Historische Baulichkeiten
St.-Nikolaus-Kirche
Zu finden: Lindenallee, am Nord-Ost-Ausgang des Ortes
Die St.-Nikolaus-Kirche in Machtsum ist ein neu-romanischer Bau aus dem Jahre 1896. Beim Bau dieser Kirche wurden die Bruchsteine der alten und deutlich kleineren Kapelle, die Anfang des 14. Jahrhunderts in der Mitte des Dorfes am Thie errichtet worden war, verwendet. Aus der alten Kapelle, die ebenfalls dem Heiligen Nikolaus geweiht war, sind in der heutigen einschiffigen Kirche drei holzgeschnitzte Statuen der Heiligen Petrus, Paulus und Nikolaus erhalten geblieben, sowie ein Kruzifix aus dem Jahre 1677 und ein Kronleuchter, der der Gemeinde anlässlich des Patronatsfestes 1899 durch den Landwirt Theodor Bormann zum Geschenk gemacht wurde.
Im Sommer 2023 entdeckte der Küster von St. Nikolaus durch Zufall zwei Barock-Gemälde, an die sich bis dahin niemand mehr erinnerte. Recherchen konnten klären, dass diese Gemälde aber schon zur Ausstattung der Vorgängerkapelle von Machtsum gehörten. Sie wurden jedoch nicht wieder aufgehängt, sondern offenbar aus ihren Rahmen genommen und zu Rollen geformt unter alten Kirchenbüchern in einer Kiste verwahrt. Über die Jahrzehnte vergessen nahmen die Leinwände jedoch erheblichen Schaden und trugen Risse und Löcher davon.
Schnell kam man in der Gemeinde überein, die beiden Gemälde restaurieren zu lassen, um sie anschließend wieder in St. Nikolaus aufzuhängen.
Mit Unterstützung durch das Bistum Hildesheim, durch finanzielle der VR-Stiftung und der Volksbank eG sowie durch private Spenden konnte die fachkundige Restaurierung in die Hände der Giesener Restauratorin Jutta Knörle gelegt werden.
Nun erstrahlen die etwa 90 x 130 cm großen Gemälde wieder in altem Glanz und haben neu gerahmt seit dem Kirchweihfest im November 2025 wieder einen Platz in der Machtsumer Kirche.
Das eine Gemälde entstand um 1670 und zeigt den gekreuzigten Christus, das Motiv des anderen und wohl 50 Jahre später gemalten Bildes ist „Die heilige Familie auf Wanderschaft“ auf der Rückreise aus Ägypten in ihre Heimat. Der Künstler der barocken Gemälde ist unbekannt.
Die St.-Nikolaus-Kirche ist täglich geöffnet.
Altes Pfarrhaus
Das alte Pfarrhaus ist heute nicht mehr im Besitz der Kirche. Sein neuer Besitzer hat das rote Backsteingebäude nach dem Kauf renoviert und bewohnt es heute mit seiner Familie selbst. Es ist daher nur von außen zu besichtigen, am besten von der hinter dem Dorfgemeinschaftshaus liegenden Wiese aus.
Das alte Pfarrhaus ist nur von außen anzuschauen, abends wird es manchmal angestrahlt.
Höfe (Knieke; Konrad Brönneke; Vollmers; Vollmer; Franz Josef Vollmer)
Das landwirtschaftlich geprägte Machtsum hatte einst 13 Vollerwerbshöfe. Dabei handelte es sich meist um Hofanlagen in der klassischen U-Form. Diese Hofanlagen sind heute noch an den Höfen der Landwirte Konrad Brönneke, auch Nikolausstraße, Lindenallee, Ecke Hogesfeld, Lindenallee, Neustadt zu sehen.