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Kultur in der Region Hildesheim

Draußen in der Natur

Gärten und Parkanlagen

Schlosspark

Zu finden: Am Park

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Schlosspark1 © Verena Bloch
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Schlosspark2 © Verena Bloch
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Schlosspark3 © Verena Bloch

Etwa zeitgleich mit der Verlegung des Gutshofes an den Nordrand Bantelns wurde der Park um das Herrenhaus (Schloss) angelegt. Mit dieser Aufgabe beauftragte Alexander Levin Graf von Bennigsen 1845 den Gartenmeister Heike, der besonders bekannt war durch seine umfangreichen Kenntnisse in der Rosenzucht und dem es gelang, eine außergewöhnliche Parkanlage anzulegen. Durch eine gutseigene Gärtnerei war der Bestand an notwendigen Pflanzen und Sträuchern jederzeit sichergestellt. Die Parkanlage war auf ausdrücklichen Wunsch des Grafen für jedermann geöffnet und wurde von der Bevölkerung eifrig genutzt und sehr geschätzt.

Heike selbst muss wegen seines fröhlichen und positiven Charakters nicht nur bei seinem Arbeitgeber, sondern auch im gesamten Dorf ausgesprochen beliebt gewesen sein, denn man ließ es sich nehmen, sowohl zu seinem 40. und 50. Dienstjubiläum als auch zum wohlverdienten Ruhestand ein großes Fest zu organisieren. In der Leine-Deister-Zeitung findet Heike am 31. März 1897 außerdem besondere Beachtung: 

Manch’ Erholungsbedürftiger der in den herrlichen Gartenanlagen Stärkung gesucht und gefunden und dabei dem Schöpfer der prachtvollen Blumenbeete Bewunderung und Dank gezollt. Das freundliche, zuvorkommende Wesen des Herrn Heike und seine Leutseligkeit, sowie seine fachmännische Tüchtigkeit haben seinen Namen weit über die Grenzen der engen Heimat hinausgetragen ... Herr H. ist wegen seiner Leutseligkeit und seines gesunden Humors in hiesigen und weiteren Kreisen eine beliebte und geachtete Persönlichkeit und erfreut sich der wärmsten Sympathien; unter seinen Fachgenossen ist derselbe als tüchtige Kraft bekannt und genießt als solche die größte Hochachtung.

Heute erinnern an den Park des Gärtnermeisters Heike, der noch immer für die Öffentlichkeit zugänglich ist, vor allem die prächtigen und zum Teil seltenen Bäume wie eine riesige Federbuche, die in der Liste der Naturdenkmale Niedersachsens (D-HI 143) aufgeführt ist.

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Federbuche_Schlosspark © Verena Bloch

Im Park nur zum Teil erhalten geblieben sind einige Platten der sog. Grotte, einer Steinsitzgruppe westlich vom Herrenhaus, in denen das Wappen der Familie von Bennigsen, ein Muschelornament und Akanthusranken sowie ein Dudelsack blasender Affe zu erkennen sind.

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SchlossparkGrotte1 © Verena Bloch
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SchlossparkGrotte3 © Verena Bloch
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SchlossparkGrotte2 © Verena Bloch

Spielplätze

Zu finden: am Eingang zum Schlosspark, Blocks-Tannen-Weg, Nordstraße und Am Dahlkamp

An Spielplätzen herrscht in Banteln kein Mangel. Auf insgesamt vier Plätzen, in der Ortsmitte am Eingang zum Schlosspark, im Neubaugebiet Ri. Gronau (Dahlkamp), in der Nordstraße und – besonders schön – in Blocks Tannenweg sind Spiel- und Turnmöglichkeiten zu finden.

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Spielplatz © Verena Bloch

Bürgertreff

Zu finden: Am Bürgertreff

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Kastanienplatz © Verena Bloch

Der Bürgertreff von Banteln ist ein großer Freizeitplatz mit Schutzhütte, Pavillon, Grillplatz und Sitzgruppen, der auf Initiative und unter tatkräftigem ehrenamtlichen Einsatz der Dorfgemeinschaft und mit Unterstützung der damaligen Samtgemeinde Gronau zwischen 1985 und 1988 am Nordrand Bantelns entstand. Seit seiner Eröffnung im Sommer 1988 finden dort regelmäßig größere Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft statt. Darüber hinaus kann der Bürgertreff auch gegen eine Benutzungsgebühr für private Feiern genutzt werden.

Biotope

Alte Leine

Zu finden: Man verlässt Banteln über die Straße „Blocks-Tannen-Weg“ Ri. Süden und folgt der kleinen Straße „Unter der Lith“ bis zum ersten Abzweig nach links. Nachdem man die Leine überquert hat, erreicht man das Gebiet der Alten Leine.

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Alte Leine

Die Alte Leine ist ein alter Seitenarm der Leine zwischen Rheden und Banteln und seit über 100 Jahren von der fließenden Leine abgeschnitten. Es handelt sich um ein naturnahes Gewässer mit altem Baumbestand. An der Alten Leine steht auch die sogenannte „Klause”, im Sommer ein beliebter Anglertreffpunkt. Außer Salmoniden und Zander leben in diesem Gewässer alle heimischen Fischarten. Besonders häufig vertreten sind Aale, Hechte und Schleien. Das Gewässer wird vom Fischereiverein Gronau/Leine e.V. bewirtschaftet und ist für Gastangler freigegeben. Nähere Informationen findet man unter https://www.fischereiverein-gronau.de/

Naturdenkmäler

Lindenallee zwischen Banteln und Gronau

Zu finden: am nördlichen Ortsausgang von Banteln (hinter dem Bantelner Gutshof, Gronauer Weg 20) rechts in den kleinen Wirtschaftsweg abbiegen, an der nächsten Möglichkeit links abbiegen und diesem Weg – der Allee – bis Gronau folgen

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AlleeBantelnGronau © Verena Bloch
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AlleeBantelnGronau1 © Verena Bloch
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AlleeBantelnGronau2 © Verena Bloch

Zwischen Banteln und dem nahegelegenen Gronau verläuft eine alte Lindenallee, auf deren Hälfte die Feldberger Kapelle mit zugehörigem Friedhof liegt. Diese wunderschöne Allee wurde in die Liste der Naturdenkmale Niedersachsens (ND-HI 170) aufgenommen, ebenso drei uralte Eichen (ND-HI 140) auf dem an der Leine entlang verlaufenden Teilstücks zwischen Banteln und dem Friedhof. Die Lindenallee ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu nutzen.

Etwas unterhalb der Feldberger Kapelle liegt außerdem die sog. Tilly-Schlucht, durch die zur Zeit der Belagerung des Leinetals während des 30-jährigen Krieges der berühmte Feldherr Tilly mit seiner Hauptarmee gezogen sein soll.

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FriedhofTillySchlucht © Verena Bloch

Federbuche im Schlosspark

Zu finden: Im Schlosspark, Am Park

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Federbuche_Schlosspark © Verena Bloch

Ebenfalls in der Liste der Naturdenkmale mit dem Eintrag D- HI-143 steht eine seltene Federbuche im Schlosspark von Banteln. Hier gibt es weitere Informationen.

Aus der Liste der Naturdenkmale Niedersachsens:

ND-HI 140: Lindenallee mit 3 Alteichen, Banteln-Ost, am Fußweg zwischen Banteln und Friedhof (52° 4′ 24,2″ N, 9° 45′ 35,4″ O), Schönheit

ND-HI 143: Federbuche, Banteln, im Garten des Altersheims (52° 4′ 5,2″ N, 9° 45′ 25,2″ O), Seltenheit

ND-HI 170: Lindenallee, Banteln-Ost, am Fußweg zwischen Gronau und Friedhof Banteln (52° 4′ 42″ N, 9° 45′ 52,2″ O), Eigenart

ND-HI 334: Blutbuche, Banteln-Ost, im Park des Gutes Banteln (52° 4′ 2,5″ N, 9° 45′ 31,5″ O), Schönheit

Aussichtspunkte

Cölleturm

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Colleturm

Der Cölleturm ist ein Aussichtsturm südwestlich von Banteln auf dem höchsten der nördlichen drei Hügel des Külfs, einem Höhenzug des Leineberglands. Diese drei Hügel waren seit Jahrhunderten durch intensive Holznutzung und Viehbeweidung unbewaldet. Die letzten Bäume sollen Soldaten der Truppen Tillys gefällt haben, als sie 1623 in den Leineniederungen lagerten. Als man ab 1890 wieder mit der Aufforstung begann, wurden Waffen aus der Zeit des 30-jährigen Krieges gefunden.

Zuvor war der Anwalt und Landwirt Friedrich Rautenberg Besitzer von einem Teil dieser Flächen. Um 1840 baute er dort oben zu seinem Privatvergnügen den 8,50 m hohen Turm, legte außerdem am Nordosthang des Külfs einen Weinberg an und trieb einen Weinkeller in den Berg, um die Trauben an Ort und Stelle keltern und den jungen Wein in Fässern reifen lassen zu können. Wegen der rauhen klimatischen Verhältnisse war diese Unternehmung nicht von Erfolg gekrönt und die Rebstöcke verschwanden bald unter wucherndem Gestrüpp und Bäumen. Einzig der Turm blieb erhalten.

1895 wurde Carl Cölle aus Banteln neuer Besitzer des bis dahin noch namenlosen Turms. Cölle eröffnete am Waldrand in der Nähe eine Sommerwirtschaft, die sich schnell großer Beliebtheit erfreute, und der nun nach ihm benannte Turm war fortan für die Öffentlichkeit zugänglich. Fast zwanzig Jahre lang war „Cölles Höhe“ in den Sommermonaten ein beliebtes Ausflugslokal, wurde aber zu Beginn des ersten Weltkrieges geschlossen und später abgerissen.

Heute ist das Land Niedersachsen Eigentümer des Waldstücks und des Cölleturms, der 1952 grundsaniert und 1995 nochmals saniert wurde. Mittlerweile wird er von Bäumen überragt und die ursprüngliche Rundumsicht ist nicht mehr möglich. In Richtung Norden reicht der Blick aber noch immer weit über das Leinetal hinaus bis in die Hildesheimer Börde.

Wer diesen Blick genießen möchte, kann mit dem PKW einen Parkplatz auf dem Külfkamm zwischen Deinsen und Banteln anfahren und von dort den Turm schnell und bequem erreichen. Zwei Wanderparkplätze am Ortsrand von Deinsen sind außerdem gute Startpunkte für einen Aufstieg zu Fuß.

Eine schöne und landschaftlich reizvolle Wanderung ist auch direkt von Banteln aus möglich und wird hier beschrieben.

Rad- und Wanderwege

Wanderung zum Cölleturm

Hierzu folgt man der Göttinger Straße ortsauswärts Ri. B3, überquert diese und geht auf der anderen Seite über die Deinser Straße bis zum Wanderparkplatz Külf. Dort findet man weitere Hinweise und Wegweiser zum Turm.

Weitere Wanderungen aus dem E-Book Wanderführer „Wandern und Trekking im Leinebergland, auf 56 Touren das Land links und rechts der Leine entdecken, BookRix München, 2. und überarbeitete Auflage 2019“ von Andreas Räder, Betheln

Vor wenigen Jahren veröffentlichte Andreas Räder aus Betheln einen Wanderführer im E-Book-Format mit 20 Haupttouren und 36 Nebenrouten durch das Leinebergland, die in der Regel als Rundtouren konzipiert sind.  Alle Touren sind ausführlich beschrieben und mit Karten, Höhenprofilen und Informationen zur Weglänge, Wegebeschaffenheit und Flora und Fauna versehen. Das Spektrum reicht über kurze Touren von 9,7 km Länge bis zu mehrtägigen Wanderrouten von 120 km Länge. Eine Aktualisierung nahm Räder 2019 vor.

Einen Einblick erhält man unter hier.

Das komplette E-Book (Räder, Andreas, Wandern und Trekking im Leinebergland, auf 56 Touren das Land links und rechts der Leine entdecken, BookRix München, 2. und überarbeitete Auflage 2019) ist für 9.99 € über das Internet erhältlich.

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