehen Volkersheim erzählt wird, „der Gutsfamilie als Spazier- und Reitweg", der - Albrecht war leidenschaftlicher Pferdezüchter und Reiter – „zu jedem Wochenende gefegt wurde, immerhin in einer Länge von mehreren hundert Metern."

Vom Verkauf des Schlosses an den Landkreis Gandersheim im Jahre 1953 blieb der Park zunächst ausgeschlossen, wurde aber 1961 ebenfalls an den Landkreis verkauft. In der Folgezeit erwarb die Gemeinde Volkersheim einen Teil des Parkgeländes und wandelte dieses in das Gelände des Sportvereins Volkersheim/Schlewecke um. Der andere Teil verblieb beim Landkreis und gehört heute zum DRK-Altenheim im Schloss.

Die durch die Feldmark führende Allee wurde durch den Bau der Autobahn 7 im Jahr 1960 leider zerschnitten und später zum größten Teil abgeholzt. Nur im oberen Teil der Allee haben die großen Kastanienbäume, noch einseitig stehend, diesen Eingriff überlebt.

Später wurde der Hügel aufgeforstet und ist heute unter der Bezeichnung „Tannenberg“ bekannt. Hier wurden sehr versteckt ein großer und drei kleine Sandstein-Quader, die 1888 im Andenken an den letzten Besitzer des Gutes Volkersheim, Albert von Cramm, von seiner Adoptivtochter Hedwig, geb.von Krosigk und ihren drei Kindern Augusta, Albrecht und Gebhard, aufgestellt.

Spielplatz

Zu finden: nördlicher Kirchhof

Mitten im Ort auf der Nordseite der Kirche findet man in Volkersheim einen Spielplatz, der ganzjährig geöffnet ist und allen Kindern des Ortes zur Verfügung steht. Auf diesem Gelände verbrachten die Volkersheimer Grundschüler früher ihre Pausen, da der Schule neben der Kirche kein Außengelände zur Verfügung stand – offensichtlich sehr zum Leidwesen des letzten Schullehrers Friedrich Freitag, der 1952 hierzu kritisch bemerkte: „Der steigende Verkehr wirkt sich ... immer nachteiliger heute auf die Schule aus. Da ... die Kinder von der Schule zum Spielplatz die Straße überqueren müssen, liegt hier für unsere Jugend eine große Gefahrenquelle."

Tierfriedhof

Zu finden: Hainbergstraße, am Ortsausgang Ri. Sehlde

Der Tierfriedhof von Volkersheim ist eine von 11 Einrichtungen dieser Art in Niedersachsen. Er befindet sich am östlichen Ortsrand an der Straße nach Sehlde.

Nähere Informationen erhält man unter der Tel.Nr. 05521-3739 oder 0172-6082522, Markus Baden, Lönsstr.3, 37412 Herzberg am Harz und unter http://www.tierfriedhof-barbis.de

Naturdenkmäler

Kastanien

Zu finden: Das Reststück der alten Allee verläuft parallel zur L493 und auf deren rechter Seite, etwa in Höhe des Geländes des BffL Volkersheim.

Eine Besonderheit Volkersheims war lange die große Allee, die vom Gutspark auf der Ostseite des Schlosses hinauf führte bis zum Waldrand des Hainberg. Sie bestand aus in Blöcken gepflanzten Pappeln, Hainbuchen, Eichen und Kastanien.  Diese Allee diente, wie es in der Festschrift zum 850igsten Bestehen Volkersheim erzählt wird, „der Gutsfamilie als Spazier- und Reitweg“, der „zu jedem Wochenende gefegt wurde, immerhin in einer Länge von mehreren hundert Metern“. Die durch die Feldmark führende Allee wurde durch den Bau der Autobahn 7 in Jahr 1960 leider zerschnitten und später zum größten Teil abgeholzt. Im oberen Teil des Alleeverlaufes haben jedoch die großen Kastanienbäume, heute nur einseitig stehend, diesen Eingriff überstanden. Sie gehören offiziell nicht zu den Naturdenkmälern im Ambergau, erinnern aber noch an einen ganz besonderen Spazierweg.  

Aussichtspunkte

Hainberg

Der Hainbergstraße Ri. Osten/Jägerhaus bergauf folgen. Vom Waldrand auf Höhe des ehemaligen FKK Sportparks aus hat man einen schönen Blick auf Volkersheim und den Ambergau.

Radwege

Strecke: Bockenem – Nette – Holle – Bockenem
Länge: 38 km

Start ist am Hotel Kniep in Bockenem in der Altstadt. Das Stadtrecht existiert seit 1300. Hier gibt es einen großen und schöngestalteten Marktplatz und die gotische Hallenkirche St. Pankratius, eine historische Superintendentur aus dem Jahre 1584. In Bockenem befindet sich auch das bekannte Turmuhren- und Heimatmuseum, das sogenannte Alte Dorf im malerischen Straßenzug Winkel mit Beginenhaus und Heiliggeist-Kapelle. Die prägende Fachwerksubstanz der Altstadt stammt mit wenigen Ausnahmen aus der Zeit nach 1847, als Bockenem zu 90 Prozent eingeäschert wurde.

Weiter geht es nach Königsdahlum. An der Ostseite in exponierter Lage, auf einem Terrassensporn über der Nette, liegt die Stelle der mittelalterlichen Kaiserpfalz Dahlum. Am Fluss steht die historische Mühle, im Dorf am Westrand der Spenglersche Hof, eines der ältesten Bauernhäuser des Landkreises. Die größte Doline Niedersachsens liegt 400 m oberhalb des Verbindungsweges von Königsdahlum nach Hary. Anbei die sogenannte Dillsburg, ehemaliger Alterssitz des Bockenemer Turmuhrenfabrikanten Johann-Friedrich Weule.

In Hary finden Sie ein sehr gepflegtes Ortsbild und einige sogenannte Rübenburgen.

Die Fahrt führt in den Ort Störy mit einem schönen Thieplatz und alter Bauernkirche.

Weiter geht es nach Upstedt, wo auf dem Thieplatz die berühmte 1000-jährige Linde steht. Sehenswert ist auch das hübsche Häuser-Ensemble im Bereich der Dorfkirche.

Nette: Hier gibt es ein Pfarrhaus mit schönem Fachwerk zu bestaunen, ebenso die Dreifaltigkeitskirche mit von Wrisbergschem Wappen über dem Portal und mit sehenswertem Inneren.

Nach circa 5 km erreichen Radfahrer das Wasserschloss Söder, eines der schönsten Barockschlösser Niedersachsens, umgeben von einer großen Parkanlage. Es wurde im Jahr 1742 erbaut und im Jahre 1796 unter Moritz von Brabeck umgestaltet. Um 1800 war es kultureller Mittelpunkt des Hildesheimer Landes.

Der Weg führt weiter zum Schloss (Kloster) Derneburg (km 8,8), das im Jahre 1213 ein Kloster der Augustinerinnen war. Von 1443 bis zur Säkularisation 1803 - mit Unterbrechungen - diente es den Zisterziensern. Es ist eine beschauliche Anlage mit Wirtschaftshof und Fischteichen. Seit 1814 war es im Besitz der Grafen von Münster, die das Kloster zum Schloss umbauten und einen großen Landschaftspark romantisch-klassizistischer Prägung anlegten. Seit 1974 war beides im Besitz des bekannten deutschen Künstlers Georg Baselitz, der hier seinen Wohnsitz hatte und im Schlosspark außerdem ein großes Atelier errichten ließ. Im Jahre 2006 wurde der amerikanischen Kunstsammler Andrew Hall neuer Besitzer.

Ein Hinweis zum Lavespfad und dem Glashaus: Die unter dem Grafen von Münster in Derneburg vorgenommenen Umbauten wurden von dem damals vor allem in Hannover tätigen Baumeister Georg Friedrich Laves geleitet. Er schuf in Derneburg Bauten wie das Schloss, das Glashaus, das Kutscherhaus, die Mühle, die Fischerhäuser, das Mausoleum, den Tempel, schließlich die gesamte Parkanlage. Ein Rundweg erschließt alle diese Objekte. In dem mit einer Restauration verbundenen Glashaus erfährt der Besucher weiteres über die historischen Zusammenhänge.

Die weitere Fahrt führt an Holle vorbei, dem ehemaligen Zentrum des unteren Ambergaus. Hier gibt es ein sehenswertes Heimatmuseum.

Danach geht es weiter nach Sottrum. Am Anfangs des Dorfes liegt am Radweg die Zehntscheune. In der Ortsmitte steht die interessante Barockkirche und zur Nette hin eine ehemalige Mühle.

Der Ambergau-Radweg führt unterhalb der mächtigen mittelalterlichen Burg Wohldenberg vorbei. Sie war im Hochmittelalter Sitz der Ambergau-Grafen. Ihre Zerstörung erfolgte im Dreißigjährigen Krieg, vor allem durch das Heer Piccolominis. Erhalten sind die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wiedererrichtete Vorburg, der 26 m hohe Bergfried und die barocke und weithin bekannte Hubertuskapelle, die aus dem Jahr 1731 stammt.

Sie erreichen das Gut Nienhagen, ein ehemaliges Herrenhaus derer von Bortfeld, die das Gut im 15. und 16. Jahrhundert besaßen (siehe auch den hier vorhandenen Schnitzbalken).

Das Schloss Henneckenrode wurde 1579/80 unter Heinrich v. Salder erbaut. Die sehenswerte Burgkapelle mit Flügelaltar wurde 1597 unter Burchard von Salder erschaffen. Seit 1831/38 dient das Schloß als Waisenhaus, das in der heutigen Zeit von den Franziskanerinnen geführt wird. Sie sehen hier eine sehr markante Schloßanlage mit einem großen Wirtschaftshof und historischer Wassermühle. Das schönes Ortsbild des Dorfes Henneckenrode lädt für einen Augenblick zum Verweilen ein.

In Werder liegt an der Ostseite eine ehemalige Mühle, hier stand einst auch die nicht mehr vorhandene mittelalterliche Wasserburg, von der die Grafschaftsrechte über den Ambergau ausgeübt wurden. Werder wird alljährlich von Hochwassern heimgesucht und leidet dann unter Überschwemmungen. Unterhalb der Nettebrücke und des Reiterhofes liegt weites Wiesenland.

Gegebenenfalls bietet sich ein Abstecher zum ehemaligen Schloss derer von Cramm in Volkersheim an, heute ein DRK-Alten- und Pflegeheim. Die Ortsmitte mit St.-Georgskirche ist sehenswert.

Nach weiteren 2 km führt der Weg zurück nach Bockenem.

Ambergauradweg

Mit einem neuen touristischen Angebot werben die Städte Seesen, Bockenem und Holle zukünftig gemeinsam. Auf 32 Kilometern können Radfahrer jetzt den einheitlich ausgeschilderten „Ambergau Radweg“ erfahren.

Der neue Radweg zwischen Seesen und Derneburg schließt die Lücke zwischen dem Fernradweg R 1 und dem „Innerste Radweg“ und stellt damit eine hervorragende Ergänzung des touristischen Radverkehrsangebots der Region dar.
In einer Projektzeit von nur gut einem Jahr wurden die Voraussetzungen für einen einheitlich ausgeschilderten Radweg geschaffen. Durch die idyllische Landschaft des Ambergaus führt der Radweg von Seesen aus über Rhüden, Bornum, Bockenem, Henneckenrode nach Holle und endet in Derneburg.

32 Kilometer „genussradeln“ sind garantiert. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für unbürokratische interkommunale Zusammenarbeit, auch über Kreisgrenzen hinweg. Der neue Radweg wird nicht nur mit einem Flyer beworben. Aktuelle Informationen gibt es auf der eigenen Internetseite unter www.ambergau-radweg.de. Dort findet man neben der Streckenbeschreibung und GPS-Daten auch aktuelle Informationen zu Veranstaltungen entlang des Radweges.

Camping

Wohnmobil-und Campingpark-Ambergau

Zu finden: Hainbergstraße 25, 31167 Volkersheim, Tel.: 0171 / 6 56 46 70

Auf dem Areal des ehemaligen FKK-Geländes am Hainberg wird am 1.März 2022 der neue Wohnmobil- und Campingpark-Ambergau eröffnet. Rund 60 Dauercamper und 135 touristische Gäste werden dann auf einer modern ausgestatteten und ganzjährig geöffneten Anlage Platz finden können. Betreiber ist ein Privatmann, der das 50.000 Quadratmeter große Gelände von der in Volkersheim ansässigen Familie von Gadenstedt pachtet. Zukünftig wird es dort ein modernes Sanitärgebäude und einen Imbiss geben. Die Stellflächen sind mit der notwendigen Stromversorgung ausgestattet, die Nutzung einer WLAN-Verbindung ist möglich.

Von dem idyllisch gelegenen Campingplatz aus ist die nähere Umgebung gut mit dem Fahrrad zu erkunden. Einkaufmöglichkeiten bietet das nicht weit entfernt liegende Bockenem.

Nähere Informationen zum Angebot und zum Service sind hier zu finden.