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Kultur in der Region Hildesheim

Geschichte

Geschichtliches

In einer leichten Senke des Despetales liegt das Dorf Barfelde. Das Despetal, in dem heute insgesamt ca.1.300 Menschen leben, liegt südwestlich von Hildesheim, nordöstlich der Gemeinde liegt der Hildesheimer Wald. Barfelde ist mit etwa 640 Einwohnern das größte der drei dortigen Dörfer. Im Despetal liegen außerdem Nienstedt und Eitzum.

Der Ort Barfelde findet erstmals 1013 als Berivilti urkundliche Erwähnung, im 13. Jahrhundert taucht er häufiger unter dem Namen Bervelte auf.

Die Wappen der drei Dörfer Eitzum, Barfelde und Nienstedt sind 1974 zu einem einzigen für Despetal verbunden worden. Es geht zurück auf das Jahr 1000 und die in dieser Zeit ansässige Familie von Berevelte. Es zeigt auf goldenem Schild in Schwarz ein Zehnender-Hirschgeweih.

Seit dem 1. November 2016 gehört Barfelde zur Stadt Gronau (Leine) und zur Samtgemeinde Leinebergland.

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Wappen von Barfelde
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Wappen des Despetals
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Das Despetal gemalt von Edgar Günter
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Blick von der Flugwache in Barfelde auf den Hildesheimer Wald © J. Eisbach
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Blick auf Barfelde © Martin Klauss
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Blick auf Barfelde © Verena Bloch
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In Barfelde © Verena Bloch
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In Barfelde © Verena Bloch
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In Barfelde © Verena Bloch
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In Barfelde © Martin Klauss
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Fachwerkhof Im Winkel © Verena Bloch
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Die Despe bei Barfelde © Verena Bloch
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© Verena Bloch
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© Verena Bloch
 

Den Samtgemeindemittelpunkt Gronau sowie die beiden Nachbarorte im Despetal erreicht man mit dem PKW über die L 482 innerhalb weniger Autominuten.

Mit großem Engagement hat der Ortsheimatpfleger E.A. Strüber eine reich bebilderte und mit zahlreichen Dokumenten und Texten versehene Chronik des Despetals zusammengestellt. Durch die Mitarbeit des Fotografen Martin Klauss ist so ein professionell gebundener und 360 Seiten starker Band entstanden, in dem Interessierte stundenlang stöbern können. Wer diese Chronik kennenlernen möchte, melde sich bitte bei Herrn Strüber direkt unter der Tel.Nr.: 0 51 82-32 01 (Despetal einst und jetzt, Beitäge zur Geschichte von Barfelde, Eitzum und Nienstedt, Dorfchronik des Despetals, Ernst August Strüber)

Historische Baulichkeiten

St. Johannes-Kirche

Die Kirche von Barfelde liegt auf einem geschlossenen Platz zwischen dem alten Pfarrhaus und der alten Schule von Barfelde

Die evang. Pfarrkirche St. Johannes ist eine einschiffige Barockkirche aus Bruchstein aus dem Jahre 1738 mit einem Westturm, der 1880 fertiggestellt wurde.
Besonders hervorzuheben sind die Deckengemälde auf der blaugestrichenen Holzdecke. Sie zeigen in der Mitte die Blendung Sauls, über dem Chor die Himmelfahrt Jesu und über der Orgelempore ein Engelkonzert. Alle drei Gemälde entstanden 1738, wurden aber später stark übermalt.
Das achteckige Taufbecken vor dem Altar aus dem Jahre 1663 zeigt an den Wandungen Puttenköpfe.

Am Eingang der Kirche befindet sich ein Opferstock in Form eines eisenbeschlagenen Kastens auf einem viereckigen mit einem Spruch versehenen Ständer. Dieser wurde 1649 gefertigt, der Kasten stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert. Auf dem Opferstock ist folgender Spruch zu lesen: Wer reich wil sein, steh in Gottes Furcht. Thu Gutes den Armen auch dadurch. Wer ihn aber etwas entwent, wirt seinem Richter kommen in die Hend. (...) Blome Anno 1649

Die älteste Glocke von St. Johannis wurde 1532 von Gherhardus de Wou in Barfelde gegossen, die zweite Glocke, die Totenglocke, stammt aus dem Jahre 1735 und stammt ursprünglich aus dem ostpreußischen Leunenburg, poln. Satoczno.

Die Kirche ist nur zu Gottesdiensten geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten bitte melden bei Frau Nierbuhr oder Herrn Strüber, Tel. 0 51 82/ 32 01 melden.

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In Barfelde © Verena Bloch
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Kirchturm © Martin Klauss
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Kircheneingang in Barfelde © Martin Klauss
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Kirchendecke © Martin Klauss
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Kirchendecke © Martin Klauss
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Kirchendecke © Martin Klauss
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Altar © Martin Klauss
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Taufstein in der Kirche zu Barfelde © Martin Klauss
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Opferstock © Martin Klauss

Pfarrhaus und alte Schule

In unmittelbarer Nähe der Barfelder Kirche stehen zwei besonders schöne alte Gebäude, die jedoch nur von außen in Augenschein genommen werden können. Zu nennen sind hier das alte Pfarrhaus, ein Fachwerkhaus unterhalb der Kirche, und das oberhalb der Kirche gelegene und heute als Wohnhaus genutzte und sehr schön restaurierte erste Schulgebäude, ebenfalls ein Fachwerkhaus. In der Schulstraße direkt links neben der ersten Schule findet man auch das zweite Schulhaus. Dieses ist ein Gebäude in Klinkenbauweise, das heute ebenfalls als privates Wohnhaus dient.

Ehemaliger Ackerhof 4

In der Bachstraße steht der denkmalgeschützte ehemalige Ackerhof Nr. 4 der Familie Strüber, der heute die Hausnummer 8 trägt.

Ehemaliger Ackerhof 15 und Feuerwehrhaus

Etwas von der Kirche entfernt finden wir Im Winkel den ehemaligen Ackerhof Nr. 15, ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit gequaderten Eckständern, die darauf hindeuten, dass dieses Haus Anfang des 18. Jhd. gebaut wurde, und daneben das alte Feuerwehrhaus aus dem Jahre 1904. Beide Gebäude stehen ebenfalls unter Denkmalschutz.

Alte Despebrücke

Außerdem findet man in Barfelde eine im Jahre 1680 von der fürstbischöflichen Regierung zu Hildesheim errichtete Brücke. Am Ortsausgang Richtung Eitzum liegend quert sie am Schützenhaus die Despe.

Wassermühle

Die Wassermühle befindet sich an der Dorfstraße gegenüber dem Pfarrhof (Barfelder Hauptstraße). Die Mühle wurde erstmals 1302 urkundlich erwähnt und war ursprünglich Eigentum des Klosters Marienrode. Ihre zwei ursprünglichen Mühlräder wurden für den Säge- und Mahlbetrieb eingesetzt. Erst in den 30er Jahren des 20. Jhd. erhielt die Mühle eine Wasserturbine. Der heutige zweistöckige Fachwerkbau aus der Mitte des 19. Jhd. ist  noch fast gänzlich erhalten geblieben.

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Baudenkmal: Tonnengewölbe der Despebrücke am Schützenhaus in Barfelde
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1. Schulhaus in Barfelde, Schulstr. © Verena Bloch
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Ackerhof Strüber Bachstr. 8 © Verena Bloch
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Baudenkmal Hofanlage Bachstraße 8 in Barfelde
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Feuerwehrhaus Im Winkel © Verena Bloch

Spuren von historischen Produktionsstätten

Wassermühle

Die Wassermühle befindet sich an der Dorfstraße gegenüber dem Pfarrhof. Die Mühle wurde erstmals 1302 urkundlich erwähnt und war ursprünglich Eigentum des Klosters Marienrode. Ihre zwei ursprünglichen Mühlräder wurden sowohl für den Säge- und Mahlbetrieb eingesetzt. Erst in den 30er Jahren des 20. Jhd. erhielt die Mühle eine Wasserturbine. Der heutige zweistöckige Fachwerkbau aus der Mitte des 19. Jhd. ist  noch fast gänzlich erhalten geblieben.

Backhaus der Bäckerei Karl Sievert

Auf einem ehemaligen Ackerhof in der Straße Im Winkel ist das alte und unter Denkmalschutz stehende Backhaus der Bäckerei Karl Sievers zu bewundern.

Kalipforte (Pförtnerhaus der Schachtanlage Mathildenhall)

Wer von Barfelde aus in den Hildesheimer Wald hinaufspaziert, bewegt sich dort oben auf dem Gelände der Schachtanlage und Bergarbeitersiedlung Mathildenhall. Die Schachtanlage war von 1913 bis1937 in Betrieb. Heute ist das gesamte Gelände im Hildesheimer Wald verschwunden und vollständig überwachsen. Das ehemalige Pförtnerhaus von Marienhall, die sogenannte Kalipforte wurde vor einigen Jahren auf einem freien Grundstück in der Schulstraße neu aufgebaut. Es handelt sich hierbei um ein Gebäude aus dem Jahre 1912, das der Dörener Wache, einem Lavesbau in Hannover nachempfunden wurde.

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Die Pförtnerloge von Mathildenhall an ihrem Ursprungsort im Hildesheimer Wald in der Gemarkung Barfelde. Dort erbaut im Jahr 1912 und umgesetzt im Jahre 2000 in die Ortslage von Barfelde in der Schulstraße.

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