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Kultur in der Region Hildesheim

Geschichte

Geschichtliches

Erste urkundliche Erwähnung findet Klein Förste 1142, als in einer Urkunde Bischof Bernhards von Hildesheim ein weltlicher Zeuge mit Namen Gerhard von Vorsete genannt wird. Es handelte sich bei diesem wahrscheinlich um einen hier lebenden begüterten Ritter, denn sein Name wird in den folgenden Jahrzehnten mehrfach im Zusammenhang mit dem Dorf Förste erwähnt.

1270 wird Klein Förste im Zusammenhang mit dem Ritter Dietrich von Tossum, einem Kämmerer des Stiftes Hildesheim genannt. Dieser erwarb in Förste Land und übertrug dieses dem Kreuzstifte zu Hildesheim mit dem Auftrag zur Gründung einer Vikarie am Altar des Heiligen Johannes des Täufers. Die dafür angefertigte Urkunde ist bis heute im Staatsarchiv zu Hannover erhalten geblieben. Mit der Gestaltung ihres Wappens erinnern die Klein Förster bis heute an diesen Ritter. So übernahm man aus dessen Wappen die zwei Querbalken in die rechte Hälfte des Dorfwappens und wählte in Anlehnung an die Farben des ehemaligen Stifts die Farbe Gold für die Balken und Rot für deren Untergrund. Für die linke Schildhälfte wählte man als Symbol für die Wiesen und Frühlingsfluren die Farbe Grün, durch die sich ein silbernes leicht gewelltes Band zieht, was für den kurz nach Kriegsende durch die Feldmark gelegten Stichkanal steht. Auf diese Weise haben die Klein Förster Altes und Neues ihrer Dorfgeschichte in ihrem Wappen miteinander vereint.

Obwohl Klein Förste kirchengeschichtlich und kirchenrechtlich schon in der Vergangenheit zu St. Pankratius Groß Förste gehörte und sich dieses auch bis heute nicht geändert hat, entschied die Dorfbevölkerung im Rahmen der Gebietsreform 1974, sich politisch dem Gemeindeverbund Harsum anzuschließen, während der nur ein Kilometer entfernt liegende Ort Groß Förste seitdem zur Gemeinde Giesen zählt. Heute leben in Klein Förste etwa 800 Menschen.

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Klein_Foerste Wappen bearbeitet
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Klein Förste © Verena Bloch
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Klein Förste © Verena Bloch
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Schild Klein Förste © Verena Bloch
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Erinnerung an einen großen Hof in Klein Förste © Verena Bloch
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Fachwerkhaus Klein Förste © Verena Bloch
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Hof Hauptstr. Klein Förste © Verena Bloch
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Hauseingang Klein Förste © Verena Bloch
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Spielplatz am Feuerwehrhaus © Verena Bloch
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Klein Förste © Verena Bloch
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Klein Förste © Verena Bloch
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altes Feuerwehrhaus in Klein Förste © Verena Bloch

Historische Baulichkeiten

St. Johannes Kapelle

Zu finden: Johannesstraße

Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Baptist ist seit dem Mittelalter kirchlich als Filialgemeinde mit der ehemaligen Archediakonatskirche St. Pankratius in Groß Förste verbunden. Eine Erwähnung des Ortes Vorste minor findet sich bereits in einer Urkunde aus dem Jahre 1270, in der der Ritter Dietrich von Tossum die Benediktiner-Mönche des Kreuzstiftes in Hildesheim mit der Gründung einer Vikarie unter dem Patronat des Heiligen Johannes des Täufers beauftragte. Ein Gotteshaus muß demnach also bereits im 13. Jahrhundert in Klein Förste vorhanden gewesen sein. Das mittelalterliche Gotteshaus wurde wahrscheinlich nach der Zerstörung während der Hildesheimer Stiftsfehde (1519 bis 1523) im 16. Jahrhundert wieder aufgebaut.

Mit der Annahme der Reformation trat die kleine Filialgemeinde zum protestantischen Glauben über, gehörte aber im Jahre 1657 wieder zur Pfarrgemeinde in Groß Förste. 1908 wurde die Kapelle renoviert und erweitert, 1962 entstand ein Anbau an der Längsseite. Von der ursprünglichen Einrichtung ist bis auf ein früheres Altar-Gemälde aus dem Jahre 1685, das die Taufe Jesu durch Johannes am Jordan zeigt, nichts erhalten geblieben. Diese Bild befindet sich heute im Seitenschiff der Kirche. Stattdessen ziert ein eindrucksvolles Mosaik heute die Apsis des Kirchenraumes. Es stellt das Lamm Gottes mit der Siegesfahne und die Offenbarung des Johannes dar.

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St.Johannes Klein Förste (3) © Verena Bloch
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St. Johannes Klein Förste © Verena Bloch
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St. Johannes Klein Förste (2) © Verena Bloch
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Spruchstein unter Marienfigur © Verena Bloch
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Marienfigur Klein Förste © Verena Bloch

Alte Schule, heute Dorfgemeinschaftshaus (DGH)

Zu finden: Johannesstraße

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alte Schule, heute DGH Klein Förste © Verena Bloch

Aus alten Aufzeichnungen und Schulchroniken Klein Förstes ist zu ersehen, dass die Kinder des Ortes bereits im Jahre 1824 in einer einklassigen Dorfschule unterrichtet wurden. Vom Bau eines Schulgebäudes wird aber erst im Jahre 1837 berichtet. Dieser Bau bestand nur etwa 70 Jahre und an gleicher Stelle neben der Kirche wurde 1908 eine neue Schule errichtet. Diese erhielt 1966 einen Erweiterungsbau und drei Jahre später einen Schulturngarten.

Seit ihrer Auflösung im Jahre 1972 besuchen die Kinder Klein Förstes die Grundschule in Harsum, das Schulgebäude wird heute als Dorfgemeinschaftshaus (DGH) genutzt.

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