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Kultur in der Region Hildesheim

Interessant + Wissenswert

Persönlichkeiten

Max Seeboth

Der im Jahre 1904 in Magdeburg geborene Pianist, Komponist und Dirigent Max Seeboth geriet im Laufe des 2. Weltkrieges als Soldat in Gefangenschaft in Italien. Zum Ende des Krieges ließ er sich nach Hildesheim entlassen und fand eine Unterkunft beim damaligen Vorsitzenden des Männergesangvereins St. Martinus in Emmerke. Ein Glücksfall für dessen Sänger, denn ab 1947 übernahm Seeboth die Leitung des Chores und gründete später auch eine Singschar.

Bis zu seiner Auswanderung in die USA im Jahre 1951 kam es mit diesem und anderen Musikensembles zu Uraufführungen seiner Werke in Emmerke, Hildesheim und Klein Escherde. Die Uraufführung seines Requiems für Soli, Chor und Orchester wurde als Mitschnitt im NWDR ausgestrahlt, ebenso gestaltete er in diesem Sender Morgenandachten musikalisch durch eigene Kompositionen mit. Der Hessische Rundfunk übertrug die Uraufführung seines Streichquartetts Nr. 7 im Juli 1950.

Da er im Nachkriegsdeutschland wenig Möglichkeiten für seine musikalische Arbeit sah, wanderte er mit seiner Familie nach Washington aus, blieb dem MGV St. Martinus bis zu seinem Tod am 14.11.1967 aber immer verbunden. Zum 70jährigen Bestehen widmete er ihm seine Komposition Schreite dein Leben aus.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Emmerker eine ihrer Dorfstraßen nach ihrem Komponisten benannt haben.

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Max Seeboth

Lokale Spezialitäten

Zungenragout

Im Landkreis bekannt ist das Zungenragout vom Landgasthof "Zur Linde" in Emmerke. Hier wird das köstliche Ragout, vermutlich aber nicht das Rezept, auch zum Mitnehmen nach Litern vergeben!

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Telefon: 0 51 21/ 6 22 34
Fax: 0 51 21/ 6 08 91
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Webseite
Das Hotel verfügt über 7 Doppel- und 4 Einzelzimmer. Eine Aufbettung zum Dreibettzimmer ist möglich.
Die Zimmer sind mit Dusche/ Bad, WC sowie TV ausgestattet.
Ein kostenloser Parkplatz befindet sich direkt am Haus.
Eine Garage kann für € 2,00 pro Tag angemietet werden.
Im Gebäude befindet sich auch ein Restaurant.
Pro Zimmer und Nacht incl. Frühstück:
EZ 33 - 66 €
DZ 66 - 72 €
DZ mit Zustellbett 85 - 95 € (Preise Stand 2014)
Die Frühstückszeit ist täglich von 6:30 bis 10:00 ... weiterlesen

Magische Orte

Osterberg

Auf dem höchsten Punkt des Osterbergs wurden im 17. Jahrhundert die Überreste einer germanischen Kultstätte gefunden. Vermutlich wurde hier die Göttin Ostera, die Frühlingsgöttin, verehrt.

Heute wird nach einer neuen Nutzung gesucht. Einen aktuellen Ansatz beschreibt Ortsbürgermeister Josef Theodor Möller (Stand: Dezember 2019):

Der Osterberg, der ca. 1500 Meter östlich von der Ortsmitte entfernt liegt, ist Emmerkes „Hausberg“. Bevor er Anfang  der 1960er Jahre Standortübungsplatz wurde, nutzten viele Emmerker den Osterberg, insbesondere sonntags, zum Wandern und Spazierengehen. Kinder bauten sich im Wald Butzen und spielten Räuber und Gendarm. Im Winter vergnügte man sich beim Schlittenfahren und Skilaufen. Viele gingen zu Fuß von Emmerke aus über den Osterberg zu den Giesener Teichen, um hier zu baden. Zwischen den beiden Waldstücken, dem Emmerke zugeneigten und dem am Kammweg gelegenen, lagen Felder, die von Emmerker Landwirten bewirtschaftet wurden. 

Mit dem Abzug der Bundeswehr aus dem Standort Hildesheim wurde der Übungsplatz Ende des Jahres 2007 aufgegeben. Seit 2011 untersteht der ca. 52 Hektar große Osterberg der Paul-Feindt-Stiftung, am 20. Dezember 2018 wurde das FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) in ein Naturschutzgebiet umgewandelt.

Naturschutz und Naherholung sollen sich nach Meinung vieler Emmerker nicht ausschließen. In einem von der CDU-Ortsratsfraktion gestellten Antrag, der in der Ortsratssitzung am 26. Juni 2007 behandelt wurde, wurde festgehalten, dass sich Naturschutz und Naherholung gut miteinander vereinbaren lassen. Seitdem wird diskutiert.

Die Befürworter wünschen sich damals wie heute:

  • eine bessere Zuwegung von Emmerke aus in den Osterberg, zum einen vom Stieweg geradeaus in den Osterberg hinein, zum anderen im Bereich des ehemaligen Munitionslagers
  • die Wiederherstellung durchgängig begehbarer Wege, insbesondere des Kammweges, der die Grenze zwischen Emmerke und Himmelsthür bildet, und des Panoramaweges am Westrand mit Blick auf Emmerke
  • die Anbringung von Wegmarkierungen sowie Hinweis- und Orientierungsschildern, damit die hoffentlich wieder zahlreicher werdenden Spaziergänger auf den Wegen bleiben und nicht wertvolle, seltene Pflanzen zertreten bzw. die Tierwelt stören                                                                                                                                                                   - .

Gerade wegen der am östlichen Ortsrand gelegenen Neubaugebiete „Stieweg-Ost“ und „Am grünen Wege“ wächst der Wunsch nach einem neuen Nutzungskonzept.  

Damit alle Interessierten das Naturschutzgebiet gemeinsam in Augenschein nehmen können, soll am 11. Juli 2020 eine Wanderung zum Osterberg stattfinden.

Sieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Bereits dreimal nahm Emmerke am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Im Jahr 2011 belegte der Ort den 1.Platz in der Kategorie „Neues Profil“.

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© Wolfgang Greven
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Urkunde_2011_1.Platz_Zukunft_1 © Josef Theodor Möller

Begründet wurde die Ehrung u.a. mit dem prall gefüllten Terminkalender mit interessanten Veranstaltungen der Vereine für die ca. 1750 Einwohner, außerdem die ortsansässigen Gewerbegebiete, die viele Arbeitsplätze bieten und einen Bahnhof mit neuen, gut frequentierten Park&Ride- und Bike & Ride-Anlagen. Der Emmerker Haltepunkt sichere mit fast 80 haltenden Zügen gute Verkehrsanbindungen nach Ost, West und Nord. Besonders hervorgehoben wurde auch die hervorragende, naturnahe Sportanlage und die Besonderheit und Kostbarkeit des ca. 1000 Jahre alte Kirchturmes der St. Martinus-Kirche.

Ausgezeichnet wurde auch der Regenbogenkinder e.V. für das von den Kindern gesungene „Emmerker Heimatlied“ und die schauspielerischen Einlagen der Theatergruppe bei der Besichtigung der Ortschaft.

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