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Kultur in der Region Hildesheim

Neuer TfN-Generalmusikdirektor Florian Ziemen startet mit Weill/Brecht-Oper in die Saison

Ein Hurrikan rollt auf die Stadt zu

Hochaktuell startet das TfN-Musiktheater in die Saison. Unter der Musikalischen Leitung des neuen Generalmusikdirektors Florian Ziemen feiert am 23. September um 19 Uhr der Weill/Brecht-Klassiker „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ Premiere im Großen Haus. Regie führt Hans Hollmann, für Bühne und Kostüme zeichnet Romina Kaap verantwortlich.

Mit der Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Kurt Weill und Bertolt Brecht startet am 23. September um 19 Uhr das TfN-Musiktheater in die Spielzeit 2017/18. Für die Regie konnte der neue Generalmusikdirektor und Operndirektor Florian Ziemen den Altmeister Hans Hollmann, dessen Inszenierungen gerade von Werken aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Theatergeschichte geschrieben haben, gewinnen. Ihm zur Seite steht die Bühnen- und Kostümbildnerin Romina Kaap. „Dieses Werk ist ein genialer Solitär im Opernrepertoire und mit seiner Mischung aus mitreißendem Esprit und stachliger Aufgewühltheit eine wunderbare Überschrift für unseren Neubeginn“, so Ziemen.

Drei Gangster gründen mitten in der Wüste eine Paradiesstadt, in der alles, was der Mensch begehrt, für Geld zu haben ist. In einer Nacht, als ein Hurrikan alle um ihr Leben zittern lässt, ruft der Holzfäller Jim Mahoney die noch radikalere Parole aus: „Tuet alles heut‘ nacht, was verboten ist. Wenn der Hurrikan kommt, der macht es auch so!“ Doch schließlich ist es Jim selbst, der zum ersten Opfer dieser entfesselten Lebensweise wird.

1930 in Leipzig uraufgeführt, entstand die Oper in einer Phase, in der sowohl Brecht als auch Weill der Meinung waren, dass die Welt mit den bisherigen Mitteln auf der Bühne nicht mehr darstellbar war. Eine neue Form des Theaters musste her. „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ ist eine kraftvolle Parabel über gesellschaftliche Freiheit, Lustbefriedigung und der Rolle des Geldes und wird als Gipfel der Zusammenarbeit von Brecht und Weill gesehen.

Die intensive, jazzdurchtränkte Musik Weills reicht vom aufwühlenden Klang der Weimarer Avantgarde bis zu eingängigen Songnummern wie den berühmt gewordenen „Oh Moon of Alabama“ und „Denn wie man sich bettet, so liegt man“.

 Neben den TfN-Ensemblemitgliedern Neele Kramer als Leokadja Begbick, Uwe Tobias Hieronimi als Dreieinigkeitsmoses, Meike Hartmann als Jenny Hill, Levente György als Sparbüchsenbill sowie Peter Kubik als Alaskawolfjoe sind auch zahlreiche Gastsolisten auf der Bühne des Hildesheimer Theaters zu erleben: Christoph Waltle als Fatty, Hans-Jürgen Schöpflin in der Partie des Jim Mahoney, Aljoscha Lennert u. a. als Jakob Schmidt und Ingrid Sanne sowie Annetraut Lutz-Weicken als Ausruferin. Ergänzt wird das Ensemble durch den TfN-Opernchor, den Extra- und Jugendchor (Einstudierung: Achim Falkenhausen). Am Pult der TfN-Philharmonie steht Generalmusikdirektor Florian Ziemen.

Tickets

Karten für die Premiere am 23. September um 19 Uhr und alle Folgevorstellungen kosten zwi-schen 12,00 und 36,00 Euro und sind im TfN-ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), per E-Mail an service@tfn-online.de und unter Telefon 05121 1693-1693 erhältlich.

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