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Kultur in der Region Hildesheim

Draußen in der Natur

Biotope

Die Giesener Teiche

Die Giesener Teiche gehören, auch wenn ihr Name etwas anderes vermuten lasst, nicht zur Gemeine Giesen, sondern zum Hoheitsgebiet der Stadt Hildesheim. Sie sind jedoch eng mit der Gemeinde Giesen verwachsen. Die ehemaligen, künstlich angelegten Fischteiche des Klosters Steuerwald werden gespeist aus den Quellen des Osterbergs. Für die Giesener Bevölkerung stellten die Teiche  schon immer und noch bis zum heutigen Tage ein wichtiges Naherholungsgebiet und Ausflugsziel dar. Den besten Zugang zu den Teichen findet man über den Giesener Wald. Generationen von Kindern lernten hier das Schwimmen und die Dorfbevölkerung genoß das Schlittschuhlaufen auf ihren Eisflächen im Winter. Zur Pflege der Giesener Teiche werden diese heute im Oktober über ein Wehr  trocken gelegt. Ziegen und Schafe fressen dann das Schilf ab und erst im Februar wird das Wasser wieder eingelassen. Seltene Pflanzen und Vögel sind hier zu beobachten.

Das Gebiet der Giesener Teiche ist ein Naturschutzgebiet und das gesamte Jahr über für Wanderer und Spaziergänger zugänglich.

Zu finden: Die Giesener Teiche liegen am Südosthang der Giesener Berge. Wer im Giesener Wald dem Hauptweg folgt, kann die Teiche nicht verfehlen.

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Giesener Teich
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Giesener Teich


Streuobstwiese

Wer mit dem Drahtesel von Emmerke oder Ahrbergen Richtung Giesen radelt, den führt der Weg vielleicht an der Streuobstwiese Im Heeser südwestlich von Giesen vorbei. Hier wachsen zahlreiche Apfel-, Kirsch- und Birnbäume, die im Frühjahr in ihrer Blütenpracht leuchten und im Sommer und Herbst voller Früchte hängen. Die Pflege von Wiese und Bäumen liegt in den Händen des Giesener Heimatvereins, die Ernte aber bleibt traditionell den Kindern der Grundschule Giesen-Hasede vorbehalten. Jedes Jahr im Herbst lassen sie an einem Tag Schule Schule sein und kommen zur Streuobstwiese, um die unterschiedlichen alten Obstsorten von den hochstämmigen Bäumen abzuernten und anschließend zu Most zu verarbeiten. Daher sieht es der Giesener Heimatverein gar nicht gern, wenn andere Obstliebhaber dort unerlaubt Obst in großen Mengen pflücken. Ein Apfel oder eine Birne als Wegzehrung für Spaziergänger und Fahrradfahrer sind dagegen selbstverständlich!
Eingeladen sind jährlich alle Interessenten am Streuobstwiesentag am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober zum Heeber zu kommen. Dann kann nach Herzenslust probiert und Apfelsaft und Apfelkuchen gekostet werden. Und ganz nebenbei lässt sich eine Menge über alte Apfelsorten lernen: oder kennen Sie die Unterschiede von Sternrenette, Goldparmäne, Boskop und Jakob Lebel?

Wer schon vorher mehr erfahren möchte, kann sich über die Website des Arbeitskreises Hildesheimer Streuobstwiesen informieren.

Naturdenkmäler

Beelter Linde 

Die Beelter Linde steht am Standort der Kirche des heute nicht mehr existierenden und einstmals wohlhabenden Ortes Groß Beelte. Eine Sage erzählt, dass "eine wilde Schar Calenberger Soldaten raubend und plündernd über das reiche Dorf" herfiel und es dem Erdboden gleichmachte. Vom Ort sind tatsächlich keinerlei Gebäude mehr erhalten und das gesamte ehemalige Besiedlungsgebiet wird heute landwirtschaftlich genutzt. In trockenen Sommern sind jedoch die Grundmauern der Kirche in den Feldern  zu erkennen und eine 1974 gepflanzte Nachfolgerin der ersten Beelter Linde erinnert noch an diesen verschwundenen Ort.  

Die Beelter Linde ist ganzjährig jederzeit zugänglich.

Zu finden: Groß Beelter Straße Richtung Schachtanlage Siegfried in der Feldmark

Hügelgräber

Das Gräberfeld im Giesener Forst besteht aus 43 Grabhügeln und ist der Bestattungsplatz einer Siedlung der älteren Bronzezeit (1600-1200 v.Chr.). In dieser Zeit wurden die Verstorbenen in Baumsärgen unter Hügelaufschüttungen beigesetzt und diese Hügel mit einem Steinkranz oder einem Graben umgeben. Das Gräberfeld lässt darauf schließen, dass sich in ihrer unmittelbaren Nähe eine Siedlung befunden hat. Nähere Erläuterungen findet der Besucher auf einer im Wald aufgestellten Informationstafel

Das Gräberfeld ist ganzjährig jederzeit zugänglich.

Zu finden: Gräberfeld im Giesener Wald

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Hügelgräber im Giesener Wald, Bild der Schautafel © Heinz-Lorenz Günter
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Hügelgräber Giesener Forst
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Hügelgräber Giesener Forst
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Hügelgräber Giesener Forst

Aussichtspunkte

Der Dreisch ist eine Erhebung bzw. höher gelegene Wiese im Giesener Wald. Von hier aus hat man einen schönen Ausblick über das Land bis nach Harsum/Achtum, bis zum Turm von St. Andreas zu Hildesheim und bei klaren Wetterverhältnissen sogar bis nach Bad Salzdetfurth.

Thema Innerste

 

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Kalimandscharo mit Fluss © Verena Bloch

Giesen gehört zu den Ortschaften der Gemeinde, die direkt an der Innerste liegen. Die Innerste stellte lange Zeit die Grenze zwischen Giesen und Hasede dar. Im Sommer hielten die Giesener dort ihre Füße ins Wasser und die Mühlen der Umgebung wurden durch ihren Strom in Gang gehalten.

Viele Jahre hieß es in Giesen: "Alles was jenseits der Innerste ist, kennen wir nicht."

Die Brücke über die Innerste zwischen am Haseder Sportplatz war Anlass für den ortsbekannten  Brückenstreit.

Radwege

Wer auf der Kulturroute durch die Region unterwegs ist, den führt der Weg auch durch Giesen. Hier sind nicht die kulturellen Leuchttürme zu finden, aber viele charmante kleine Schätze, die die ländliche Region zum Funkeln bringen.

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